PKV: Beschwerden nehmen zu

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Immer mehr der 8,5 Mio. Privatpatienten in Deutschland haben Ärger mit ihrer Krankenversicherung. Private Krankenversicherer (PKV) werden immer rigoroser, wenn es um die Regulierung von Versicherungsfällen geht.

Was viele Versicherungskunden bereits am eigenen Leib zu spüren bekommen haben, schlägt sich auch beim PKV-Ombudsmann nieder. Im Jahr 2008 reichten gut 4.400 Patienten und damit 10 Prozent mehr als 2007 Beschwerde beim zuständigen Ombudsmann und Schlichter Helmut Müller ein.

Aufgrund des steigenden Kostendrucks im Gesundheitswesen ist es den Versicherern nicht mehr möglich, Kulanzleistungen in dem Umfang zu erbringen, wie das noch vor einigen Jahren der Fall war. Deshalb ist die Prüfung der Voraussetzungen, ob Leistungen als medizinisch notwendig betrachtet werden, strenger denn je. Aus diesem Bereich kommen 21 Prozent der Beschwerden.

In 17 Prozent der Fälle prüften die privaten Versicherer bei Gebührenabrechnungen, ob der Arzt die in Rechnung gestellten Behandlungen überhaupt durchgeführt hat. Ombudsmann Müller konnte im Streit zwischen Patient und Versicherung in immerhin 30 Prozent der Fälle schlichten.

Müller ist seit Ende 2007 PKV-Ombudsmann und war zuvor Präsident der Bundesaufsicht für das Versicherungswesen.

Kontaktdaten: Dr. Helmut Müller, Postfach 060222, 10052 Berlin, Telefon 01802550444. Fax 03020458931, www.pkv-ombudsmann.de.

Tipp
Für die Einleitung des Ombudsmannverfahrens müssen den Sachverhalt kurz schriftlich festhalten. Neben dem Beschwerdegrund sollte Ihr Schreiben die wichtigsten persönlichen Daten enthalten. Fügen Sie der Beschwerde außerdem Kopien aller wichtigen Unterlagen bei.

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