Problemlos ein- und durchschlafen

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(verpd) Stress, Ärger, Angst, Depressionen, körperliche Beschwerden, Schichtarbeit: Zahlreiche Gründe führen zu einer Schlafstörung.

Je nach Ursache gibt es diverse Möglichkeiten, um Ein- und Durchschlafprobleme zu vermeiden. Der Verein Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin e.V. (DGSM) bietet diesbezüglich unter anderem für diverse Personengruppen wie Senioren, Kinder und Schichtarbeiter kostenlos herunterladbare Broschüren an.

Jeder Mensch hat ein eigenes Schlafbedürfnis. In der Regel benötigen Erwachsene zwischen sechs bis neun Stunden Schlaf. Nach Angaben von Gesundheitsexperten ist ein Mensch ausgeschlafen, wenn er auch bei einer längeren sitzenden Tätigkeit nicht müde wird. Studien zeigen, dass rund die Hälfte der Erwachsenen hin und wieder Ein- oder Durchschlafprobleme hat. Gefährlich wird es jedoch, wenn man mehr als einen Monat lang an mindestens drei Nächten in der Woche Schlafstörungen hat und deswegen am Tag müde und unkonzentriert ist.

Dauerhafte Schlafprobleme können nämlich schwerwiegende körperliche und psychische Leiden verursachen. Betroffene kämpfen nicht nur mit einer dauerhaften Müdigkeit, sie sind häufig auch gereizt und ihre Konzentrations- und Leistungsfähigkeit kann sich um bis zu 70 Prozent vermindern. Des Weiteren können Schlafstörungen das Immunsystem schwächen sowie zu Depressionen, Magenproblemen, Bluthochdruck, Diabetes und Gewichtszunahme führen. Verschiedene Studien zeigen, dass Betroffene oft ein höheres Krebs- und Schlaganfallrisiko haben.

Verhaltensweisen für einen besseren Schlaf

Wer unter Schlafstörungen leidet, sollte herausfinden, was die Ursache dafür ist. Denn dementsprechend gibt es verschiedene Gegenmaßnahmen. Der Verein Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin e.V. (DGSM), dessen Mitglieder hauptsächlich Gesundheitsexperten wie Ärzte und Psychologen sind, bietet Betroffenen diesbezüglich diverse kostenlos herunterladbare Ratgeber an.

In der Broschüre „Ein- und Durchschlafprobleme“ werden beispielsweise hilfreiche Verhaltensregeln für einen gesunden Schlaf aufgeführt. Im Schlafzimmer sollte es ruhig, kühl und möglichst dunkel sein. Vor dem Zubettgehen sollten Betroffene auf Alkohol, Nikotin und üppige Mahlzeiten sowie drei bis vier Stunden vor der Schlafenszeit auf koffeinhaltige Getränke wie Kaffee oder schwarzen Tee verzichten. Gut hingegen sind regelmäßiger Sport, entspannende Schlafrituale und der Verzicht auf einen Mittagsschlaf.

Die Experten raten unter anderem, nur schlafen zu gehen, wenn man wirklich müde ist, sowie möglichst jeden Tag zur gleichen Uhrzeit aufzustehen. Weitere Ratgeberbroschüren bietet der DGSM auch für bestimmte Personengruppen wie Kinder, Frauen, Senioren oder Schichtarbeiter an.

Wann der Gang zum Arzt notwendig ist

Sollten geänderte Verhaltensmaßnahmen nicht zu einem besseren Schlaf führen und dauern die Schlafstörungen länger als vier Wochen an, ist es nach Angaben von Gesundheitsexperten sinnvoll, beim Arzt die mögliche Ursache der Schlafstörung abklären zu lassen.

Denn manchmal können auch verschriebene Medikamente oder noch nicht diagnostizierte Erkrankungen, wie beispielsweise bestehende Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder eine Schlafapnoe die Ursache für Schlafstörungen sein. Entsprechende Therapien oder die Änderung der Einnahme notwendiger Medikamente sind nur mit Rücksprache des Arztes durchzuführen.

Grundsätzlich sollten Schlafmittel nur in Ausnahmesituationen und zeitlich begrenzt eingenommen werden, denn einige haben riskante Nebenwirkungen und können zur körperlichen Abhängigkeit führen. Weitere Hintergrund-Informationen zum Thema Schlafstörungen und Tipps für einen gesunden Schlaf stehen im Webportal des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

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