Vorsorge durch den Chef muss nicht als geldwerter Vorteil versteuert werden

 - 

Die Gesundheit der leitenden Angestellten ist für den Arbeitgeber besonders wichtig. So wichtig, dass er ggf. die Kosten für die Vorsorgeuntersuchungen der Betroffenen übernimmt. Das rief in Düsseldorf den Fiskus auf den Plan.

Das zuständige Finanzamt sah die Aufwendungen des Arbeitgebers als geldwerten Vorteil für die Beschäftigten an und wollte diese besteuern. Zu Unrecht, wie das Finanzgericht Düsseldorf in einer Entscheidung vom 30.9.2009 befand (Az. 15 K 2727/08 L).

Das klagende Unternehmen hatte seinen etwa 180 leitenden Angestellten seit 1993 in einem Zweijahres-Turnus die kostenlose Teilnahme an einem Gesundheits-Check angeboten. Die Teilnahme hieran war freiwillig. Deshalb betrachtete das Finanzamt die hierfür aufgewendeten Mittel als geldwerten Vorteil und somit als zu versteuernden Arbeitslohn.

Dem folgte das Düsseldorfer Finanzgericht nicht. Hätte das Unternehmen die Untersuchung nicht gezahlt, so wäre die Krankenkasse der Betroffenen hierfür aufgekommen. Mithin hätte die Untersuchung für die Betroffenen gar keinen wirtschaftlichen Wert gehabt. Von geldwertem Vorteil könne deshalb keine Rede sein.

Darüber hinaus habe die Firma die Untersuchung aus wirtschaftlichem Eigeninteresse angeboten. Dies ergebe sich bereits daraus, dass der Check lediglich Führungskräften angeboten worden sei, die schwerer zu ersetzen seien als andere Mitarbeiter.

Weitere News zum Thema

  • Krankenkassen haben Milliardenüberschuss

    [] Nach den ersten drei Quartalen 2017 konnten die gesetzlichen Krankenkassen einen Überschuss von rund 2,5 Milliarden Euro ausweisen, wie die vorläufigen Finanzergebnisse aus dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zeigen. Alle Kassenarten lagen im Plus. Die Ausgaben stiegen vergleichsweise moderat an. mehr

  • Gesetzliche Krankenversicherung: Geringe Beitragsentlastung

    [] Nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit wird der vom Arbeitnehmer alleine zu tragende Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im Durchschnitt sinken. Allerdings werden Gutverdiener aufgrund der Erhöhung bestimmter Sozialversicherungs-Werte dennoch mehr zahlen müssen als bisher. Zudem wird der Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung schwerer. mehr

  • Neues für Selbstständige mit geringem Einkommen

    [] Wie das Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) jüngst mitteilte, gibt es ab 2018 eine Änderung bei der Festlegung der Beiträge für Selbstständige, die in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versichert sind. Zudem steigt der Mindestbeitrag. Experten warnen bereits seit Längerem vor einer Überforderung von gering verdienenden Selbstständigen durch überhöhte Mindestbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). mehr

  • Gefährliches Spielzeug und riskante sonstige Produkte

    [] Nicht jedes Spielzeug oder Kinderzimmer-Möbelstück ist auch wirklich für Kinder geeignet. Ein Webportal zeigt, worauf man bei den einzelnen Produktarten achten sollte, um das Unfallrisiko minimal zu halten und die Gesundheit des Kindes nicht zu gefährden, aber auch, welche einzelnen Produkte bereits als gefährlich eingestuft wurden. mehr

  • Damit PC und Smartphone nicht zu Augenleiden führen

    [] Viele, die fast jeden Tag stundenlang auf einen Monitor blicken, egal ob es sich dabei um einen Computerbildschirm oder ein Smartphone-Display handelt, leiden irgendwann unter gereizten, geröteten, lichtempfindlichen und/oder juckenden Augen. Bei manchen verschlechtert sich sogar die Sehstärke. Wie sich solche Beschwerden verhindern lassen. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.