Zahlreiche Krebsarten sind heilbar

 - 

Nach den aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) war 2012 Krebs bei 25,5 Prozent aller Sterbefälle die Todesursache. Allerdings gilt nach Angaben von Gesundheitsexperten wie der Deutschen Krebshilfe e.V.: Je früher eine Krebserkrankung erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen.

Daher sollte jeder Einzelne die unter anderem von den privaten und gesetzlichen Krankenkassen als Standardleistung angebotenen Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen.

Unter Berücksichtigung der Daten des Robert Koch Instituts und der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. rechnet die Deutsche Krebshilfe e.V. damit, dass aktuell jährlich rund 500.000 Menschen an Krebs erkranken. Je früher jedoch die meisten Krebsarten wie Krebserkrankungen der Haut, der Brust, des Darms, des Gebärmutterhalses und der Prostata erkannt werden, desto besser sind die Heilungschancen.

Häufige Krebserkrankungen

Mit rund 234.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist Hautkrebs einer der häufigsten Krebsarten bei Männern und Frauen. Eine Krebsart, die ebenfalls Männer und Frauen betrifft, ist der Darmkrebs mit etwa 62.900 jährlichen Neuerkrankungen. Die häufigste Krebsart bei Männern ist mit etwa 70.100 Neuerkrankungen pro Jahr der Prostatakrebs. Ungefähr 4.600 Frauen erkranken jedes Jahr an Gebärmutterhalskrebs.

Brustkrebs wird jährlich bei circa 75.200 Frauen, aber auch bei 600 Männern neu diagnostiziert. Damit zählt diese Krebsart zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen. Nach Angaben der Deutschen Krebshilfe erkrankt im Durchschnitt eine von acht Frauen im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs.

Krebs ist nicht immer eine altersbedingte Erkrankung

Zwar gehört Brustkrebs, wie Prostatakrebs oder Darmkrebs, zu einer Krebsart, bei der das Erkrankungsrisiko statistisch gesehen mit dem Alter zunimmt. Allerdings kann nie ausgeschlossen werden, dass eine Krebserkrankung nicht bereits schon in jungen Jahren auftritt. Daher werden viele Vorsorgeuntersuchungen bereits ab dem 20. oder 30. Lebensjahr und bei einer erblichen Vorbelastung sogar noch früher angeboten.

Jede vierte an Brustkrebs erkrankte Frau ist bei der Diagnosestellung beispielsweise noch keine 55 Jahre, jede zehnte keine 45 Jahre alt.

Von den knapp 1,5 Millionen Menschen, die 2012 wegen eines Krebsleidens in einem Krankenhaus behandelt wurden, waren mehr als 49.300 unter 25 Jahre, rund 80.100 Personen zwischen 25 und 44 Jahre und etwa 181.800 zwischen 45 und 55 Jahre alt. 321.900 stationär behandelte Krebspatienten waren zwischen 55 und 65 Jahre, 458.400 zwischen 65 und 75 Jahre und 403.500 Krebskranke älter als 75 Jahre alt.

Welche Früherkennungs-Untersuchungen kostenlos sind

Die Krebs-Früherkennungs-Untersuchungen haben das Ziel, Tumore aufzuspüren, wenn sie noch sehr klein sind. Denn dann ist der Krebs nach Aussagen von Experten oftmals gut heilbar und es können zum Teil für den Patienten verträglichere Behandlungen durchgeführt werden, als wenn sich bereits Tochtergeschwülste gebildet haben.

Derzeit werden von den gesetzlichen Krankenkassen folgende Krebs-Früherkennungs-Maßnahmen kostenlos angeboten:

  • Männer und Frauen können ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre an einem Hautkrebs-Screening teilnehmen. Im Alter zwischen 50 bis 55 Jahren ist im Rahmen einer Darmkrebsvorsorge ein jährlicher Stuhl-Bluttest möglich. Ab dem 55. Lebensjahr besteht ein Anspruch auf eine kostenlose Darmspiegelung, die nach zehn Jahren wiederholt wird. Wer die Darmspiegelung nicht durchführen lassen kann oder will, kann alternativ alle zwei Jahre einen Stuhl-Bluttest durchführen lassen.

  • Männern steht neben den genannten allgemeinen Früherkennungstests ab dem 45. Lebensjahr eine kostenlose Untersuchung der Prostata sowie des äußeren Genitals zu.

  • Frauen können ab dem 20. Lebensjahr zusätzlich zu den allgemeinen Früherkennungstests eine jährliche Untersuchung der inneren und äußeren Geschlechtsorgane sowie ab dem 30. Lebensjahr eine zusätzliche Tastuntersuchung der Brust in Anspruch nehmen. Zwischen dem 50. bis 69. Lebensjahr haben Patientinnen zudem alle zwei Jahre Anspruch auf die Teilnahme an einem Mammographie-Screening.

Übrigens: Auch privat Krankenversicherte haben Anspruch auf die genannten Früherkennungs-Maßnahmen. Viele private Krankenversicherungen bieten darüber hinaus noch umfassendere Vorsorgeuntersuchungen als die gesetzlich vorgeschriebenen an.

Hilfen und Informationen

Umfangreiche Informationen zur Krebsvorbeugung, zur Früherkennung, aber auch für Krebskranke und deren Angehörige gibt es unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 4203040 beim Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums. Außerdem bietet die Deutschen Krebshilfe e.V. einen persönlichen Informations- und Beratungsdienst unter der Telefonnummer 0228 7299095 und als E-Mail-Service (beratungsdienst@krebshilfe.de) an.

Weitere News zum Thema

  • Seit 1.1.2017: Höhere Arbeitgeberzuschüsse für privat Krankenversicherte

    [] (verpd) Durch die Änderung der Beitragsbemessungsgrenzen der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung zum 1. Januar 2017 hat sich auch die Zuschusshöhe, die ein Arbeitgeber seinem privat krankenversicherten Arbeitnehmer zahlen muss, erhöht. Auch der Anstieg des Beitragssatzes der gesetzlichen Pflegeversicherung führte zu der Erhöhung des Arbeitgeberzuschusses. mehr

  • Viele Bundesbürger fühlen sich gesundheitlich eingeschränkt

    [] (verpd) Im europäischen Durchschnitt gibt rund jeder Vierte, in Deutschland jeder Fünfte an, mit lang andauernden gesundheitlichen Einschränkungen bei alltäglichen Verrichtungen konfrontiert zu sein. Wie die Daten der europäischen Statistik zeigen, sinkt im Allgemeinen der Anteil der Betroffenen mit steigendem Einkommen. mehr

  • Damit die Hausapotheke nicht zum Risiko wird

    [] (verpd) Besonders in der Winterzeit kämpfen viele mit Schnupfen, Husten oder sonstigen Leiden. Wer hier entsprechende Arzneimittel zu Hause hat, kann schnell dagegen vorgehen. Wichtig ist jedoch nicht nur, dass die Medikamente im heimischen Medizinschrank lagern, sondern auch, dass sie nicht veraltet sind. Denn abgelaufene Arznei wirkt häufig nur noch bedingt oder gar nicht mehr und kann im schlimmsten Fall sogar gesundheitsschädlich sein. mehr

  • Damit Silvester nicht auf die Ohren geht

    [] Etwa 8.000 Menschen in Deutschland erleiden jährlich an Silvester ein Knalltrauma, weil ein Feuerwerkskörper zu dicht an ihren Ohren explodiert ist. Um Hörschäden zu vermeiden, ist Vorsicht angesagt. mehr

  • Digitaler Stress für die Augen

    [] (verpd) Das stundenlange Starren auf einem Bildschirm hat Folgen: Die Augen sind trocken, brennen oder tränen. Das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) warnt in diesem Zusammenhang vor dem Büroaugen-Syndrom. Im Extremfall ist sogar das Sehvermögen gefährdet. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.