Wechsel der Kranken- und Pflegekasse: Das sollten Sie beachten

 - 

Wer mit seiner Kasse in Zeiten der Berufstätigkeit oder auch im Ruhestand unzufrieden ist, kann problemlos wechseln. Sie kündigen schriftlich mit einer Frist von zwei Monaten zum Ende des Kalendermonats.

Beispiel:

Wer zum 1.4. seine Kasse wechseln möchte, muss spätestens bis zum 31.1. kündigen.

Grundsätzlich steht gesetzlich Versicherten die ganze Breite der Krankenkassen zur Auswahl:

  • die Krankenkasse, bei der Sie zuletzt versichert waren,

  • die Krankenkasse Ihres Ehepartners,

  • die AOK Ihres Wohnorts,

  • eine Ersatzkasse,

  • eine Betriebskrankenkasse,

  • eine Innungskrankenkasse.

Nach der Wahl einer neuen Krankenkasse sind Sie im Allgemeinen mindestens 18 Monate an diese Kasse gebunden. Wenn Sie an bestimmten Wahltarifen teilnehmen, gelten abweichende, oft also längere Bindungsfristen als 18 Monate. Haben Sie sich für einen Wahltarif Ihrer Krankenkasse entschieden, können Sie die Mitgliedschaft frühestens zum Ablauf der für diesen Wahltarif geltenden Mindestbindungsfrist kündigen, oftmals nach 24 Monaten.

Ein Sonderkündigungsrecht gibt es, wenn eine Krankenkasse erstmalig einen Zusatzbeitrag erhebt, einen bereits erhobenen Zusatzbeitrag erhöht oder eine bisher ausgezahlte Prämie kürzt. Die Sonderkündigung kann in diesen Fällen bis zur erstmaligen Fälligkeit oder der erstmaligen erhöhten Fälligkeit des Zusatzbeitrags erfolgen bzw. der verminderten oder ganz gestrichenen Rückzahlung.

Die Kündigungsfrist beträgt auch bei Sonderkündigung zwei Monate zum Monatsende. Der Zusatzbeitrag bzw. der erhöhte Zusatzbeitrag braucht während der Kündigungsfrist bei Sonderkündigungen nicht mehr bezahlt werden.

Die von Ihnen gewählte neue Krankenkasse darf Ihre Mitgliedschaft nicht ablehnen, auch nicht wegen bereits vorliegender Erkrankungen. Das ist gerade für Ruheständler sehr wichtig.

Familienversicherte sind stets bei der Krankenkasse versichert, der das Mitglied selbst angehört. Und die Pflegekasse folgt generell der Zugehörigkeit zur Krankenkasse. Wer etwa bei der Techniker Krankenkasse versichert ist, ist automatisch auch bei der Techniker Pflegekasse versichert.

Weitere News zum Thema

  • Krankenkassen haben Milliardenüberschuss

    [] Nach den ersten drei Quartalen 2017 konnten die gesetzlichen Krankenkassen einen Überschuss von rund 2,5 Milliarden Euro ausweisen, wie die vorläufigen Finanzergebnisse aus dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zeigen. Alle Kassenarten lagen im Plus. Die Ausgaben stiegen vergleichsweise moderat an. mehr

  • Gesetzliche Krankenversicherung: Geringe Beitragsentlastung

    [] Nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit wird der vom Arbeitnehmer alleine zu tragende Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im Durchschnitt sinken. Allerdings werden Gutverdiener aufgrund der Erhöhung bestimmter Sozialversicherungs-Werte dennoch mehr zahlen müssen als bisher. Zudem wird der Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung schwerer. mehr

  • Neues für Selbstständige mit geringem Einkommen

    [] Wie das Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) jüngst mitteilte, gibt es ab 2018 eine Änderung bei der Festlegung der Beiträge für Selbstständige, die in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versichert sind. Zudem steigt der Mindestbeitrag. Experten warnen bereits seit Längerem vor einer Überforderung von gering verdienenden Selbstständigen durch überhöhte Mindestbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). mehr

  • Gefährliches Spielzeug und riskante sonstige Produkte

    [] Nicht jedes Spielzeug oder Kinderzimmer-Möbelstück ist auch wirklich für Kinder geeignet. Ein Webportal zeigt, worauf man bei den einzelnen Produktarten achten sollte, um das Unfallrisiko minimal zu halten und die Gesundheit des Kindes nicht zu gefährden, aber auch, welche einzelnen Produkte bereits als gefährlich eingestuft wurden. mehr

  • Damit PC und Smartphone nicht zu Augenleiden führen

    [] Viele, die fast jeden Tag stundenlang auf einen Monitor blicken, egal ob es sich dabei um einen Computerbildschirm oder ein Smartphone-Display handelt, leiden irgendwann unter gereizten, geröteten, lichtempfindlichen und/oder juckenden Augen. Bei manchen verschlechtert sich sogar die Sehstärke. Wie sich solche Beschwerden verhindern lassen. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.