Rückenschmerzen vermeiden

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(verpd) Diverse Studien zeigen, dass rund 80 Prozent der Bürger mindestens einmal im Leben von einem Rückenleiden geplagt wurden. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Doch es gibt je nach Krankheitsgrund diverse Therapien. Aber auch Präventionsmaßnahmen helfen, damit es gar nicht erst zu Rückenschmerzen kommt.

Nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK), einem Träger der gesetzlichen Krankenversicherung, ist fast jede zehnte Krankschreibung hierzulande auf Rückenbeschwerden zurückzuführen. Hochgerechnet auf ganz Deutschland sind dies rund 40 Millionen Krankheitstage im Jahr. „Eine Krankschreibung aufgrund von Rückenbeschwerden dauert im Schnitt 17,5 Tage und damit fünf Tage länger als eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit“, so Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK.

Die Hauptgründe für Rückenschmerzen sind in der Regel Störungen im Bereich der Muskeln, Gelenke und Bänder des Rückens, beispielsweise verursacht durch Bewegungsmangel, Fehlhaltungen, zu wenig Entspannung oder Stress. So verursacht Stress beispielsweise Verspannungen und Rückenschmerzen. Laut einer aktueller Umfrage des Marktforschungs-Instituts Forsa im Auftrag der TK haben drei von vier Erwerbstätigen mit hohem Stresslevel auch Rückenbeschwerden.

Bei akutem Schmerz

Bei akuten Schmerzen empfehlen Gesundheitsexperten beispielsweise mit Wärme und wenn möglich mit leichter Bewegung für eine Entspannung und Lockerung der Muskeln zu sorgen. Wenn nötig, können auch leichte Schmerzmittel weiterhelfen.

Die meisten Schmerztherapeuten sind der Ansicht, dass Bettruhe für die Genesung von Kreuzschmerzen eher hinderlich ist. Zudem sollten Medikamente wie Schmerzmittel es zwar ermöglichen, die Alltagsaktivitäten so gut es geht beizubehalten und für eine schnelle Mobilisierung zu sorgen. Eine alleinige oder dauerhafte medikamentöse Behandlung sei aber nicht sinnvoll.

Bei dauerhaften Schmerzen empfehlen Gesundheitsexperten oftmals eine kombinierte Heilbehandlung mit Bewegungs-, Verhaltens- und Psychotherapie. Schonende Möglichkeiten, seine Rückenmuskulatur zu stärken, sind beispielsweise Schwimmen, Radfahren oder Wandern. Einseitige Haltungen wie langes Sitzen oder Stehen gilt es zu vermeiden.

Wann ein sofortiger Arztbesuch notwendig ist

Gemäß der Deutschen Schmerzliga e.V., einer Organisation für Personen mit chronischen Schmerzen, sind die Ursachen für Rückenschmerzen sehr selten schwere Krankheiten.

Die Schmerzursachen sind bei weniger als einem Prozent der Betroffenen Krebs oder Rheuma und zwischen vier und sieben Prozent Bandscheibenvorfälle oder Einengungen des Wirbelkanals.

In diesen schweren Fällen treten neben den Rückenschmerzen häufig zusätzliche Beschwerden wie Lähmungserscheinungen von Muskeln, Taubheitsgefühle oder Schwierigkeiten beim Toilettengang auf. Wer solche Krankheitssymptome hat, sollte laut dem Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) umgehend einen Arzt konsultieren.

Umfassende Informationen

Ausführliche Informationen, wie man konkret gegen Rückenschmerzen vorgeht, bieten die Webauftritte der Vereine Deutsche Schmerzliga e.V. und Aktion Gesunder Rücken e.V. Präventive Maßnahmen gegen Rückenprobleme zeigt der Ratgeber „Prävention von Rückenbelastungen – Informationen für Beschäftigte“ auf. Dieser ist unter http://www.deinruecken.de/, einer Präventionskampagne unter anderem von Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, kostenlos herunterladbar.

Die umfassende Broschüre „Patienten-Leitlinie Kreuzschmerz“ sowie die zwei Kurzinformationen „Patienteninformation – Akuter Kreuzschmerz“ und „Patienteninformation – Chronischer Kreuzschmerz“ informieren, woher die Beschwerden kommen und wie man sie behandelt. Die Ratgeber wurden vom ÄZQ, einem gemeinsamen Institut der Bundesärztekammer (BÄK) und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, herausgegeben und können kostenlos heruntergeladen werden.

Auch bei vielen Berufsgenossenschaften wie der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie und der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft stehen online Informationen zum Thema Rückenprobleme zur Verfügung. Zudem bieten diverse private und gesetzliche Krankenversicherungen kostenlose Ratgeber hierfür an. Bei der Krankenkasse DAK-Gesundheit können Interressierte sich beispielsweise die Broschüre „Starker Rücken. Starke Leistung“ und bei der Techniker Krankenkasse den Ratgeber „Rücken“ kostenlos herunterladen.

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