Sonnenschutz ist unabdingbar

Sonnenschutz ist unabdingbar

 - 

(verpd) Ohne die Sonne ist ein Leben auf der Erde schlicht nicht vorstellbar. Sie ermöglicht Pflanzen die Energiegewinnung über die Photosynthese und ist auch für Menschen notwendig, da die Sonne unter anderem für die Psyche und den Vitamin-D-Haushalt wichtig ist. Doch der Aufenthalt in der Sonne, birgt auch Gefahren, da die von der Sonne ausgehende UV-Strahlung ein großer Risikofaktor für Hautkrebs ist.

Jeder Sonnenbrand ist bereits einer zu viel. Nach dem "Bericht zum Krebsgeschehen in Deutschland 2016", herausgeben vom Robert Koch Institut, erkrankten 2013 100.600 Frauen und 111.000 Männer an Basalzell- und Plattenepithel-Karzinomen (weißer Hautkrebs). Zudem wurden bei 10.470 Frauen sowie 10.940 Männern ein malignes Melanom (schwarzer Hauptkrebs) festgestellt. Zusammen erkrankten also rund 233.000 Menschen an Hautkrebs. Hochrechnungen vom Institut für Krebsepidemiologie e.V. (IKE) sprechen sogar von bis zu 290.691 Neuerkrankungen für 2014.

Die Anzahl der Erkrankungen ist laut IKE von 2013 auf 2014 um rund zehn Prozent gestiegen. Laut der Deutschen Krebshilfe erkranken mittlerweile jedes Jahr bereits 36.000 Menschen an dem besonders lebensgefährlichen schwarzen Hautkrebs. Außerdem werden die Menschen, die erkranken, immer jünger: Vor 30 Jahren erkrankten die meisten im sechsten Lebensjahrzent, mittlerweile ist es jetzt bereits das vierten bis fünften Lebensjahrzehnt. Auch eine Erkrankung an schwarzem Hautkrebs bei 20-Jährigen sei bereits keine Seltenheit mehr.

Private Krankenversicherung im Alter. Bescheid wissen, zahlt sich aus.

Problemfall UV-Strahlung

Die energiereiche ultraviolette (UV-)Strahlung im natürlichen Sonnenlicht beziehungsweise in künstlicher Form von Solarien abgegeben, ist das Problem. Sie kann unter anderem das Erbgut der Hautzellen schädigen und damit zu Hautkrebs führen. Dabei erhöht jeder Sonnenbrand das Hautkrebsrisiko, doch die Strahlung schädigt selbst schon in geringer Dosis die Erbsubstanz, also noch bevor es überhaupt zu einer Rötung der Haut kommt, warnt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Deshalb gilt es die Haut vor diesen Strahlen zu schützen.

Die Experten des Zentrums für Krebsregisterdaten (ZfKD) im Robert Koch-Institut raten, die starke Sonne der Mittagszeit zu vermeiden, Kleidung und Kopfbedeckung zu tragen, die Augen zu schützen und eine Sonnencreme zu verwenden. Für Kinder wird mindestens der Lichtschutzfaktor (LSF) 30, für Jugendliche und Erwachsene mindestens LSF 20 und für Menschen mit empfindlicher Haut LSF 50 oder höher empfohlen. Wie stark auf einer Skala von eins bis elf die UV-Strahlung ist, kann dem UV-Index (UVI) entnommen werden. Dabei gilt: Je höher der Wert, desto mehr Strahlung und desto größer ist das Risiko.

Viele Tageszeitungen und regionale Wetterberichte veröffentlichen den UVI. Außerdem informiert das BfS von April bis September über die regionalen UVI-Werte, wobei die höchsten Werte zur Mittagszeit zwischen 11 und 15 Uhr zu erwarten sind. Bedenken sollte man, dass beispielsweise Wasser oder auch Schnee die UV-Strahlung reflektieren, was die Intensität noch verstärkt.

Die wichtigsten Fragen zum Thema "Pflege" beantworten Praxisexperten in unserem aktuellen Ratgeber Der Pflegefall droht: Entscheidungen treffen, Vermögen schützen und Ansprüche durchsetzen.

Kinder besonders gefährdet

Grundsätzlich sollten Babys, also Kinder unter einem Jahr, überhaupt nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden und auch bei Kleinkindern und Kindern ist Vorsicht geboten. Studien zeigen nämlich, dass Personen, die als Kind häufig in der Sonne waren und dabei auch Sonnenbrände hatten, ein deutlich erhöhtes Risiko haben, an Hautkrebs zu erkranken.

Deshalb ist ein effektiver Sonnenschutz für Kinder durch Kleidung, Kopfbedeckung, Augenschutz sowie eine Sonnenschutzcreme mit einem entsprechend hohen LSF unabdingbar. Übrigens übernehmen seit dem Jahr 2008 die gesetzlichen Krankenkassen für Personen ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre die Kosten für eine Früherkennung des Hautkrebses (Screening), dabei wird auch nach Vorstufen und Frühstadien gesucht.

Ein Hautkrebs kann überall entstehen, also nicht nur an Stellen, die der Sonne besonders ausgesetzt waren. Je früher ein solcher erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Manche private Krankenversicherung und gesetzliche Krankenkasse trägt sogar die Kosten für ein jährliches Screening oder auch für jüngere Personen.

Was ändert sich ab 60plus? Dieser kompetente Ratgeber gibt Ihnen Sicherheit bei Finanzen, Versicherungen, Altersvorsorge und Pflege.

Weitere News zum Thema

  • Krankenkassen haben Milliardenüberschuss

    [] Nach den ersten drei Quartalen 2017 konnten die gesetzlichen Krankenkassen einen Überschuss von rund 2,5 Milliarden Euro ausweisen, wie die vorläufigen Finanzergebnisse aus dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zeigen. Alle Kassenarten lagen im Plus. Die Ausgaben stiegen vergleichsweise moderat an. mehr

  • Gesetzliche Krankenversicherung: Geringe Beitragsentlastung

    [] Nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit wird der vom Arbeitnehmer alleine zu tragende Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im Durchschnitt sinken. Allerdings werden Gutverdiener aufgrund der Erhöhung bestimmter Sozialversicherungs-Werte dennoch mehr zahlen müssen als bisher. Zudem wird der Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung schwerer. mehr

  • Neues für Selbstständige mit geringem Einkommen

    [] Wie das Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) jüngst mitteilte, gibt es ab 2018 eine Änderung bei der Festlegung der Beiträge für Selbstständige, die in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versichert sind. Zudem steigt der Mindestbeitrag. Experten warnen bereits seit Längerem vor einer Überforderung von gering verdienenden Selbstständigen durch überhöhte Mindestbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). mehr

  • Gefährliches Spielzeug und riskante sonstige Produkte

    [] Nicht jedes Spielzeug oder Kinderzimmer-Möbelstück ist auch wirklich für Kinder geeignet. Ein Webportal zeigt, worauf man bei den einzelnen Produktarten achten sollte, um das Unfallrisiko minimal zu halten und die Gesundheit des Kindes nicht zu gefährden, aber auch, welche einzelnen Produkte bereits als gefährlich eingestuft wurden. mehr

  • Damit PC und Smartphone nicht zu Augenleiden führen

    [] Viele, die fast jeden Tag stundenlang auf einen Monitor blicken, egal ob es sich dabei um einen Computerbildschirm oder ein Smartphone-Display handelt, leiden irgendwann unter gereizten, geröteten, lichtempfindlichen und/oder juckenden Augen. Bei manchen verschlechtert sich sogar die Sehstärke. Wie sich solche Beschwerden verhindern lassen. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.