Kostenlose Ratgeber für den Pflegefall

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(verpd) Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat diverse Ratgeber auf den neuesten Stand gebracht, um Pflegebedürftigen und deren Angehörigen zu verdeutlichen, womit sie im Falle einer Pflegebedürftigkeit aktuell rechnen können und was es dabei zu beachten gibt. Ein neues Onlinetool gibt zudem Tipps, was bei einem plötzlichen Pflegefall oder bei einer veränderten Pflegebedürftigkeit getan werden sollte.

Von offizieller Stelle, nämlich vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG), gibt es diverse aktualisierte Broschüren, die diverse Checklisten, ein umfangreiches Hintergrundwissen sowie hilfreiche Anlaufstellen rund um das Thema Pflege beinhalten. Alle Ratgeber sind kostenlos beim BMG bestellbar oder können auch online als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Ratgeber zur Pflege

Einer der umfassendsten ist die aktualisierte 132-seitige Broschüre mit dem Titel „Ratgeber zur Pflege – Alles, was Sie zur Pflege und zum neuen Pflegestärkungsgesetz wissen müssen“. Sie informiert beispielsweise darüber, wer als pflegebedürftig gilt und was es mit den einzelnen Pflegestufen auf sich hat. Zudem werden die gesetzlichen Leistungen ausführlich beschrieben.

Außerdem gibt es hier Antworten auf die Frage, wie Personen, die einen Angehörigen pflegen möchten, unterstützt werden. Unter anderem werden die Möglichkeiten, die es bei der ambulanten oder stationären Pflege im Detail gibt, aufgezeigt. Beschrieben werden außerdem die für Demenzkranke zusätzlich gewährten Leistungen. Abgerundet wird die Broschüre mit Hinweisen zu diversen Informations- und Anlaufstellen.

Private Vorsorge ist wichtig

In der Broschüre wird nicht nur ausführlich erklärt, wer gesetzlich versichert ist und welche gesetzlichen Leistungen möglich sind, sondern es wird auch auf die Notwendigkeit der privaten Vorsorge hingewiesen. Konkret ist im Ratgeber zu lesen: „Da die gesetzliche Pflegeversicherung nur die Grundversorgung absichert und die tatsächlichen Pflegekosten in der Regel höher ausfallen, ist eine zusätzliche private Vorsorge wichtig.“

Unter anderem werden die verschiedenen Arten freiwilliger privater Pflege-Zusatzversicherungen vorgestellt. Besonders wird auch auf die staatlich geförderte Pflege-Zusatzversicherung eingegangen. Eine persönliche Beratung zur privaten Pflegevorsorge – auch bezüglich der mit bis zu 60 € im Jahr staatlich geförderten Pflege-Zusatzversicherung – gibt es beim Versicherungsfachmann.

Gesetzliche Änderungen

Der Leser erfährt in dem Ratgeber auch, welche Leistungsverbesserungen es durch das seit dem 1.1.2015 in Kraft getretene Pflegestärkungsgesetz 1 gibt.

Wer noch ausführlicher wissen möchte, wie sich die Leistungen seit dem 1. Januar geändert haben, findet dies in der 20-seitigen Broschüre „Das Pflegestärkungsgesetz I – Die wichtigsten Leistungsverbesserungen im Überblick“.

Häusliche Pflege

Umfangreich ist auch die 134-seitige, aktualisierte Broschüre „Pflegen zu Hause – Ratgeber für die häusliche Pflege“. Dieser Ratgeber erklärt detailliert, was man zur häuslichen Pflege wissen sollte und mit welchen gesetzlichen Leistungen Betroffene rechnen können.

Neben Informationen, wie ein Pflegezimmer optimal ausgestattet ist, werden auch direkte Tipps zur Pflege, beispielsweise zur Ernährung eines Pflegebedürftigen, und zum Heben und Umlagern eines Bettlägerigen gegeben. Abgerundet wird die Broschüre mit Informationen, was ambulante Pflegedienste leisten können, sowie mit einer Liste von wichtigen Kontaktadressen zum Thema Pflege.

Onlinetool

Seit Kurzem steht auf dem Webportal des BMG mit dem Pflegeleistungs-Helfer ein neues Onlinetool bereit, das Betroffenen zeigt, was bei einem plötzlichen Pflegefall oder bei einer veränderten Pflegebedürftigkeit im ersten Schritt getan werden sollte.

Hier wird per Schritt-für-Schritt-Anleitung dargelegt, wie Betroffene Pflegeleistungen beantragen und bei welchen Stellen sie sich gezielt beraten lassen können. Unter anderem wird auch darauf eingegangen, was Angehörigen zusteht, die kurzfristig die Pflege eines nahen Angehörigen organisieren müssen, wenn die Pflegebedürftigkeit plötzlich eingetreten ist oder sich die bisherige Pflegesituation geändert hat.

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