Private Krankenversicherung: Mehr als 50 Prozent teurer durch Gesundheitsreform?

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Zwei geplante Neuregelungen verteuern künftig die private Krankenversicherung (PKV): die Mitnahme der Altersrückstellungen und der Basistarif.

Ab 2009 sollen bestehende Kunden bei einem Wechsel zu einem anderen Privatversicherer die angesparten Altersrückstellungen mitnehmen können. Bislang bleiben diese Rückstellungen den nicht wechselnden Versicherten erhalten. Sie dämpften also deren Belastung. Die Mitnahme der Altersrückstellungen verteuert die PKV nach Berechnungen des Verbands der privaten Krankenversicherung in den Jahren ab 2009 um bis zu 20 Prozent.

Außerdem muss die Branche 2009 einen Basistarif auf GKV-Niveau einführen, der auch solchen Kunden offen steht, die heute in einem anderen PKV-Tarif oder gar nicht versichert sind. Das führt nach Berechnungen des Verbands der privaten Krankenversicherung bis zum Jahr 2018 zu Beitragssteigerungen von bis zu 37 Prozent.

Unser Versicherungstipp

Die genaue Höhe von Beitragssteigerungen in der PKV lässt sich derzeit nicht exakt berechnen. Aktuell steht fest, dass die Beiträge überall steigen – in der GKV wie in der PKV. Während in der PKV jedoch den Versicherten ein konstant hohes Leistungsniveau erhalten bleibt, wird der Leistungsumfang der GKV sukzessive eingeschränkt. Wenn die Beiträge wirklich so drastisch steigen sollten, könnten Privatversicherte immer noch in den Basistarif wechseln.

Abgesehen davon können auch heute schon viele privat Krankenversicherte mit einem Tarifwechsel innerhalb ihrer Versicherungsgesellschaft viel Geld sparen. Denn das Versicherungsvertragsgesetz verpflichtet die Krankenversicherer, den Wechsel in einen beitragsmäßig günstigeren, gleichartigen Tarif ohne Gesundheitsprüfung unter Mitnahme der Alterungsrückstellungen zu ermöglichen. Hintergrund: Oft wird ein einmal angebotener Tarif geschlossen, um anschließend einen neuen Tarif für jüngere und damit kostengünstigere Versichertengruppen bilden zu können. Die alten Tarife vergreisen dann, weil keine jungen Versicherten mehr nachrücken. Und sie werden dann immer teurer. Doch niemand muss in seinem alten Tarif bleiben. Sprechen Sie Ihren Krankenversicherer gezielt auf diese Möglichkeit an.

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