Altersverwirrtheit: Woran Sie eine Demenz erkennen

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Demenz bzw. Alzheimer ist eine erschreckende Diagnose vorwiegend für ältere Menschen. Doch wie unterscheidet sich Altersverwirrtheit von ganz normaler Vergesslichkeit?

Sie werden vermutlich von dieser schweren Krankheit immer wieder in Ihrem Bekanntenkreis gehört haben. Besonders hart ist es, selbst miterleben zu müssen, wie sich womöglich die Eltern oder andere nahestehende Menschen nach der Erkrankung mehr und mehr in ihrer Persönlichkeit bis hin zur Hilflosigkeit verändern.

Oft ist der Krankheitsverlauf schleichend und nur schwer zu erkennen. Sie sehen zwar Veränderungen bei Ihren Angehörigen, denken aber, es seien normale Alterserscheinungen. Selbst Fachleute finden es bisweilen schwer, zwischen einer beginnenden Demenz und normaler Altersvergesslichkeit zu unterscheiden. Das liegt unter anderem daran, dass ein an Demenz erkrankter Mensch versucht, noch sehr lange eine Fassade der Normalität um sich herum aufrecht zu erhalten. Auf merkwürdige Vorgänge angesprochen, gibt er Ihnen meist eine durchaus nachvollziehbare Begründung, die Sie beruhigt.
Allerdings: Wenn jemand viel vergisst, ist das keineswegs immer der erste Hinweis auf eine beginnende Demenz.

Vergesslichkeit allein ist noch keine Demenz. Wenn zum Beispiel Ihr Angehöriger häufiger als sonst seine Autoschlüssel verlegt oder sich den Namen seines neuen Arztes nicht merken kann, sei das nicht unbedingt ein Hinweis auf beginnende Demenz, sondern möglicherweise auf Überlastung oder Stress zurückzuführen.

Demenz ist anders: Bei ihr nimmt nicht nur die Erinnerung ab. Sie müssen sich vielmehr vorstellen, Ihr erkrankter Angehöriger verliert die Fähigkeit, klar zu denken und Zusammenhänge zu erfassen. Es fällt ihm auch immer schwerer, seinen Tagesablauf zu bewältigen. Schließlich kann er Handlungsabläufe nicht mehr strukturieren und reagiert verwirrt.

Der Unterschied zwischen Vergesslichkeit und Demenz lässt sich an einigen Beispielen erklären:
  • Ihr Angehöriger hat vergessen, wo er seinen Autoschlüssel hingelegt. Nach einem kurzen Panikgefühl erinnert er sich aber durch Nachdenken daran, wo er seinen Schlüssel das letzte Mal gesehen hat und findet ihn in der Regel später auch. Das ist normale Vergesslichkeit, wie sie vermutlich Ihnen und auch mir schon mal passiert ist.
  • Ein an Demenz erkrankter Mensch kann indessen konstruktives Nachdenken nicht mehr leisten. Seine Vergesslichkeit hat bereits konkrete Auswirkungen auf seinen Tagesablauf und macht ihn hilflos. Er verlässt zum Beispiel das Haus und weiß auf einmal nicht, warum er dies getan hat oder findet sich räumlich selbst in gewohnten Umgebung nicht mehr zurecht. Er weiß nicht mehr, wo der Bäcker ist oder die Arztpraxis und wie er in seine Wohnung zurückkommt. Die Uhr kann er zwar ablesen, aber nicht einordnen, ob es morgens oder abends ist. Oder er wacht nachts auf und ruft Sie an, um zu fragen, wann Sie kommen, da er annimmt, es sei bereits Tag.
  • Weiteres Warnsignal: Der Autoschlüssel wird an ungewöhnlichen Orten abgelegt, z.B. im Kühlschrank.
Tipp
Achten Sie auf Demenz-Symptome und versuchen Sie, den Betroffenen zum Erinnern anzuregen.

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