Änderungen bei der Lebenserwartung

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(verpd) Während die durchschnittliche Lebenserwartung eines heute neugeborenen Jungen bei 77 Jahre und neun Monate liegt, beträgt es für ein Mädchen 82 Jahre und zehn Monate. Dies hat das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis des Bevölkerungszensus abgeleitet. Im Vergleich zur ersten offiziellen Statistik bezüglich der Lebenserwartung vor gut 140 Jahren bedeutet dies, dass beide Geschlechter heute im Durchschnitt doppelt so alt werden wie damals.

Auf Basis des Bevölkerungszensus des Jahres 2011 hat das Statistische Bundesamt (Destatis) eine aktualisierte Periodensterbetafel, nämlich die Sterbetafel 2010/2012, abgeleitet und veröffentlicht. Sie basiert nach Angaben von Destatis auf den Daten über die Gestorbenen und die Durchschnitts-Bevölkerung der letzten drei Jahre. Hierbei handelt es sich um eine Momentaufnahme der Sterblichkeits-Verhältnisse der gesamten Bevölkerung für diesen Zeitraum.

Laut aktueller Sterbetafel beträgt die Lebenserwartung neugeborener Jungen 77 Jahre und neun Monate und die neugeborener Mädchen 82 Jahre und zehn Monate.

65-Jährige können sich auf einen langen Lebensabend freuen

Danach ergibt sich für neugeborene Jungen gegenüber der letzten aus der Bevölkerungs-Fortschreibung abgeleiteten Sterbetafel 2009/2011 keine höhere Lebenserwartung. Bei den Mädchen gab es eine Erhöhung um einen Monat. Im Vergleich zur allgemeinen Sterbetafel des Jahres 1986/88 zeigt sich für Jungen ein Gewinn an Lebenszeit von sechs Jahren und für Mädchen einer von vier Jahren und neun Monaten.

Nach den Daten der neuen Sterbetafel haben 65-jährige Männer im Durchschnitt noch eine verbleibende Lebenserwartung von 17 Jahren und sechs Monaten. 65-jährige Frauen können statistisch gesehen mit weiteren 20 Jahren und neun Monaten rechnen.

Frühzeitige Absicherung

Dies wirkt sich auch auf die Rentenbezugsdauer aus. Denn wer länger lebt, kann auch mit einer längeren Rentendauer rechnen und braucht länger ein entsprechendes Alterseinkommen, um den eigenen Ruhestand sorgenfrei genießen zu können. Mit steigendem Alter nimmt statistisch auch die Wahrscheinlichkeit zu, ein Pflegefall zu werden.

Für den Einzelnen ist es daher wichtig, schon frühzeitig an eine finanzielle Absicherung für das Alter sowie für den Fall einer eintretenden Pflegebedürftigkeit zu denken.

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