Zusatzbeiträge im kommenden Jahr nicht ausgeschlossen

 - 

Der Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bleibt im Jahr 2010 stabil bei 14,9 Prozent. Dennoch könnte es nach Einschätzung des GKV-Spitzenverbands für die Versicherten teurer werden, da Anfang des Jahres 2010 damit zu rechnen ist, dass eine Reihe von Versicherern Zusatzbeiträge erheben werden.

Mitte November hatte die Bundesregierung Steuerzuschüsse in Höhe von 3,9 Milliarden Euro angekündigt, um die krisenbedingen Mindereinnahmen im Gesundheitsfonds auszugleichen. Laut Schätzerkreis wird sich das Defizit 2010 allerdings auf insgesamt rund 7,5 Milliarden Euro belaufen. Der Fehlbetrag könnte durch Zusatzbeiträge ausgeglichen werden müssen.

Der seit 1.7.2009 von der Gemeinsamen Betriebskrankenkasse Köln (GBK) erhobene Zusatzbeitrag von 8 Euro p.M. ist vorerst ein Einzelfall. Dem Bundesversicherungsamt liegen keine weiteren Anträge auf Genehmigung von Zusatzbeiträgen vor.

Das Bundesversicherungsamt erklärte, dass die 30.000 Mitglieder der GBK noch immer günstiger dastünden als vor der Einführung des Gesundheitsfonds. Vor der Fondseinführung lag der GBK-Beitragssatz bei 16,6 Prozent. Von dem Zusatzbeitrag sind laut Versicherungsamt rund Mitglieder der GBK betroffen.

Die Krankenkassen sehen nach wie vor das Risiko flächendeckender Zusatzbeiträge für gesetzlich Versicherte, da sich die allgemeinen wirtschaftlichen Probleme erst zeitversetzt in den Sozialsystemen niederschlagen. Diese Zusatzbeiträge müssen die Versicherten allein schultern, die Arbeitgeber zahlen keinen Anteil.

Derzeit halten sich die meisten Versicherer noch bedeckt. Lediglich die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK), die Techniker-Krankenkasse, die Barmer/Gmünder Ersatzkasse, die AOK Rheinland/Hamburg und die AOK Sachsen-Anhalt schließen derzeit Zusatzbeiträge zum Jahreswechsel aus.

Tipp
Sie haben ein Sonderkündigungsrecht, wenn Ihre Krankenkasse einen Zusatzbeitrag erhebt. Der Wechsel zu einer anderen gesetzlichen Krankenkasse stellt jedoch nicht unbedingt eine dauerhafte Lösung dieses Problems dar, weil zu erwarten ist, dass auch die anderen Krankenkassen zu diesem Mittel greifen müssen. Den einzigen dauerhaften Schutz gegen Zusatzbeiträge stellt eine private Krankenversicherung dar. Diese lohnt sich freilich nur in jungen Jahren und bei guter Gesundheit.

Weitere News zum Thema

  • Welche Apotheke auch an Sonn- und Feiertagen offen ist

    [] (verpd) Apotheken haben wie andere Geschäfte auch bestimmte Öffnungszeiten. Allerdings sind viele der rund 20.000 Apotheken in Deutschland im Wechsel auch nachts sowie an Sonn- und Feiertagen geöffnet, sodass in der Regel eine ortsnahe Notversorgung mit Medikamenten gewährleistet ist. Welche Apotheke in der Umgebung zur benötigten Zeit geöffnet hat, lässt sich unter anderem über das Telefon, mithilfe eines Smartphones oder über das Internet schnell ermitteln. mehr

  • Bald wird wieder an der Uhr gedreht

    [] (verpd) Ende Oktober wird hierzulande wieder von Sommer- auf Winterzeit umgestellt. Bei vielen stellt sich die innere Uhr jedoch nicht so schnell auf die geänderte Uhrzeit um, was zu gesundheitlichen Beschwerden führen kann. Diese Probleme lassen sich jedoch mit den richtigen Maßnahmen abmildern. mehr

  • Die nächste Grippewelle kommt

    [] (verpd) Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist jedes Jahr auch in Deutschland mit einer Grippewelle zu rechnen. Sie tritt häufig in der kalten Jahreszeit auf. Wer rechtzeitig vorsorgt und bestimmte Verhaltensmaßnahmen beachtet, hat gute Aussichten, von einer Grippe verschont zu bleiben. mehr

  • Wechsel in private Krankenversicherung wird 2018 schwerer

    [] (verpd) Im kommenden Jahr steigt nach einem jüngsten Beschluss des Bundeskabinetts die sogenannte Versicherungspflicht-Grenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Damit wird für Arbeitnehmer der Wechsel zur privaten Krankenversicherung weiter erschwert und ist ab Januar 2018 erst ab einem monatlichen Einkommen von über 4.950 Euro möglich. mehr

  • Rauchen aufhören, Lebenszeit gewinnen

    [] (verpd) In Deutschland ist laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die Zahl der Raucher seit rund 30 Jahren leicht rücklaufig, dennoch rauchen immer noch über 16 Millionen Erwachsene regelmäßig. Dabei verringert sich die Lebenserwartung eines Rauchers drastisch. Selbst wer weniger als zehn Zigaretten pro Tag konsumiert, lebt statistisch im Schnitt fünf Jahre kürzer im Vergleich zu einem Nichtraucher. Es lohnt sich also, mit dem Rauchen aufzuhören, zumal dieses Laster ein kleines Vermögen kostet. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.