Sicherheit bei der Behandlung mit Medikamenten

Sicherheit bei der Behandlung mit Medikamenten

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Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat gemeinsam mit den Ärzten und Apothekern sowie anderen Institutionen einen Aktionsplan zur Verbesserung der Arzneimitteltherapie-Sicherheit ins Leben gerufen. Im Rahmen dieser Maßnahme wurde kürzlich ein Merkblatt mit acht Tipps für eine sichere Behandlung mit Medikamenten für die Verbraucher herausgegeben.

Gesundheitsexperten schätzen, dass rund die Hälfte aller Patienten sich nicht an die ärztlichen Anweisungen und Empfehlungen zur Einnahme verordneter Medikamente hält. Viele nehmen die Arznei zum falschen Zeitpunkt, in falscher Dosierung, in Kombination mit ungeeigneten Getränken oder auch gar nicht ein.

Die Auswirkungen sind vielfältig. Entweder wirken die Arzneien nicht wie vorgesehen – oder unerwünschte Nebenwirkungen bis hin zu bleibenden Gesundheitsschäden sind die Folge.

Tipps
  • Jeder Patient sollte eine Liste über alle  Arzneimittel mitführen, die er derzeit einnimmt oder anwendet– auch die rezeptfreien. Diese Liste sollte bei jedem Arztbesuch vorgelegt werden. Zudem sollte sie auch dem Apotheker gezeigt werden, wenn ein Rezept eingelöst oder ein verschreibungsfreies Medikament gekauft wird.
  • Alle Hinweise zur Einnahme oder Anwendung der Arzneimittel sind zu beachten. Wichtig sind unter anderem die verordnete Dosierung und die Einnahmedauer. Auch der Zeitpunkt, wann die Medikamente zu sich genommen werden sollten – z.B. vor, zum oder nach dem Essen – und eventuell mit welcher Flüssigkeit, ist oftmals für die Wirkung und Verträglichkeit entscheidend.
  • Sind nicht alle Informationen,des Beipackzettels, Arztes oder Apothekers verständlich, sollte unbedingt nochmals nachgefragt werden. Verursacht die Arznei Beschwerden, die nicht bereits in der Packungsbeilage aufgeführt und dem Patienten erklärt wurden, sollte der Arzt oder Apotheker informiert werden.
  • Treten zusätzliche akute Erkrankungen während einer Dauertherapie auf, sollte das mit dem Arzt besprochen werden. In vielen Fällen besteht für den Arzt und Apotheker eine gesetzliche Verpflichtung, ein preisgünstigeres Arzneimittel als das bisher gewohnte bei gleichem Wirkstoff zu verordnen beziehungsweise abzugeben. Bestehen Unklarheiten diesbezüglich, sollte das mit dem Arzt oder Apotheker besprochen werden.

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