Private Krankenversicherung: Treten Sie auf die Kostenbremse

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Viele Versicherte müssen jährlich Kostensteigerungen bei ihrer privaten Krankenversicherung hinnehmen. Auch wenn die betroffenen Versicherten im Fall von Beitragserhöhungen ein Kündigungsrecht haben, ist ein Wechsel meist nicht sinnvoll, weil es schwer ist, mit höherem Eintrittsalter einen günstigeren Versicherer zu finden. Privatversicherte sollten deshalb zunächst den aktuellen Versicherungsschutz auf Möglichkeiten zur Kostensenkung abklopfen.

Dazu bestehen drei Möglichkeiten:
  • Denkbar ist z.B. die Herausnahme unnötiger Leistungen, das Abspecken des vereinbarten Versicherungsschutzes. Statt des Einbettzimmers mit Chefarztbehandlung kann das Zwei- oder Mehrbettzimmer eine preisgünstigere Variante sein. Krankenhaus- oder Kurtagegeld können ersatzlos gestrichen werden. Die Erstattung beim Zahntarif kann gemindert oder ein Tarif mit Selbstbeteiligung gewählt werden.
  • Mit dem Abschluss einer Selbstbeteiligung zahlt man monatlich zwar weniger Beiträge, aber im Krankheitsfall leistet die Versicherung nur für Kosten, wenn der Selbstbehalt überschritten ist.
  • Jeder Versicherte hat ein gesetzlich geregeltes Recht auf Tarifwechsel. Das ist entweder der Wechsel von einem alten in einen neuen, preislich günstigeren Tarif oder in einen anderen Tarif mit gleichartigem Versicherungsschutz unter Anrechnung der aus dem bestehenden Vertrag erworbenen Altersrückstellungen.
Tipp
Den privaten Krankenversicherungsunternehmen sind umfangreiche Informationspflichten über das Umtarifierungsrecht im Zusammenhang mit Prämienerhöhungen auferlegt worden. Angebote zur Umtarifierung sollten Sie schriftlich anfordern und hinsichtlich des Leistungsumfangs sorgfältig vergleichen.

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