Wichtiges Update für den Medizinschrank zu Hause

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(verpd) Wer Schmerzen oder sonstige Leiden hat und sich durch bewährte Medikamente, die er in der Hausapotheke gelagert hat, eine Erleichterung verspricht, sollte auch darauf vertrauen können, dass diese Arzneimittel am Tag der Einnahme in Ordnung sind. Damit dies gewährleistet wird, sollte jedoch jeder mindestens einmal im Jahr seinen Arzneimittelvorrat auf Haltbarkeit prüfen. Denn auch Medikamente tragen nicht umsonst ein Haltbarkeitsdatum.

Nach den Empfehlungen der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) sollte jeder Verbraucher wenigstens einmal jährlich nicht mehr benötigte oder unbrauchbare Medikamente und Hilfsmittel aus seiner Hausapotheke aussortieren und wenn nötig durch neue ersetzen.

Damit Laien erkennen, wann Arzneimittel unbrauchbar sind, ist auf den jeweiligen Medikamenten-Verpackungen ein Haltbarkeitsdatum aufgedruckt. Sobald dieses Datum überschritten wurde, sollten die Arzneimittel entsorgt werden, auch wenn sie äußerlich noch einwandfrei erscheinen. Die enthaltenen Wirkstoffe können sich nämlich mit der Zeit selbst bei sachgemäßer Lagerung verändern und dadurch unwirksam oder schlimmstenfalls gesundheitsgefährdend werden.

Arzneimittel und Verbandsmittel halten nicht ewig

Idealerweise sollten Arzneimittel im Originalkarton mit Beipackzettel aufbewahrt werden, da hier neben dem Ablaufdatum auch die richtige Anwendung und Dosierung vermerkt ist. Nicht mehr auffindbare Beipackzettel können zum Teil im Webauftritt des jeweiligen Arzneimittelherstellers heruntergeladen werden. Auch die Apotheken helfen laut ABDA weiter, wenn es um die richtige Anwendung der Medikamente geht.

Besonders Säfte oder Tropfen sind, wenn sie geöffnet wurden, meist nur wenige Wochen haltbar. Entsprechende Hinweise sind meist im Beipackzettel (Gebrauchsinformation) zu finden. Verkürzt sich die Haltbarkeit durch das Öffnen, ist es ratsam, das Öffnungsdatum auf der Flasche oder der Verpackung zu notieren.

Selbst Verbandsmittel sollten nur bis zum Ablauf des Haltbarkeitsdatums verwendet und danach durch neue ersetzt werden. Ist das Datum überschritten, besteht zum Beispiel bei sterilen Verbandsmitteln das Risiko, dass sie unsteril geworden sind und dadurch Infektionen an offenen Wunden verursachen könnten. Nicht selten kommt es auch vor, dass veraltete Pflaster nicht mehr auf der Haut haften und damit unbrauchbar geworden sind.

Sinnvolle Ausstattung einer Hausapotheke

Laut ABDA gehören neben individuell benötigten Arzneimitteln, auch Medikamente gegen akute Erkrankungen wie gegen Schmerzen oder Durchfall zur Grundausstattung einer vernünftigen Hausapotheke. Auch Verbandsmaterial wie Pflaster, Kompressen und Mullbinden sowie ein Fieberthermometer und eine Pinzette sollten enthalten sein.

Prinzipiell ist eine sinnvolle Ausstattung der Hausapotheke von den Lebensumständen und individuellen Bedürfnissen abhängig. Eine Familie mit kleinen Kindern benötigt zum Beispiel in der Regel andere Arznei- und Hilfsmittel als ein sportlicher Single. Im Webauftritt der ABDA zeigt eine kostenlos herunterladbare Checkliste auf, was eine vernünftig ausgestattete Hausapotheke grundsätzlich enthalten sollte.

Hilfreiche Dienste im Ernstfall bieten eine im Medizinschrank griffbereite Liste mit den wichtigsten Adressen und Telefonnummern sowie eine Erste-Hilfe-Anleitung.

Umweltbewusste Arzneimittelentsorgung

Zur umweltgerechten Entsorgung von abgelaufenen oder veralteten Medikamenten rät das Bundesministerium für Gesundheit in den jeweiligen Gebrauchsinformationen nachzulesen. Gibt es hier keine expliziten Hinweise, können diese Medikamente in den meisten Regionen in den Hausmüll geworfen werden.

Auf gar keinen Fall sollten Medikamente jedoch über den Waschbeckenabfluss oder über die Toilette entsorgt werden. Manche Gemeinden stellen zur Arzneimittelentsorgung auch spezielle Schadstoffsammelstellen oder -tonnen zur Verfügung.

Grundsätzlich gibt es in Deutschland jedoch keine einheitliche Regelung zur Entsorgung von Medikamenten. Detaillierte Informationen zur umweltbewussten Arzneimittelentsorgung je Region enthält der Webauftritt www.arzneimittelentsorgung.de der DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V., gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

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