Auch im Heim sparen haushaltsnahe Dienste kräftig Steuern

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Eine eigenständige Wohnung berechtigt zum Steuerabzug in erheblichem Maße.

Wer in einer eigenständigen Wohnung im Seniorenwohnheim oder im "Betreuten Wohnen" lebt, kann von seinen Zahlungen für haushaltsnahe Dienstleistungen (z.B. Wohnungsreinigung oder Hausmeisterdienste) in diesem Jahr bis zu 4.000 Euro Steuern sparen (20 Prozent von maximal 20.000 Euro). Das gilt auch dann, wenn diese Dienste vom Betreiber der Senioreneinrichtung aufgrund eines Vertrags erbracht werden. Das entschied das Finanzgericht Hamburg in einem Urteil vom 5.5.2008 (Az. 6 K 175/05).

Im verhandelten Fall hatte die Klägerin vom Heimträger eine Kostenaufstellung für steuerliche Zwecke verlangt, diese erhalten und dem Finanzamt vorgelegt. In der Bescheinigung waren die Leistungsbestandteile "Wohnen, Verpflegung, Betreuung" betragsmäßig zerlegt und bestimmten Einzelleistungen prozentual zugewiesen worden. Dabei handelte es sich jeweils um Mindestbeträge, die vom Betreiber für alle Bewohner pauschal kalkuliert worden waren.

Das Gericht hat die abgerechneten Leistungen als haushaltsnahe Dienstleistungen anerkannt. Abziehbar sind Kosten, die sich auf die Reinigung des Appartements und der Gemeinschaftsflächen, die Pflege des gemeinsamen Gartens, auf kleinere Reparaturen und auf die Betreuung und Pflege des Steuerpflichtigen beziehen. Dabei erkannte das Gericht nicht nur die tatsächlich erbrachten Leistungen an, sondern auch das Vorhalten eines Bereitschaftsdienstes (wie in vielen SeniorenWohnanlagen) zur Betreuung und Pflege alter und kranker Menschen als eine Leistung, die als haushaltsnahe Dienstleistung im Rahmen der Einkommensteuer zu berücksichtigen ist.

Vorsorgetipp
Eine entsprechende Vorgehensweise ist allen Bewohnern von Seniorenwohnheimen und Anlagen des "Betreuten Wohnens" anzuraten, die Einkommensteuer zahlen müssen: Sie sollten vom Einrichtungsbetreiber eine Kostenaufstellung für steuerliche Zwecke verlangen und diese beim Finanzamt vorlegen. Absetzbar sind allerdings nur die Arbeits und Fahrtkosten, aber nicht die Materialkosten. Gleiches gilt für alle anderen Privathaushalte auch.

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