So wird die Büroarbeit nicht zum Gesundheitsrisiko

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(verpd) Wer längere Zeit am Bildschirm arbeitet, sollte bei der Arbeitsplatzgestaltung, aber auch bei der Tätigkeit selbst auf seine Gesundheit achten. Anderenfalls kann es schnell zu gesundheitlichen Beschwerden, wie Müdigkeit, Haltungsschäden, Muskelverspannungen und Augenbeschwerden kommen.

Es gibt zahlreiche Gründe, warum viele Beschäftigte, die häufig Bildschirmarbeiten verrichten, unter diversen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Muskel-Skelett-Erkrankungen und Sehstörungen leiden. Zu den häufigsten Ursachen gehören eine falsche Sitzposition vor dem Bildschirm sowie zu wenig Pausen und körperliche Bewegung während der Arbeit.

Umfassende Informationen, wie die Arbeit am Bildschirm nicht zum Gesundheitsrisiko wird, gibt es unter anderem in den Webauftritten der Gesellschaft Arbeit und Ergonomie - online e.V., der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft.

Von der richtigen Sitzposition ...

Nach Angaben der Gesundheitsexperten beugt beispielsweise eine gute Sitzposition gesundheitlichen Problemen wie Rücken- und Kopfschmerzen, die auch zu Langzeitschäden führen können, vor. Die Sitzfläche des Bürostuhls sollte dazu ungefähr in Höhe der Kniekehlenhöhle sein, sodass die Ober- und Unterschenkel einen rechten Winkel bilden.

Zudem sollte der Beschäftigte komplett und nicht nur auf dem vorderen Teil des Stuhles sitzen. Die Lendenwirbelstütze sollte dabei in Gürtelhöhe sein und die Füße ganzflächig auf dem Boden aufliegen können.

Sinnvoll ist eine bewegliche Rückenlehne, da sie etwas mehr Bewegung beim Sitzen ermöglicht. Sie sollte laut Gesundheitsexperten so eingestellt sein, dass sie den Bewegungen des Oberkörpers folgt, ohne nach vorne zu drücken oder keinen Halt nach hinten zu bieten. Empfehlenswert ist zudem eine Armauflage am Stuhl. Diese sollte auf die Höhe des Ellenbogens eingestellt sein, sodass der Ober- und Unterarm einen rechten Winkel ergeben.

... über die passende Tischhöhe ...

Auch die Höhe des Arbeitstisches ist wichtig. Damit man mit flach aufliegenden Handballen und somit im Schulter- und Nackenbereich entspannt auf der Tastatur arbeiten kann, sollte der Tisch beziehungsweise die Tastaturauflage auf der gleichen Höhe wie die des Ellenbogens eingestellt sein.

Bei einem richtig positionierten Tisch hängen die Oberarme beim Arbeiten am PC locker herab und Unterarm und Ellenbogen bilden bei der Bedienung der Tastatur einen 90-Grad-Winkel.

Die Tastatur sollte circa zehn bis 15 Zentimeter von der vorderen Tischkante entfernt sein, da so die Handballen in Eingabepausen entlastet sowie die Schulter- und Nackenmuskulatur entspannt werden.

... bis hin zum ergonomisch aufgestellten Bildschirm

Laut Gesundheitsexperten sollte der Bildschirm mindestens 60 Zentimeter von vorhandenen Fenstern entfernt sein und der Beschäftigte parallel zur Fensterfläche auf den Monitor blicken, um Spiegelungen und Blendungen zu vermieden.

Der empfohlene Abstand zwischen Monitor und Augen liegt je nach Bildschirmgröße zwischen 50 bis 90 Zentimeter. Beispielsweise sollte bei einer Monitorgröße von 15 Zoll der Sehabstand 50 Zentimeter, bei 19 Zoll 80 Zentimeter und bei 21 Zoll 90 Zentimeter betragen.

Wer den Kopf beim Blick auf den Monitor häufig drehen oder neigen muss, handelt sich schnell Nackenverspannungen ein. Daher sollte der Monitor zentral im Blickfeld des Beschäftigten stehen und die oberste Bildzeile des Monitors unterhalb der Augenhöhe liegen. Die Größe der Schriftzeichen ist bei einem Sehabstand von 50 Zentimetern so einzustellen, dass die Buchstaben mehr als drei Millimeter hoch sind.

Gesundheitsbewusst arbeiten

Doch auch der Beschäftigte kann beim Arbeiten gesundheitsbewusst handeln. Wer häufig die Sitzhaltung verändert und immer wieder zwischendurch aufsteht, entlastet seinen Rücken und beugt schmerzhaften Verspannungen vor. Experten empfehlen diesbezüglich, jede Stunde eine fünfminütige Bildschirmpause einzulegen und auch nicht zu lesen, sondern andere Arbeiten wie Kopierarbeiten oder notwendige Telefonate zu erledigen. Hilfreich sind zudem regelmäßige Pausen für kurze Lockerungsübungen der Wirbelsäulen-, Nacken-, Schulter- und Armmuskulatur.

Nicht selten klagen Computernutzer über Augenbeschwerden. Der Grund: Ein ständig konzentrierter Blick auf den Bildschirm verringert die normale Lidschlagfrequenz von rund 20- bis 25-mal pro Minute auf teils nur noch vier- bis neunmal. Dadurch wird die Linse nicht mehr ausreichend mit Tränenflüssigkeit benetzt, was zu trockenen, brennenden sowie juckenden Augen führen kann.

Dieses Risiko lässt sich vermindern, wenn man seinen Blick immer wieder in die Ferne, zum Beispiel aus dem Fenster, schweifen lässt sowie längere Texte ausgedruckt auf Papier und nicht am Bildschirm liest. Sinnvoll ist es zudem, bewusst häufiger bei der Arbeit zu blinzeln, um trockenen Augen vorzubeugen.

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