Terminvorteile für privat Krankenversicherte

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(verpd) Bei der Terminvergabe beim Facharzt und den Wartezeiten in den Arztpraxen sind nach den Ergebnissen mehrerer Studien Privatpatienten klar im Vorteil.

Nach den Plänen der Bundesregierung soll nun eine zentrale Terminvergabestelle dafür sorgen, dass Kassenpatienten innerhalb von vier Wochen einen Facharzttermin erhalten. Ist dies nicht möglich, soll alternativ ein Termin im Krankenhaus angeboten werden. Eine Umfrage zeigt jedoch, dass dieser Vorschlag bei den Menschen gemischte Gefühle hervorruft.

Eine zentrale Terminvergabe, wie sie die Große Koalition derzeit plant, würden nach einer Befragung, die das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) im Auftrag eines Finanzdienstleisters durchgeführt hat, zwar 45 Prozent der Bevölkerung befürworten, doch 33 Prozent sind ausdrücklich dagegen. Vor allem die freie Arztwahl sei den Menschen wichtig.

Ein klares „So nicht“ kommt von den niedergelassenen Ärzten; 83 Prozent halten eine zentrale Terminvergabe für keine gute Maßnahme. Und auch im Krankenhausbereich finden 58 Prozent der befragten Ärzte wenig Gefallen an solchen Plänen.

Erst Warten auf den Termin, dann in der Praxis

Viele Klagen von Patienten gab es den Umfrageergebnissen zufolge bei den Versuchen, überhaupt einen Termin zu bekommen. Und auch mit Termin heißt es dann häufig, sich auf sehr lange Wartezeiten einzustellen. An dieser Situation habe sich, so ein weiteres Umfrageergebnis, in den vergangenen Jahren nichts geändert. Insgesamt gaben über ein Drittel der Befragten an, mehrmals sehr lange auf einen Arzttermin gewartet zu haben. Einem weiteren knappen Fünftel ist dies zumindest einmal passiert.

Hier gingen die Erfahrungen der Versicherten in der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung deutlich auseinander, wie in dem Report hervorgehoben wird. Demnach haben fast vier von zehn gesetzlich Krankenversicherten (GKV-Versicherten) davon berichtet, mehrfach sehr lange auf einen Arzttermin gewartet zu haben. Bei den privat Krankenversicherten (PKV-Versicherten) war es lediglich rund jeder Siebte. Fast identisch war hingegen mit jeweils einem knappen Fünftel der Anteil derjenigen, die bereits einmal sehr lange auf einen Arzttermin warten mussten.

Mehrfach hatten mehr als die Hälfte der gesetzlich Versicherten sehr lange Wartezeiten in der Praxis, obwohl sie einen Termin hatten. Für IfD-Geschäftsführerin Professor Dr. Renate Köcher gehören hier Wartezeiten von einer Stunde und mehr dazu. Bei den PKV-Versicherten hat „nur“ jeder Vierte mehrfach sehr lange Wartezeiten in der Praxis erlebt.

Besserer Schutz für gesetzlich Versicherte

Wer als GKV-Versicherter eine optimale Versorgung wünscht, ohne die Mehrkosten tragen zu wollen, und sich vor sonstigen unkalkulierbaren Kosten im Krankheits- und Pflegefall schützen möchte, kann eine Zusatz- oder Ergänzungsversicherung zu seiner GKV-Absicherung abschließen.

Im stationären Bereich lassen sich beispielsweise Wunschleistungen wie Einzelzimmer-Unterbringung oder Chefarztbehandlung mit einer Krankenhaus-Zusatzversicherung verwirklichen.

Aber auch im ambulanten Bereich können GKV-Versicherte mit einer entsprechenden privaten Krankenzusatz-Versicherung Kosten, die sie normalerweise selbst tragen müssten, abfedern. Derartige Ergänzungspolicen gibt es beispielsweise für Leistungen im Bereich Zahnarzt und Zahnersatz, Heilpraktiker und Brillen sowie für den Eigenanteil von verordneten Arznei-, Verbands- und Heilmitteln wie auch Massagen.

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