Warum Bewegung auch für Senioren wichtig ist

 - 

(verpd) Nach Angaben von Gesundheitsexperten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wirken sich geeignete Sport- und Bewegungsaktivitäten positiv auf die körperliche und die psychische Gesundheit aus. Dennoch bewegen sich die Deutschen in allen Altersgruppen, vor allem jedoch im höheren Alter, zu selten.

Durch die gestiegene Lebenserwartung haben Männer mit Erreichen des 60. Lebensjahres heutzutage statistisch gesehen noch weitere 21,3 Jahre vor sich. Bei den Frauen sind es sogar fast 25 Jahre. Die Zahl der Menschen über 65 Jahre hat sich im Vergleich zu 1990 deutschlandweit um fünf Millionen erhöht, das entspricht einem Anstieg um 42 Prozent. Derzeit sind 21 Prozent der Bevölkerung 65 Jahre alt, oder älter. Im Jahr 2030 werden es rund 28 Millionen und damit fast 37 Prozent sein.

Ein Ziel der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Hinblick auf die weitersteigende Lebenserwartung ist es, dazu beizutragen, dass Frauen und Männer die gewonnenen Lebensjahre bei möglichst guter Gesundheit und in möglichst hoher Lebensqualität verbringen können. „Von großer Bedeutung ist hier die Bewegung. Bewegung ist der am besten untersuchte Schutzfaktor der hilft, vielen Krankheiten vorzubeugen“, so die Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Prof. Dr. Elisabeth Pott.

Präventivmaßnahme gegen Krankheiten und Sturzgefahr

Nach aktuellen Studien sind nur etwa 50 Prozent der 55- bis 69-Jährigen ein- oder mehrmals wöchentlich sportlich aktiv. Nach neueren Forschungen sind jedoch Menschen bis ins hohe Alter trainierbar. Selbst Präventionsmaßnahmen, die erst im Alter einsetzen, sind sinnvoll. Denn auch dann wirken sich regelmäßige körperliche Aktivitäten nach Angaben des BZgA erwiesenermaßen positiv auf Gesundheit, Mobilität und Selbstständigkeit aus. Damit lässt sich beispielsweise auch das Risiko für Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes mellitus Typ 2 und Osteoporose senken.

Etwa 33 Prozent der ab 65-Jährigen und rund die Hälfte der ab 80-Jährigen stürzen mindestens einmal im Jahr. Zehn bis 20 Prozent dieser Sturzunfälle haben schwere Verletzungen wie Knochenbrüche zur Folge. Die Experten der BZgA betonten, dass körperliche Aktivitäten die Muskelkraft, Beweglichkeit, Balance stärken und dementsprechend vor Stürzen schützen – und deswegen gerade im Alter besonders wichtig sind.

Prof. Pott nennt noch weitere Vorteile, die für eine regelmäßige Bewegung sprechen: „Ein weiterer wichtiger und nicht zu unterschätzender Aspekt ist, dass Sport und Bewegungsaktivitäten auch Spaß machen. Sie verbinden Menschen miteinander und fördern soziale Kontakte. Neben den beliebten und häufig selbst organisierten Bewegungsaktivitäten wie Wandern, Schwimmen und Fahrradfahren gibt es zahlreiche Angebote von Sportvereinen oder Volkshochschulen.“

Informationen für eine dauerhafte Gesundheit

Die Direktorin der BZgA hebt hervor: „Es gibt viele Gelegenheiten sich auch im Alltag mehr zu bewegen. Kleine Besorgungen können zum Beispiel zu Fuß oder sogar mit dem Fahrrad erledigt werden. Wenn es der Gesundheitszustand erlaubt, sollte der Aufzug vermieden und die Treppe genutzt werden. Aber auch Spaziergänge auf geeigneten Gehwegen – ideal im Grünen – tragen zur Gesundheit bei.“

Prinzipiell sollte die Art und Intensität der körperlichen Aktivitäten im Vorfeld mit dem Arzt, in der Regel dem Hausarzt, besprochen werden. Allgemeine Informationen zum Thema „Gesundes Alter“ sind über das BZgA-Portal www.gesund-aktiv-aelter-werden.de zu finden.

Spezielles Hintergrundwissen zum Thema Sport, Fitness und Bewegung können unter www.frauengesundheitsportal.de und www.maennergesundheitsportal.de abgerufen werden.

Weitere News zum Thema

  • Krankenkassen erzielen erneut Milliardenüberschuss

    [] (verpd) Die gesetzlichen Krankenkassen haben das erste Halbjahr 2017 mit einem Überschuss von gut 1,4 Milliarden Euro abgeschlossen, wie die vorläufigen Finanzergebnisse aus dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zeigen. Alle Kassenarten mit Ausnahme der Landwirtschaftlichen Krankenversicherung lagen im Plus. Die Ausgaben stiegen zudem weniger stark als von Experten prognostiziert. mehr

  • Immer mehr Patienten in immer weniger Krankenhäuser

    [] (verpd) Statistisch gesehen gab es letztes Jahr fast 16 Prozent mehr Krankenhauspatienten als noch vor zehn Jahren. Im gleichen Zeitraum hat sich die Anzahl der Krankenhäuser um mehr als sieben Prozent reduziert. Und damit ist auch die Zahl der zur Verfügung stehenden Krankenhausbetten zurückgegangen. Dies geht aus den aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes hervor. mehr

  • Gegen unnötigen Zahnverlust

    [] (verpd) Nach Angaben der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) leiden mehr als 20 Prozent der Erwachsenen ab 35 Jahren an einer schweren und damit auch dringend behandlungsbedürftigen Form von Parodontitis. Diese chronische Zahnbettentzündung zerstört Gewebe sowie Knochen und kann am Ende sogar zum Zahnverlust führen. mehr

  • KVdR: Kaum ist ein Problem gelöst, tauchen zwei neue auf

    [] Mit der Neuregelung zur Anrechnung von Kindererziehungszeiten zur Pflichtmitgliedschaft in der Krankenversicherung der Rentner (KVdR), die am 1.8.2017 in Kraft trat, wurde eine wichtige Lücke geschlossen. Dadurch erhalten mehr Rentnerinnen Zugang zur meist günstigeren KVdR-Mitgliedschaft. Doch die Krankenkassen versuchen nun mit allen Mitteln, auf ihre Kosten zu kommen. mehr

  • Für eine möglichst sichere Arzneimitteleinnahme

    [] (verpd) Wie man bestimmte Medikamente einnehmen muss, auf was es zu achten gilt und wann eine Medikamenteneinnahme beendet werden sollte, darüber informiert nicht nur der Arzt und der Apotheker, sondern auch der Beipackzettel – und es lohnt sich durchaus, hier nachzulesen. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.