So viele Menschen haben noch keine Krankenversicherung

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(verpd) Die Anzahl der nicht krankenversicherten Deutschen ist zurückgegangen, lag aber in 2011 laut Statistischem Bundesamt bezogen auf die Gesamtbevölkerung noch bei 0,2 Prozent. Davon waren zwei Drittel Männer. Die Nichtversichertenquote lag bei Selbstständigen, Erwerbslosen und jüngeren Menschen höher als in der Gesamtbevölkerung.

Im vergangenen Jahr waren immer noch mindestens 137.000 Personen ohne Krankenversicherungs-Schutz. Dies ergab eine aktuelle Erhebung des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Die Zahl nahm zwar gegenüber 2007 um 30 Prozent ab, ist aber immer noch erschreckend hoch. In Deutschland gilt seit dem 1.1.2009 für alle Menschen die Pflicht, sich vor Krankheit abzusichern.

Destatis ermittelte die Daten aus den alle vier Jahre im Rahmen der großen Haushaltsbefragung (Mikrozensus) erhaltenen Auskünfte. Keine Angaben zur Krankenversicherung machten weitere 252.000 Personen.

Vor allem Selbstständige ohne Versicherungsschutz

Von den Personen ohne Krankenversicherung waren knapp zwei Drittel (62 Prozent) Männer. Neben den 85.000 nicht versicherten Männern waren 52.000 Frauen ohne Krankenversicherungs-Schutz. Im Vergleich zum Jahr 2007 ging die Zahl der nicht krankenversicherten Männer mit 36 Prozent deutlich stärker zurück als bei Frauen mit 17 Prozent.

Bezogen auf die Gesamtbevölkerung waren Destatis zufolge lediglich weniger als 0,2 Prozent nicht krankenversichert. Bei den Selbstständigen (einschließlich mithelfender Familienangehöriger) ist diese Quote aber viermal so hoch und gegenüber 2007 unverändert geblieben. Eine Nichtversichertenquote von ebenfalls 0,8 Prozent weisen Erwerbslose auf. Als erwerbslos gelten dabei Personen, die aktiv nach einer Arbeitsstelle suchen und auch kurzfristig für die Aufnahme einer Beschäftigung zur Verfügung stehen.

Absicherung für jedermann

Bemerkenswert sei auch, dass vor allem jüngere Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren keinen Krankenschutz hätten, stellte Destatis fest. Hier liegt die Quote mit 1,7 Prozent noch deutlich höher.

Je nach familiärer und beruflicher Situation ist eine kostenlose gesetzliche Absicherung oder auch ein günstiger beziehungsweise im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ein umfassenderer Krankenschutz bei einem privaten Krankenversicherer möglich. Auch Erweiterungen des bestehenden GKV-Schutzes mit Leistungen, die die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht übernehmen, wie Behandlungen beim Heilpraktiker, werden von der privaten Versicherungswirtschaft angeboten.

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