Was gesetzlich Krankenversicherte befürchten

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(verpd) 2015 soll der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gemäß der aktuellen Gesundheitsreform auf 14,6 Prozent sinken. Dennoch erwarten die gesetzlich Krankenversicherten nicht nur, dass es zu keiner sinkenden Kostenbelastung kommt, sondern sie rechnen sogar mit weiteren Verschlechterungen.

Im Rahmen des jüngst verabschiedeten Gesetzes zur Weiterentwicklung der Finanzstruktur und der Qualität in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-FQWG) wurde eine Beitragssenkung von 15,5 Prozent auf 14,6 Prozent beschlossen. Bisher teilte sich der Beitrag wie folgt: Arbeitgeber 7,3 Prozent und der Arbeitnehmer 8,2 Prozent. Ab 2015 sollen Arbeitnehmer und Arbeitgeber jeweils 7,3 Prozent tragen. Jedoch sind zusätzlich auch kassenindividuelle Zusatzbeiträge für die Versicherten, nicht jedoch für die Arbeitgeber, möglich.

Eine Studie des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Heute und Morgen GmbH zeigt, dass die Mehrheit der gesetzlich Krankenversicherten mit Zusatzbeiträgen rechnet, was letztendlich dazu führt, dass es keine Preisvergünstigung gibt. Zwar begrüßen laut der Umfrage zur Studie 73 Prozent der Befragten die Beitragssenkung auf 14,6 Prozent, doch gleichzeitig erwarten 49 Prozent, dass es nicht dabei bleiben wird.

Versicherte fürchten Leistungskürzungen

65 Prozent der Befragten fürchten sogar Leistungskürzungen. Die Option der Zusatzbeiträge finden 69 Prozent „sehr negativ“ oder „eher negativ“. Ebenfalls negativ beurteilen 54 Prozent der Befragten, dass der Arbeitgeberanteil in Zukunft festgeschrieben und nicht mehr erhöht wird. „Generell erwartet eine Mehrheit der Bundesbürger, dass es künftig wieder einen stärkeren Wettbewerb unter Krankenkassen geben wird, der GKV-Markt zugleich aber wieder unübersichtlicher wird“, so der Studienherausgeber.

Wer unabhängig von den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung sichergehen möchte, dass bestimmte Kranken- und Pflegebehandlungen übernommen werden, kann auch als gesetzlich Krankenversicherter privat vorsorgen. Mit einer privaten Krankenzusatz-Versicherung lassen sich nämlich Gesundheitskosten, die ein GKV-Versicherter normalerweise selbst tragen muss, abfedern.

Derartige Ergänzungspolicen gibt es unter anderem für Leistungen in den Bereichen Brillen, Heilpraktiker, Zahnarzt und Zahnersatz, sowie für den Eigenanteil von verordneten Arznei-, Verbands- und Heilmitteln wie Massagen. Auch bei stationären Behandlungen lassen sich Wunschleistungen wie Einzelzimmer-Unterbringung oder Chefarztbehandlung mit einer Zusatzabsicherung verwirklichen.

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