Testen Sie selbst: Kommen Sie in die KVdR

 - 

Rentner zahlen weniger Krankenversicherungsbeiträge, wenn sie in der gesetzlichen Krankenversicherung für Rentner (KVdR) pflichtversichert sind.

Im Folgenden finden Sie einen kurzen Leitfaden, wie Sie feststellen, ob Sie die Aufnahmebedingungen der KVdR erfüllen:

1. Wann waren Sie erstmals in Ihrem Leben erwerbstätig?

Als Erwerbstätigkeit zählen auch Zeiten der betrieblichen Berufsausbildung (Lehre) oder der Selbstständigkeit. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Tätigkeit in Deutschland oder im Ausland ausgeübt wurde.

Nicht mitgezählt werden versicherungsfreie Schüler- oder Studentenjobs sowie Zeiten des Studiums und des Grundwehr- oder Zivildienstes. Wer allerdings als Student ein vorgeschriebenes Praktikum gegen Entgelt ableistete, bei dem beginnt die Erwerbstätigkeit mit dem Tag, an dem der Betreffende sein Praktikum aufgenommen hat.

2. Wann werden Sie Rente beantragen?

Tatsächlich: Auf den Tag des Rentenantrags kommt es an und nicht auf den Tag des Renteneintritts. Hier haben Sie einen gewissen Handlungsspielraum. Sie müssen Ihren Rentenantrag nämlich nicht unbedingt sofort dann stellen, wenn Sie Rente beanspruchen können. Das können Sie vielmehr innerhalb von drei Monaten noch nachholen. Wenn Sie am 1.1.2015 Anspruch auf Altersrente haben, können Sie den Antrag hierauf also bis 31.3.2015 stellen und erhalten dennoch später rückwirkend ab 1.1.2015 Ihre Rente.

3. Rechnen Sie aus, wie viele Monate zwischen dem Eintritt ins Erwerbsleben und dem voraussichtlichen Rentenantrag liegen

Im Zweifelsfall ist eine taggenaue Rechnung erforderlich, im Normalfall dürfte jedoch die Monats-Rechnung reichen. Die Anzahl der Monate teilen Sie nun durch zwei. Nun können Sie genau ausrechnen, wann die zweite Hälfte Ihres Erwerbslebens begonnen hat.

4. Bestimmen Sie den Anteil der gesetzlichen Versicherung in der zweiten Hälfte Ihres Arbeitslebens

Als Letztes müssen Sie nun ausrechnen, wie viele Monate Sie in der zweiten Hälfte des Erwerbslebens privat oder gar nicht krankenversichert waren bzw. gesetzlich versichert waren. Teilen Sie die Anzahl der Monate mit gesetzlicher Versicherung (egal ob pflichtversichert, freiwillig versichert oder familienversichert) durch die Anzahl der Monate, die in die zweite Hälfte Ihres Erwerbslebens fallen. Wenn sich bei dieser Rechnung ergibt, dass Sie mehr als 90 % der fraglichen Zeit gesetzlich versichert waren, erfüllen Sie die Voraussetzungen zur Aufnahme in die Krankenversicherung der Rentner.

Weitere News zum Thema

  • Seit 1.1.2017: Höhere Arbeitgeberzuschüsse für privat Krankenversicherte

    [] (verpd) Durch die Änderung der Beitragsbemessungsgrenzen der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung zum 1. Januar 2017 hat sich auch die Zuschusshöhe, die ein Arbeitgeber seinem privat krankenversicherten Arbeitnehmer zahlen muss, erhöht. Auch der Anstieg des Beitragssatzes der gesetzlichen Pflegeversicherung führte zu der Erhöhung des Arbeitgeberzuschusses. mehr

  • Viele Bundesbürger fühlen sich gesundheitlich eingeschränkt

    [] (verpd) Im europäischen Durchschnitt gibt rund jeder Vierte, in Deutschland jeder Fünfte an, mit lang andauernden gesundheitlichen Einschränkungen bei alltäglichen Verrichtungen konfrontiert zu sein. Wie die Daten der europäischen Statistik zeigen, sinkt im Allgemeinen der Anteil der Betroffenen mit steigendem Einkommen. mehr

  • Krankenkassen schreiben Milliardenüberschuss

    [] (verpd) Die gesetzlichen Krankenkassen haben die ersten neun Monate 2016 mit einem Überschuss von rund 1,55 Milliarden Euro abgeschlossen, wie die vorläufigen Finanzergebnisse aus dem Bundesministerium für Gesundheit zeigen. Bis auf die Innungskrankenkassen lagen alle Kassenarten im Plus. Die Ausgaben stiegen nicht so stark wie in früheren Zeiten. mehr

  • Rund jede vierte Krankenkasse verlangt mehr

    [] 9.1.2017 (verpd) Der Grundbeitragssatz, den die gesetzlichen Krankenkassen jeweils von den gesetzlich krankenversicherten Arbeitnehmern und deren Arbeitgebern verlangen, beträgt 7,3 Prozent. Insgesamt also 14,6 Prozent. Zusätzlich können die Kassen einkommensabhängige Zusatzbeiträge erheben, die von den entsprechenden Arbeitnehmern alleine zu tragen sind. Alle Krankenkassen machen seit diesem Jahr von diesem Recht Gebrauch. mehr

  • Damit die Hausapotheke nicht zum Risiko wird

    [] (verpd) Besonders in der Winterzeit kämpfen viele mit Schnupfen, Husten oder sonstigen Leiden. Wer hier entsprechende Arzneimittel zu Hause hat, kann schnell dagegen vorgehen. Wichtig ist jedoch nicht nur, dass die Medikamente im heimischen Medizinschrank lagern, sondern auch, dass sie nicht veraltet sind. Denn abgelaufene Arznei wirkt häufig nur noch bedingt oder gar nicht mehr und kann im schlimmsten Fall sogar gesundheitsschädlich sein. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.