Wenn Blutverdünner regelmäßig eingenommen werden

 - 

(verpd) Blutverdünnende Arznei wird von Ärzten insbesondere als Präventivmaßnahme für herzinfarkt- und schlaganfallgefährdete Patienten zur regelmäßigen Einnahme verschrieben. Allerdings können bestimmte Nahrungsmittel und andere Medikamente die Wirkung dieser Arzneimittel verstärken oder abschwächen und dadurch die Gesundheit gefährden.

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) ist ein Verbund gemeinnütziger Einrichtungen, die per Gesetz neutral und kostenlos Bürger zu allen Gesundheitsfragen in den bundesweiten Beratungsstellen und unter der kostenfreien Servicenummer 0800 0117722 berät. Sie rät Patienten, die über längere Zeit blutverdünnende Arzneimittel einnehmen müssen, zur besonderen Vorsicht.

Wechselwirkung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten

Wer nämlich regelmäßig Blutverdünner zu sich nimmt, muss nicht nur auf Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten achten, sondern auch auf darauf, welche Nahrungsmittel er isst. Denn die Wirkung der Blutverdünner kann durch die Einnahme von bestimmten Nahrungsmitteln und/oder zum Teil sogar frei verkäuflichen Medikamenten unwissentlich verstärkt oder abgeschwächt werden. In der Folge besteht dadurch eine erhöhte Gefahr für einen Schlaganfall oder Herzinfarkt bis hin zu inneren Blutungen.

Unter anderem raten die Gesundheitsexperten des UPD, Arzneimittel mit dem klassischen blutverdünnenden Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS), der unter anderem in Aspirin enthalten ist, nicht gleichzeitig mit Schmerzmitteln, die den Wirkstoff Ibuprofen enthalten, einzunehmen. Denn dieser Arzneistoff reduziert die Wirkung von ASS.

Patienten, die Medikamente, welche die Aufnahme von Vitamin K hemmen und somit das Risiko von Blutgerinnseln reduzieren, einnehmen müssen, sollten auf Johanniskrautpräparate und Gemüse wie Blattsalat, Spinat, Brokkoli und einige Kohlsorten, die selbst viel Vitamin K enthalten, verzichten. Ansonsten wirkt die Arznei zur Verhinderung von Blutgerinnseln nur noch bedingt.

Kostenlose Arzneimittelberatung

Anders als bei Arzneimitteln mit dem Wirkstoff ASS und Vitamin-K-Hemmern sind nach Angaben des UPD bei neueren Medikamenten zur Gerinnungshemmung bislang keine Wechselwirkungen mit Nahrungsmitteln bekannt.

Wer dauerhaft Medikamente einnehmen muss, kann übrigens die verschriebenen Arzneimittel auf Wechselwirkungen mit Nahrungsmitteln oder anderen auch rezeptfreien Arzneimittel von neutralen Experten wie Ärzten, Apotheken oder dem UPD prüfen lassen. Dies empfiehlt sich immer, wenn zusätzlich zur bereits verschriebenen Arznei ein neues Medikament hinzukommt oder ein bereits regelmäßig eingenommenes durch ein anderes Arzneimittel ersetzt wird.

Die UPD bietet einen entsprechenden Arzneimittelberatungs-Dienst kostenfrei unter der Telefonnummer 0800 0117725 für Anrufer aus dem Festnetz und unter 030 34048488 für Anrufer aus dem Mobilfunknetz an. Prinzipiell sollten Patienten, die regelmäßig Arzneimittel einnehmen müssen, eine Liste der jeweiligen Medikamente für Notfälle mit sich führen.

Weitere News zum Thema

  • Welche Apotheke auch an Sonn- und Feiertagen offen ist

    [] (verpd) Apotheken haben wie andere Geschäfte auch bestimmte Öffnungszeiten. Allerdings sind viele der rund 20.000 Apotheken in Deutschland im Wechsel auch nachts sowie an Sonn- und Feiertagen geöffnet, sodass in der Regel eine ortsnahe Notversorgung mit Medikamenten gewährleistet ist. Welche Apotheke in der Umgebung zur benötigten Zeit geöffnet hat, lässt sich unter anderem über das Telefon, mithilfe eines Smartphones oder über das Internet schnell ermitteln. mehr

  • Bald wird wieder an der Uhr gedreht

    [] (verpd) Ende Oktober wird hierzulande wieder von Sommer- auf Winterzeit umgestellt. Bei vielen stellt sich die innere Uhr jedoch nicht so schnell auf die geänderte Uhrzeit um, was zu gesundheitlichen Beschwerden führen kann. Diese Probleme lassen sich jedoch mit den richtigen Maßnahmen abmildern. mehr

  • Die nächste Grippewelle kommt

    [] (verpd) Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist jedes Jahr auch in Deutschland mit einer Grippewelle zu rechnen. Sie tritt häufig in der kalten Jahreszeit auf. Wer rechtzeitig vorsorgt und bestimmte Verhaltensmaßnahmen beachtet, hat gute Aussichten, von einer Grippe verschont zu bleiben. mehr

  • Wechsel in private Krankenversicherung wird 2018 schwerer

    [] (verpd) Im kommenden Jahr steigt nach einem jüngsten Beschluss des Bundeskabinetts die sogenannte Versicherungspflicht-Grenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Damit wird für Arbeitnehmer der Wechsel zur privaten Krankenversicherung weiter erschwert und ist ab Januar 2018 erst ab einem monatlichen Einkommen von über 4.950 Euro möglich. mehr

  • Rauchen aufhören, Lebenszeit gewinnen

    [] (verpd) In Deutschland ist laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die Zahl der Raucher seit rund 30 Jahren leicht rücklaufig, dennoch rauchen immer noch über 16 Millionen Erwachsene regelmäßig. Dabei verringert sich die Lebenserwartung eines Rauchers drastisch. Selbst wer weniger als zehn Zigaretten pro Tag konsumiert, lebt statistisch im Schnitt fünf Jahre kürzer im Vergleich zu einem Nichtraucher. Es lohnt sich also, mit dem Rauchen aufzuhören, zumal dieses Laster ein kleines Vermögen kostet. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.