Risiko im Auslandseinsatz

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(verpd) Es gibt zahlreiche Situationen, bei denen es für den einzelnen Arbeitnehmer, der im Ausland tätig ist, gefährlich werden kann, wie beispielsweise plötzlich auftretende Erdbeben, Überschwemmungen, Terroranschläge oder Unruhen.

Doch wie sind deutsche Bürger, die im Ausland beruflich tätig sind und durch ein unerwartet auftretendes Naturereignis oder durch Ausschreitungen körperlich geschädigt werden, abgesichert?

Nach Angaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung e.V. (DGUV) haben Beschäftigte, die sich vorübergehend berufsbedingt im Ausland aufhalten, unter bestimmten Voraussetzungen auch dort den Schutz der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung.

Die gesetzliche Unfallversicherung kommt, wie in Deutschland, auch hier für Körperschäden durch Arbeits-, Wegeunfälle und Berufskrankheiten auf. Die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung und damit Ansprechpartner für die Arbeitgeber und Arbeitnehmer zum Thema gesetzliche Unfallversicherung sind insbesondere die verschiedenen Berufsgenossenschaften und Unfallkassen.

Naturkatastrophen und Gewalt

In einer Mitteilung der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) ist unter anderem zu lesen: „Wer sich beruflich bedingt in einem Katastrophen-, Krisen- oder Kriegsgebiet aufhält und deshalb besonderen Gefahren ausgesetzt ist, denen er sich nicht entziehen kann, kann darüber hinaus gegen die Folgen von Naturkatastrophen oder Gewalttaten auch außerhalb der Arbeitszeit versichert sein.“

Der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung gilt für Mitarbeiter, die im Rahmen eines inländischen Beschäftigungs-Verhältnisses ins Ausland entsandt worden sind. Dabei muss die Tätigkeit im Ausland von vornherein zeitlich befristet sein. Weitergehende Details zur gesetzlichen Unfallversicherung für im Ausland arbeitende Beschäftigte gibt es als herunterladbares Merkblatt beim DGUV oder auch als Flyer vom VBG.

Unter bestimmten Voraussetzungen sind Austauschschüler, Auszubildende, Studenten und Praktikanten ebenfalls gesetzlich unfallversichert, wenn sie sich im Rahmen ihrer Ausbildung vorübergehend im Ausland aufhalten. Dies gilt nämlich dann, wenn ihr Aufenthalt dort von der heimischen Bildungseinrichtung geplant, angekündigt und durchgeführt wurde. Bei Auszubildenden kann auch eine Entsendung über den deutschen Ausbildungsbetrieb vorliegen.

Langfristige Auslandseinsätze

Längere oder unbefristete Auslandseinsätze sowie Beschäftigte, die ausschließlich für einen Auslandseinsatz eingestellt werden, sind normalerweise nicht über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert.

Allerdings kann in manchen Fällen eine gesonderte Auslands-Unfallversicherung abgeschlossen werden. Ein Arbeitgeber kann dies direkt bei der zuständigen Berufsgenossenschaft, wenn diese einen entsprechenden Versicherungsschutz nach Paragraf 140 SGB VII (Siebtes Sozialgesetzbuch) anbietet, beantragen. Allerdings stellen nicht alle Unfall-Versicherungsträger diesen Versicherungsschutz zur Verfügung.

Eine derartige Auslandsversicherung kann unter anderem bei folgenden Berufsgenossenschaften (BG) beantragt werden: BG Rohstoffe und chemische Industrie, BG Holz und Metall, BG Handel und Warenlogistik, Verwaltungs-Berufsgenossenschaft, BG Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse, BG für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege und BG der Bauwirtschaft. Umfassende Informationen zur Entsendung bietet der herunterladbare Ratgeber „Rechte und Pflichten deutscher Unternehmen gegenüber ihren Arbeitnehmern bei der Auslandentsendung“ der International SOS Foundation.

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