Zuzahlungen mit privaten Zusatzpolicen stoppen

 - 

Die gesetzlichen Krankenkassen erhöhen ihre Beitragssätze im Jahr 2007 um durchschnittlich 0,7 Prozentpunkte. Dann fließen 15 % des Bruttogehalts in die Kassen des Versicherers. Ausreißer wie die Anhebung um 1,6 Prozentpunkte auf 16,4 % bei der AOK Rheinland-Pfalz bestätigen die Tendenz, die das Kieler Institut für Gesundheits-System-Forschung festgestellt hat.

Der Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung steigt in den nächsten Jahrzehnten auf rund 18 %. Dieser würde sogar bei mindestens 28 % liegen, wenn der medizinische Fortschritt die Kosten nur um 1 % ansteigen ließe. Beispielsweise würde die Vorsorge gegen Gebärmutterhalskrebs mehr als 3 Mrd. Euro verschlingen, wenn alle Frauen zwischen 18 und 26 Jahren die von den Ärzten empfohlenen Schutzimpfungen bekämen.

In Wirklichkeit zahlen die gesetzlich Versicherten sogar wesentlich mehr für ihre Gesundheit. Denn die Krankenkassen leisten lediglich eine Grundversorgung. Durch Praxisgebühren und Zuzahlungen zu Behandlungskosten und für Medikamente kommen im Einzelfall jährlich mehrere 100 Euro an Extrakosten hinzu. Für Brillen zahlt die Kasse schon lange nichts mehr dazu. Und beim Zahnersatz bleibt der gesetzlich Versicherte auf mindestens einem Drittel der Kosten sitzen.

Unser Versicherungstipp
Wer häufig krank ist, findet möglicherweise in einer privaten Ergänzungspolice eine Entlastung dieses Kostenfaktors. Beispielsweise erstatten ambulante Tarife einen Teil der Rechnungen von Heilpraktikern und Optikern. Bei speziellen Gesundheitsproblemen wäre der Abschluss einer gezielten Zusatzversicherung überlegenswert.

Weitere News zum Thema

  • Ärztliche Behandlungsfehler: Schlichtungsverfahren hemmt die Verjährung

    [] Wenn Patienten vermuten, dass sie Opfer eines ärztlichen Behandlungsfehlers wurden, können sie Schadensersatzansprüche geltend machen. Die Verjährungsfrist beträgt dabei drei Jahre. Viele Menschen werden es allerdings vorziehen, das Problem zunächst außergerichtlich zu regeln. Das ist möglich. Zum einen können sich Arzt und Patient ohne Einschaltung von Dritten miteinander einigen. Unter Umständen lassen sich einige Probleme so direkt klären. Ist auch der Arzt an einer gütlichen Einigung interessiert, so wird er seine Haftpflichtversicherung einschalten. mehr

  • Warum Impfen wichtig ist

    [] (verpd) Gegen zahlreiche Krankheiten kann man sich mit einer Impfung schützen. Manche, zum Teil tödlich verlaufende Infektionskrankheiten können ohne eine Impfung sogar nur schwer oder gar nicht behandelt werden. Schutzimpfungen schützen nicht nur den Geimpften vor bestimmten Krankheiten, sondern sorgen auch dafür, dass Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können, ein reduziertes Ansteckungsrisiko haben. mehr

  • Verspätete Krankschreibung nach Klinikaufenthalt

    [] (verpd) Um im Anschluss an einen Klinikaufenthalt den Anspruch auf Zahlung von Krankengeld durch eine gesetzliche Krankenkasse nicht zu verlieren, reicht es aus, wenn zunächst ein Klinikarzt die fortlaufende Arbeitsunfähigkeit bescheinigt hat. Das hat das Sozialgericht Leipzig entschieden (Az. S 22 KR 75/16). mehr

  • Mit notwendigen Medikamenten verreisen

    [] (verpd) Die richtigen Arzneimittel im Reisegepäck sorgen dafür, dass der Urlaub nicht wegen gesundheitlicher Beschwerden wie Durchfall, Kopfschmerzen oder schmerzhafter Insektenstiche längerfristig beeinträchtigt wird. Chronisch Kranke sollten außerdem sicherstellen, dass sie ihre notwendigen Medikamente in ausreichender Menge mitführen. Allerdings können manche rezeptpflichtigen Arzneimittel nur mit einer speziellen Bescheinigung in bestimmte Urlaubsländer eingeführt werden. mehr

  • Gesund bleiben an heißen Tagen

    [] Nicht jeder verträgt hohe Außentemperaturen problemlos. Was der Einzelne tun kann, um ohne Gesundheitsprobleme durch den Sommer zu kommen. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.