Von der privaten Krankenversicherung profitieren

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(verpd) Arbeitnehmer, die von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln wollen, um die Vorzüge einer privaten Krankenversicherung zu nutzen, müssen ein Bruttoeinkommen haben, das dauerhaft über der Versicherungspflicht-Grenze liegt.

Die Höhe dieser Grenze wurde zum 1.1.2015 angehoben. Es gibt allerdings auch noch andere Wege, um Anspruch auf die besseren Leistungen einer privaten Krankenversicherung zu haben.

Privat Krankenversicherte genießen im Vergleich zu gesetzlich Krankenversicherten je nach Vertragsgestaltung zahlreiche Vorteile. Zu nennen sind hier unter anderem eine freie Arzt- und Krankenhauswahl, eine bessere Kostenerstattung für Medikamente, Zahnersatz und Heilmittel und auch eine komfortablere Unterbringung bei einer stationären Behandlung. Selbstständige, Freiberufler und Beamte können jederzeit und unabhängig von einer Einkommensgrenze von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln.

Im Gegensatz dazu muss ein Arbeitnehmer einen Bruttoverdienst aufweisen, der mindestens ein Jahr lang über der sogenannten Versicherungspflicht-Grenze, auch Jahresarbeitsentgelt-Grenze genannt, liegt. Entsprechend der Verordnung über die Sozialversicherungs-Rechengrößen 2015 wurde die Versicherungspflicht-Grenze (Jahresarbeitsentgelt-Grenze) in der Krankenversicherung von bisher 53.550 € im Jahr 2014 auf 54.900 € für das Jahr 2015 angehoben.

Wann ein Wechsel für einen Arbeitnehmer möglich ist

Das Ende der gesetzlichen Versicherungspflicht tritt erst mit Ablauf des Kalenderjahres ein, in dem die Versicherungspflicht-Grenze überschritten wird. Ein Arbeitnehmer, der am Ende des Jahres 2014 einen Bruttojahresverdienst von mehr als 53.550 € hatte, und welcher auch in 2015 mehr als die aktuell geltende Jahresarbeitsentgelt-Grenze von 54.900 € übersteigt, kann dementsprechend im Laufe des Jahres 2015 in die private Krankenversicherung wechseln.

Zum Bruttojahresverdienst, um die Versicherungspflicht-Grenze zu erreichen, zählen regelmäßige Gehaltsbestandteile, also beispielsweise neben dem Grundgehalt auch regelmäßige Zahlungen von Weihnachts- und Urlaubsgeld, vermögenswirksame Leistungen oder regelmäßig gezahlte Zulagen. Bonuszahlungen, Familienzuschläge wie Kindergeld, Fahrkostenersatz oder einmalige Sonderzahlungen sind jedoch nicht auf die Jahresarbeitsentgelt-Grenze anzurechnen.

Ergänzungsschutz für gesetzliche Krankenversicherte

Doch auch wer bis auf Weiteres gesetzlich krankenversicherungs-pflichtig bleiben möchte oder muss, kann von den besseren Leistungen einer privaten Krankenzusatz-Versicherung profitieren, wenn er eine entsprechende Police abgeschlossen hat. Diese werden für den stationären und den ambulanten Bereich sowie für Behandlungen beim Zahnarzt von privaten Krankenversicherern als Ergänzung zur gesetzlichen Krankenversicherung angeboten.

Eine private Krankenzusatz-Police bietet je nach Vertragsvereinbarung zum Beispiel eine freie Wahl zwischen Heilpraktikern oder Ärzten mit oder ohne Kassenzulassung oder eine Krankenhaus-Unterbringung in einem Ein- oder Zweibettzimmer mit Chefarztbehandlung. Je Leistungsvereinbarung ist auch die Übernahme von Mehrkosten für Medikamente, Behandlungen und Hilfsmittel wie Brillen oder Hörgeräte, welche die gesetzliche Krankenkasse teilweise oder gar nicht zahlt, möglich.

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