Wenn ein Klinikaufenthalt ansteht

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(verpd) Jeder kann bereits im Vorfeld dafür sorgen, dass ein geplanter, aber auch ein ungeplanter Klinikaufenthalt so angenehm wie möglich wird.

Keiner ist davor sicher, nicht irgendwann einmal mehrere Tage oder Wochen im Krankenhaus verbringen zu müssen. Daher ist es sinnvoll, sich generell darüber Gedanken zu machen, wer sich bei einem Notfall um die Kinder, den Haushalt, die Haustiere und/oder die Zimmerpflanzen kümmert oder auch den Briefkasten leert, und dies mit den infrage kommenden Verwandten, Freunden und/oder Nachbarn abzusprechen. Wenn der Notfall eintrifft, erleichtert dies die Organisation erheblich.

Und auch sonst lassen sich mit etwas Planung viele Schwierigkeiten, die eine stationäre Behandlung mit sich bringen kann, umgehen.

Geplante stationäre Behandlung

Ist eine stationäre Behandlung im Voraus geplant, sollten der Arbeitgeber, aber auch Familie und Freunde frühzeitig über den Zeitpunkt und die Dauer des Klinikaufenthaltes informiert werden, damit sie sich darauf einstellen können. Außerdem sollte man daran denken, private und/oder berufliche Termine, die in diese Zeit fallen, zu verschieben oder abzusagen.

Alleinerziehende und Familien mit Kindern unter zwölf Jahren können unter bestimmten Voraussetzungen eine anteilige Kostenübernahme für eine Haushaltshilfe von der gesetzlichen Krankenkasse beantragen.

Ein Kriterium ist, dass ein gesetzlich krankenversichertes Elternteil ins Krankenhaus muss und keine andere im gleichen Haushalt lebende Person das Kind in dieser Zeit versorgen kann.

Was zum Anmelden wichtig ist

Damit die Aufnahme im Krankenhaus reibungslos vonstattengeht, sollte der Patient bei der Anmeldung den Einweisungsschein des Arztes und die Versichertenkarte, oder als Privatpatient den Namen und die Adresse sowie die Mitgliedsnummer der privaten Krankenversicherung vorlegen.

Zudem wird häufig nach dem Namen und der Anschrift des Hausarztes, des behandelnden Facharztes und eines nahestehenden Angehörigen oder einer bevollmächtigten Person gefragt.

Für eine optimale ärztliche Versorgung sind zudem Angaben über bestehende Allergien und Krankheiten, Vorerkrankungen und bereits durchgeführte Operationen sowie eine Liste der aktuell verwendeten Medikamente wichtig. Wer eine Patientenverfügung hat, in der beispielsweise geregelt ist, welche medizinischen Maßnahmen durchzuführen oder zu unterlassen sind, falls man als Patient nicht mehr in der Lage ist, dies selbst mitzuteilen, sollte bereits bei der Anmeldung darauf hinweisen.

Vom Kamm bis zum Schlafanzug

Aus Platzgründen empfiehlt es sich, für einen Krankenhausaufenthalt nur das Notwendigste in einer Tasche mitzunehmen. Für eine Woche Klinikaufenthalt empfehlen Experten unter anderem die Mitnahme von ausreichender Kleidung wie Unterwäsche, Socken oder Strümpfen sowie Nachtwäsche und Trainingsanzügen, einem Bademantel, einem Paar Hausschuhe sowie drei bis sechs Waschlappen und Handtüchern.

Des Weiteren sind notwendige Körperpflege- und Hygieneartikel von der Zahnbürste über das Haarshampoo bis hin zu Rasierutensilien, Kamm, Hautcreme, Föhn und Nagelpflegeset sowie persönliche Hilfsmittel wie eine Brille, eine Gehhilfe oder ein Hörgerät mitzunehmen.

Dagegen sollte auf die Mitnahme von teurem Schmuck, größeren Geldbeträgen, Auto- und Haustürschlüsseln sowie nicht regelmäßig einzunehmenden Medikamenten verzichtet werden. Müssen diese Dinge mitgeführt werden, weil beispielsweise kein Angehöriger die Schlüssel verwahren kann, sollte man die Klinikverwaltung nach einer sicheren Verwahrung für die Wertgegenstände fragen.

Kostenlose Checkliste

Inwieweit ein Smartphone im Krankenzimmer beispielsweise zum Telefonieren oder zum Internetsurfen genutzt werden darf, ist bei der jeweiligen Klinik zu erfragen.

In einigen Krankenhäusern müssen für die Benutzung von Telefon und TV spezielle Wertkarten gekauft werden. Daher ist die Mitnahme von Kleingeld sinnvoll. In den meisten Krankenhäusern gibt es zudem einen Kiosk, wo Zeitungen oder Verbrauchsartikel gekauft werden können.

Eine kostenlos herunterladbare 12-seitige Checkliste der Weisse Liste gemeinnützige GmbH, einem Projekt der Bertelsmann Stiftung und der Dachverbände großer Patienten- und Verbraucher-Organisationen, enthält weitere Tipps, was bei einem Klinikaufenthalt zu beachten ist.

Komfortable Unterbringung und individuelle Betreuung

Wer als Patient Wert auf eine möglichst komfortable Unterbringung und individuelle Betreuung legt, dem stehen in vielen Kliniken entsprechende Wahlleistungen, von einer Unterbringung in einem Einzel- statt in einem Mehrbettzimmer bis hin zur Chefarztbehandlung zur Verfügung.

Die Kosten für derartige Wahlleistungen werden von den gesetzlichen Krankenkasse in der Regel jedoch nicht übernommen.

Die private Versicherungswirtschaft bietet jedoch Lösungen an, damit auch ein gesetzlich Krankenversicherter ohne Kostenrisiko derartige Wahlleistungen in Anspruch nehmen kann. Je nach vereinbartem Tarif werden die Mehrkosten übernommen und/oder ein zusätzliches Krankenhaustagegeld bezahlt.

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