So sparen Sie bei der privaten Krankenversicherung

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Die Gesundheitskosten steigen. Doch mit einem Wechsel des Versicherers kommt man oft nicht viel günstiger weg. Welche Möglichkeiten gibt es zu sparen, ohne schlechtere Leistungen in Kauf nehmen zu müssen?

Zum Jahresbeginn haben einige Gesellschaften der privaten Krankenversicherung die Prämien um bis zu 30 Prozent angehoben. Für 2011 ist ein ähnlicher Schock zu erwarten. Damit erreichen die monatlichen Gesundheitskosten schwindelerregende Höhen.

Doch eine Kündigung ist in der Regel keine gute Idee. Denn durch ein höheres Alter ist auch beim neuen Versicherer meist eine hohe Prämie zu erwarten. Ferner gehen die Altersrückstellungen verloren, und die Rückkehr in die gesetzliche Kasse ist zumeist auch nicht möglich. Doch es gibt Möglichkeiten, die Prämien zu drücken.

Wer in seinem Vertrag wie in einer Art Baukasten verschiedene Leistungen kombiniert hat, sollte darüber nachdenken, ob er bestimmte Leistungen in Zukunft herausnimmt, um Prämie zu sparen. So kann der Verzicht auf die Unterbringung im Einzelzimmer eine Prämienersparnis von 10 Euro bis 50 Euro im Monat ausmachen. Doch sollten Leistungskürzungen nicht dazu führen, den Schutz der privaten Versicherung ganz aufzugeben.

Sparen durch Tarifwechsel

Darüber hinaus gibt es bei den einzelnen Versicherungsgesellschaften natürlich nicht nur den einen Tarif, in dem man versichert ist. Die meisten Versicherungen bieten verschiedene Tarifmodelle an, deren Leistungsumfang auch sehr unterschiedlich ist. Ein Wechsel in einen anderen Tarif kann immer dann sinnvoll sein, wenn man dort für weniger Prämie zumindest ähnlich gute Leistungen bekommt.

Möglich ist das durchaus, man sollte nur darauf achten, nicht um der Prämienersparnis Willen in einem Billigtarif zu landen, dessen Leistungen gerade einmal auf dem Niveau der gesetzlichen Kassen sind. Zu bedenken ist dabei, dass ein Wechsel zurück in einen Tarif mit besseren Leistungen kaum möglich ist. Wenn man zurückwechseln will, darf der Versicherer eine erneute Gesundheitsprüfung verlangen und die kann zu kräftigen Prämienaufschlägen führen.

Selbstbehalt prüfen

Natürlich ist auch ein höherer Selbstbehalt eine Option, um die Prämie zu verringern. Versicherte erklären sich damit bereit, für Arztbesuche und Medikamente einen bestimmten Betrag jährlich aus eigener Tasche zu zahlen. Dafür sinkt die Versicherungsprämie. Doch sinnvoll ist ein erhöhter Selbstbehalt natürlich nur, wenn man am Ende insgesamt weniger zahlt, obwohl man einen Teil der Medikamente und Arztbesuche aus eigener Tasche zahlen muss. Wer 300 Euro Selbstbehalt vereinbart, muss im Monat schon mindestens 25 Euro Prämie sparen. Sonst zahlt man in Jahren mit vielen Arztbesuchen drauf.

Standardtarif für Rentner

Als Rentner kann man sparen, wenn man von der normalen privaten Krankenvollversicherung in den Standardtarif wechselt. Die Ersparnis kann in vielen Fällen bis zu 30 Prozent der jetzigen Prämie ausmachen. Dafür sinken die Leistungen aber auch auf das Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung – ein Schritt, der deshalb gut überlegt sein sollte.

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