Stressfrei ins Krankenhaus

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(verpd) Ein Krankenhausaufenthalt gehört in der Regel zu einem der weniger erfreulichen, aber leider oftmals notwendigen Dingen, die einen im Leben treffen. Bestimmte Maßnahmen können, wenn es die Lage zulässt, jedoch bereits im Vorfeld unternommen werden, damit die stationäre Behandlung so angenehm wie möglich wird.

Um Ärger zu vermeiden und sein Umfeld nicht zu sehr zu beunruhigen, ist es wichtig, den Arbeitgeber und nahe Angehörige bereits vor der stationären Behandlung über den Zeitpunkt und die Dauer des Klinikaufenthaltes zu informieren. Private oder berufliche Termine, die in diese Zeit fallen, sollten zudem vorab verschoben oder abgesagt werden.

Wer Zimmerpflanzen und/oder Haustiere hat, kann frühzeitig dafür sorgen, dass diese beispielsweise durch Familienangehörige, Bekannte oder Nachbarn versorgt werden. Sinnvoll ist es zudem, jemanden zu beauftragen, den Postkasten regelmäßig zu entleeren und mögliche Postzustellungen entgegenzunehmen. Das verhindert, dass andere – insbesondere Einbrecher – bemerken, dass vorübergehend keiner in der Wohnung oder im Haus ist.

Kinder allein zu Hause

Übrigens: Anspruch auf eine Haushaltshilfe besteht, wenn ein gesetzlich krankenversicherter Elternteil eines Kindes ins Krankenhaus muss und der andere Elternteil oder eine andere im gleichen Haushalt lebende Person nicht für das Kind sorgen kann. Voraussetzung ist jedoch, dass das Kind jünger als zwölf Jahre ist.

Wenn der andere Elternteil oder ein Angehöriger die Betreuung selbst übernehmen möchte und dafür unbezahlten Urlaub nimmt, besteht oftmals die Möglichkeit, dass die gesetzliche Krankenkasse den Verdienstausfall ganz oder teilweise ersetzt.

Anders als bei einer Erkrankung des Kindes ist der Arbeitgeber in diesem Fall jedoch nicht gesetzlich verpflichtet, unbezahlten Urlaub zu genehmigen. Zudem sollte man grundsätzlich vorher bei der gesetzlichen Krankenkasse nachfragen, bis zu welcher Höhe die Kosten übernommen werden.

Problemlose Anmeldung

Als Patient sollte man bei der Anmeldung ins Krankenhaus wenn möglich folgende Unterlagen dabei haben, damit die stationäre Aufnahme möglichst reibungslos und stressfrei verläuft: Einweisungsschein des Arztes und die Versichertenkarte, oder als Privatpatient Name, Adresse und Mitgliedsnummer der privaten Krankenversicherung.

Bei einer eventuell bestehenden Krankenhaus-Zusatzversicherung sind zudem die Angaben wie Versicherungsart, Versicherungsnummer und Name des Versicherers wichtig. Verlangt werden häufig auch der Name und die Anschrift des Hausarztes und des behandelnden Facharztes sowie Name und Telefonnummer eines nahestehenden Angehörigen oder einer bevollmächtigten Person.

Meist wird auch nach Art und Zeitpunkt von bereits durchgeführten Operationen oder Krankenhausbehandlungen gefragt. Zur Unterstützung einer optimalen ärztliche Versorgung sollten vorhandene Röntgenbilder, Laborbefunde, Arztberichte, der Impfpass, bekannte Allergien und Krankheiten sowie persönliche Medikamente oder eine entsprechende Medikamentenliste bei der Anmeldung angegeben werden.

Schnelle Eingewöhnung

Bestimmte Dinge sollten bereits am Aufnahmetag mitgebracht werden, um ein problemloses Einleben in den Krankenhausalltag zu gewährleisten. Aus Platzgründen ist es zweckmäßig, die dafür notwendigen alltäglichen und persönlichen Bedarfsgegenstände in einer Sporttasche einzupacken.

Für eine Woche Klinikaufenthalt empfiehlt sich die Mitnahme von beispielsweise vier Nachthemden oder Schlafanzügen, einem Bademantel, je einem Paar Hausschuhe und fester Schuhe, Unterwäsche und Socken oder Strümpfen für acht Tage, drei Waschlappen und vier bis sechs Handtüchern.

Zu den notwendigen Badartikeln zählen Zahnbürste, -creme und -becher, Reinigungstabletten für Gebissträger, Seife, Shampoo, Gesichts- und Hautcreme, verordnete Heil- und Hilfsmittel, Kamm oder Bürste, eventuell Haarbänder oder -spangen, Föhn, Nagelpflegeset und Papiertaschentücher. Männer sollten zudem ihre Rasierutensilien wie Rasierschaum, -pinsel und -klingen oder Rasierapparat mit Reinigungsbürste nicht vergessen. Frauen müssten eventuell noch Binden beziehungsweise Tampons mit einpacken.

Was mit soll und was besser nicht

In den meisten Krankenhäusern gibt es beispielsweise einen Kiosk, wo Patienten sich mit Zeitungen oder Verbrauchsartikeln wie Zahncreme eindecken können. In einigen Krankenhäusern müssen für die Benutzung von Telefon und TV zudem spezielle Wertkarten gekauft werden. Daher ist die Mitnahme von Kleingeld sinnvoll.

Nicht zu vergessen sind außerdem persönliche Gegenstände wie die Brille und/oder das Hörgerät, Schreibzeug, Armbanduhr und eventuell das private Telefon- und Adressbuch. Bücher, Zeitungen und Rätselhefte können zudem gegen Langeweile helfen. Ist der Patient ein Kind, empfiehlt es sich, ein Kuscheltier sowie kleine Spiele mit einzupacken.

Nicht ratsam für einen stationären Aufenthalt ist die Mitnahme von teurem Schmuck, größeren Geldbeträgen, Auto- und Haustürschlüsseln sowie nicht regelmäßig einzunehmenden Medikamenten. Müssen diese Dinge mitgeführt werden, weil beispielsweise kein Angehöriger die Schlüssel verwahren kann, sollte die Klinikverwaltung nach einer sicheren Verwahrung für die Wertgegenstände gefragt werden.

Für einen höheren Komfort

Wer als gesetzlich Krankenversicherter ohne eigenes finanzielles Risiko sichergehen will, dass er auch als Klinikpatient optimal behandelt und komfortabel untergebracht wird, sollte, noch bevor ein Krankenhausaufenthalt geplant ist, an eine Krankenhauszusatz-Versicherung denken. Je nach vereinbartem Tarif übernimmt diese beispielsweise die privatärztliche Behandlung durch Chefärzte oder andere Spezialisten und/oder die Unterbringung in einem Ein- oder Zweibettzimmer.

Eine Krankenhaustagegeld-Versicherung vergütet dem Versicherten für jeden Tag, an dem er stationär behandelt wurde, einen vorher festgelegten Betrag. Damit könnte er unter anderem durch den Klinikaufenthalt zusätzlich anfallende Kosten, wie die gesetzlich vorgeschriebene Krankenhauszuzahlung von zehn Euro pro Tag für maximal 28 Tage, aber auch Telefonkosten oder Versorgungskosten von Haustieren bestreiten.

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