Woran die meisten hierzulande sterben

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(verpd) Nach einer vor Kurzem veröffentlichten Statistik sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie bereits in den vergangenen Jahren die mit Abstand häufigste Todesursache in Deutschland, gefolgt von Krebsleiden. Weiter zugenommen hat nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) der Anteil der Todesfälle durch psychische und Verhaltensstörungen. Insgesamt ist jedoch ein deutlicher Rückgang der Todesfälle in Deutschland zu verzeichnen.

Die Anzahl der Todesfälle ist hierzulande in 2014 um 2,8 Prozent gesunken, nachdem die Zahl in den letzten zwei vorangegangen Jahren um zwei beziehungsweise knapp drei Jahren angestiegen ist. Dies zeigen die jüngst veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis).

Allerdings sind trotz des Rückgangs die in 2014 verzeichneten 868.400 Sterbefälle immer noch der dritthöchste Wert dieses Jahrtausends. Mehr Todesfälle gab es in der amtlichen Statistik nur in den beiden vorangegangenen Jahren, nämlich in 2013 mit knapp 894.000 und in 2012 mit fast 870.000 Verstorbenen. Die wenigsten Todesfälle gab es in diesem Jahrtausend im Jahr 2004 mit rund 818.000 Verstorbenen. Seit dem hat die Zahl der Todesfälle sogar um gut sechs Prozent zugenommen.

Herz-Kreislauf-Krankheiten bleiben häufigste Todesursache

Wie dem Destatis-Datenmaterial weiter zu entnehmen ist, spiegelt sich die steigende Lebenserwartung im durchschnittlichen Sterbealter wider. Dies ist nach Angaben des Statistischen Bundesamts innerhalb des letzten Jahrzehnts um knapp zwei auf 78,1 Jahre angestiegen.

Wie in den Vorjahren gingen 2014 die meisten Todesfälle auf Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems zurück (rund 338.000). Allerdings sank der Anteil derjenigen, die daran gestorben sind. 2012 und 2013 waren es noch rund 40 Prozent, in 2014 sank der Anteil auf unter 39 Prozent. 56 Prozent der an Herz-Kreislauf-Erkrankungen Verstorbenen waren Frauen und knapp 44 Prozent Männer. Diese Erkrankungen führen laut Destatis weiterhin insbesondere bei älteren Menschen zum Tod: 92 Prozent der an diesem Leiden Verstorbenen waren 65 Jahre oder älter.

Im Detail starben über 50.000 Menschen an einem Herzinfarkt, wie die Daten weiter zeigen. Davon waren allerdings 57 Prozent Männer und 43 Prozent Frauen. Insgesamt ist die Gesamtzahl der Herzinfarkttoten weiter rückläufig: 2012 waren es noch über 55.000, vier Jahre davor über 60.000 und 2003 sogar fast 70.000 Todesfälle aufgrund eines Herzinfarktes.

Krebsleiden unverändert zweithäufigste Todesursache

Unverändert auf dem zweiten Platz der häufigsten Todesursachen lagen Krebserkrankungen mit rund 224.000 Todesfällen, was 25,8 Prozent aller Todesfälle entspricht. Im Jahr zuvor waren es mit 25,0 Prozent anteilig noch etwas weniger. Insgesamt starben mit nicht ganz 46 Prozent deutlich weniger Frauen als Männer (über 54 Prozent) an Krebs.

Bösartige Neubildungen der Atmungs- und Verdauungsorgane waren bei Frauen wie bei Männern die am häufigsten diagnostizierten Krebsarten mit Todesfolge. Bei Frauen bleibt Brustkrebs die häufigste Einzeldiagnose, wie Destatis berichtet.

Anteil der Todesfälle wegen psychischer und Verhaltensstörungen steigt

Mit großem Abstand dahinter folgen als dritthäufigste Todesursache mit einem Anteil von 6,7 Prozent aller Verstorbenen Krankheiten des Atmungssystems. Die Zahl beziehungsweise der Anteil der Todesfälle nahm im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 6.000 auf insgesamt rund 58.600 Verstorbene ab, das waren 0,6 Prozentpunkte weniger als 2013.

An vierter Stelle der häufigsten Todesursachen liegen mit rund 38.600 Todesfällen Krankheiten des Verdauungssystems. Knapp 36.000 Todesfälle sind auf psychische Störungen und Verhaltensstörungen zurückzuführen und nehmen damit mit 4,1 Prozent aller Verstorbenen den fünften Platz bei den häufigsten Todesursachen ein. 61 Prozent aller daran Verstorbenen waren Frauen und 39 Prozent Männer, das heißt psychische Störungen und Verhaltensstörungen führen bei Frauen deutlich häufiger zum Tod als bei Männern.

Finanzielle Absicherung der Angehörigen

Wer sich darum sorgt, dass bei seinem Ableben die Angehörigen wie Ehepartner oder Kinder zumindest finanziell ausreichend abgesichert sind, sollte frühzeitig eine entsprechende Vorsorge treffen. Je früher man mit einer entsprechenden Absicherung beginnt, desto niedriger sind die Prämien.

Was die Angehörigen ohne eine zusätzliche Hinterbliebenenvorsorge im Todesfall erhalten würden und wie hoch die eventuelle Absicherungslücke ist, damit die Hinterbliebenen ihren Lebensstandard problemlos halten können, analysiert auf Wunsch ein Versicherungsexperte. Auch wer auf den ersten Blick keinen finanziellen Spielraum für eine ausreichende Hinterbliebenen-Absicherung sieht, erhält durch fachmännische Hilfe oftmals realisierbare Lösungen, die zum Teil auch staatlich gefördert werden.

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