Zum Zahnarzt gehen, um Geld zu sparen

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(verpd) Auch wenn ein Zahnarztbesuch Überwindung kostet, kann er sich durchaus lohnen. Wer für 2012 noch keinen Stempel im seinem Zahnarzt-Bonusheft hat, sollte unbedingt noch bis zum Jahresende zur Vorsorgeuntersuchung gehen. Denn der Stempel im Bonusheft kann für gesetzlich Krankenversicherte hohe Eigenbeteiligungen vermeiden.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen üblicherweise 50 Prozent der Zahnarztkosten, die bei einer sogenannten „Regelversorgung” angefallen wären. Als Regelversorgung gilt ein medizinisch ausreichender, zweckmäßiger und wirtschaftlich vertretbarer Zahnersatz.

Weniger zahlen mit dem Bonusheft

Wer als Patient einen höherwertigen Zahnersatz wünscht, als es die Regelversorgung vorsieht, erhält nur den Festzuschuss für eine Regelversorgung. Fehlt etwa ein Backenzahn und ist eine Brücke notwendig, ist als Regelleistung eine nicht verblendete Brücke zum Preis von circa 700 € festgesetzt. Davon übernimmt die Kasse 50 Prozent (350 €). Möchte der Patient eine teurere, mit Keramik verblendete Krone, erhält er trotzdem nur die genannten 350 € als Festzuschuss.

Wer jährlich mindestens einmal zum Zahnarzt geht und sich dies durch einen Stempel im Bonusheft bestätigen lässt, bekommt bei notwendigem Zahnersatz über den Festzuschuss hinaus Geld von der Kasse. Für fünf Stempel in Folge gibt es 20 Prozent Bonus, hat der Patient alle Stempel für zehn Jahre in Folge, sind es 30 Prozent.

Diese Prozentzahlen beziehen sich allerdings nicht auf die Gesamtkosten der Regelversorgung, sondern auf den nur halb so hohen Festzuschuss. Die Kassenleistung steigt demnach auf 60 Prozent (fünf Jahre Vorsorge) beziehungsweise 65 Prozent (zehn Jahre Vorsorge) der Gesamtkosten für die Regelversorgung.

Mindestens fünfjährige Kontrolle ist notwendig

Hat ein Patient alle Stempel für fünf Jahre im Bonusheft und erhält er für eine Brücke, die einen fehlenden Zahn ersetzen soll, beispielsweise 350 € Festzuschuss, erhöht sich dieser Betrag um 20 Prozent, also um 70 € auf gesamt 420 €. Sind im Bonusheft für zehn Jahre lückenlos die Stempel vorhanden, bekommt er 30 Prozent, im Beispiel also 105 €, zu seinem Festzuschuss dazu. Das wäre dann insgesamt eine Kostenübernahme von 455 €.

Für Erwachsene ist die Zahnarztvisite einmal pro Jahr fällig, für Kinder ab sechs Jahre und Jugendliche bis 18 Jahre einmal pro Kalenderhalbjahr, um den Bonus zu erhalten. Wer als Erwachsener 2013 einen Zahnersatz benötigt und vom Bonusheft profitieren möchte, muss spätestens ab 2008 einmal jährlich einen Zahnarztbesuch nachweisen. Der Grund: Das Jahr, in dem der Zahnersatz erfolgt, wird bei der Bonusregelung nicht mitgezählt.

Wer bereits weiß, dass er sich im Falle des Falles nicht mit einer Regelversorgung zufriedengeben möchte, sollte frühzeitig eine private Zahnzusatz-Versicherung abschließen. Je früher ein Vertrag abgeschlossen wird, desto günstiger ist die Prämie, da sich die Prämienhöhe auch nach dem Alter des Versicherten orientiert. Eine derartige Police deckt je nach Vertragsvereinbarung einen großen Teil der Mehrkosten, die die gesetzliche Kasse nicht übernimmt.

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