Wieder Krankengeld für Selbstständige

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Selbstständige, die gesetzlich gegen Krankenheit versichert sind, haben seit 1.8.2009 wieder Anspruch auf Krankengeld. Voraussetzung ist, dass sie statt des ermäßigten Beitragssatzes von 14,3 Prozent wieder den vollen Beitragssatz von 14,9 Prozent auf ihren steuerpflichtigen Gewinn zahlen.

Das Krankengeld gibt es dann nach sechs Krankheitswochen (42 Arbeitsunfähigkeitstagen). Diese Regelung gilt auch für Saisonarbeitnehmer und Beschäftigte, die für weniger als zehn Wochen befristet angestellt sind.

Der Gesetzgeber hatte den Krankengeldanspruch für diese Personengruppen zu Jahresanfang gestrichen und die Krankenkassen im Gegenzug dazu verpflichtet, Wahltarife für das Krankengeld anzubieten. Diese Wahltarife galten nur bis 31.7.2009. Nun müssen sich Versicherte zwischen dem gesetzlichen Krankengeld und dem Abschluss eines neuen Wahltarifs entscheiden.

Allerdings entfallen damit auch bestimmte Gestaltungsmöglichkeiten. So konnten Selbstständige bei vielen Versicherern nicht nur den Beginn, sondern auch die Höhe der Krankengeldzahlung weitgehend frei wählen. Zudem unterschieden sich die Wahltarife für Selbstständige von denen für Arbeitnehmer.

Tipp
Von der Neuregelung profitieren vor allem ältere Selbstständige und Arbeitnehmer. Diese konnten sich zwar bislang über einen Krankengeld-Wahltarif absichern, mussten für den Schutz aber einen deutlich höheren Beitrag zahlen als jüngere Versicherte. Für die neuen Wahltarife dürfen die Kassen keine altersabhängigen Beitragszuschläge mehr verlangen.

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