Schulabschluss – und dann?

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(verpd) Nach Angaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung werden dieses Jahr über 837.000 Jugendliche ihre Schulzeit hinter sich lassen. Unentschlossene finden in zahlreichen Webportalen von staatlichen Organisationen Tipps und Infos bei der Suche nach dem richtigen Ausbildungsweg. Diejenigen, die nicht sofort mit einer Ausbildung beginnen möchten, können sich unter anderem über die diversen Angebote der sozialen oder sonstigen allgemeinnützigen freiwilligen Dienste informieren.

Für alle Schulabgänger stellt sich die Frage, welchen beruflichen Weg sie künftig gehen möchten. Manche wissen es bereits, wenn sie ihr Abschlusszeugnis in den Händen halten, andere wollen sich nach der Schule erst eine Auszeit gönnen, um sich darüber klar zu werden.

Unterstützung zu den Fragen, wie man sein gewünschtes Ziel erreicht, oder auch, wie sich eine Auszeit sinnvoll planen lässt, geben diverse Webportale unter anderem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und von der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Von der Berufsausbildung ...

Das Webportal der BA www.planet-beruf.de richtet sich insbesondere an Jugendliche mit Hauptschulabschluss oder Mittlerer Reife sowie an deren Eltern. Der Nutzer wird hier mit Informationen, Checklisten, hilfreichen Adressen und Links bei der richtigen Berufswahl und der Suche nach einer passenden Ausbildungsstelle unterstützt. Außerdem gibt es umfassende Hinweise darüber, wie zusätzliche Einstiegs-Qualifikationen und weiterführende Schulabschlüsse erreicht werden können.

Für alle, die in diesem Jahr noch keinen Ausbildungsplatz bekommen oder grundsätzlich erst später in das Berufsleben einsteigen möchten, stehen Informationen zu den möglichen freiwilligen Diensten wie dem Bundesfreiwilligen-Dienst bereit. Auch das BMBF bietet Schulabgängern sowie Studienabbrechern mit dem Webauftritt www.praktisch-unschlagbar.de umfassende Informationen und Links zum Thema Berufswahl, Bewerbung und Ausbildung.

... bis hin zum Studium

Für Schulabgänger mit Abitur oder Fachabitur ist die Website der BA www.abi.de gedacht. Hier gibt es ebenfalls Hilfen für die richtige Berufswahl und die Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz. Zudem enthält das Portal Erläuterungen, wie sich eine geplante Auszeit nach der Schule sinnvoll nutzen lässt, beispielsweise mit einem freiwilligen Dienst, einem Praktikum oder einem Job im In- oder Ausland.

Außerdem stehen diverse Hintergrund-Informationen und Hilfen rund um das Studium bereit: von der Wahl des individuell passenden Studiums sowie des richtigen Studienortes bis hin zur Finanzierung eines Studiums, zum Beispiel mithilfe von Bafög oder Stipendien.

Nach dem passenden Ausbildungs- oder Studienplatz suchen

Unter berufenet.arbeitsagentur.de bietet die BA zudem detaillierte Erläuterungen zu über 3.200 Berufen. Sie stellt unter www.berufe.tv auch über 140 Filme zu Ausbildungs- und Studienberufen zum kostenlosen Abruf bereit. Eine umfassende Aus- und Weiterbildungs-Datenbank der BA mit fast 1,5 Millionen Bildungs- und knapp 18.900 Studienangeboten kann unter kursnet-finden.arbeitsagentur.de abgerufen werden.

Offene Lehrstellen können auf der Website jobboerse.arbeitsagentur.de gesucht werden. Eine weitere Onlinesuche nach Ausbildungsbetrieben, Anbietern von dualen Studiengängen und Ausbildungsangeboten für Zusatzqualifikationen gibt es unter www.ausbildungplus.de, einem Webportal des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Absicherungslücken erkennen

Wer nach dem Schulabschluss eine Ausbildung oder ein Studium beginnt, für ein Jahr jobbt oder auch einen freiwilligen Dienst ableistet, sollte seinen Versicherungsschutz überprüfen. Ein Versicherungsexperte kann im Rahmen eines Beratungsgesprächs beispielsweise feststellen, ob sich durch die geänderte Lebenssituation Absicherungslücken ergeben haben. Nicht in jeder Hausratversicherungs-Police der Eltern bleibt zum Beispiel das Inventar des Kindes mitversichert, wenn der Sprössling wegen einer Ausbildung oder eines Studiums in eine eigene Wohnung zieht.

Auch bei der Krankenversicherung kommt es häufig zu Änderungen. Auszubildende sind beispielsweise nicht mehr über die gesetzliche Krankenversicherung der Eltern mitversichert und können zum Ausbildungsbeginn in eine andere Krankenkasse wechseln. Bereits für Auszubildende ist es zudem wichtig, sich finanziell für den Fall abzusichern, dass sie aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalles nicht mehr ihrem angestrebten Beruf nachgehen können. Denn für Personen, die nach dem 1.1.1961 geboren wurden, gibt es keine gesetzliche Berufsunfähigkeits-Rente mehr.

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