OLG Koblenz verbietet Werbung für Magnetfeldtherapie als unlauter

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Das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb bietet eine Handhabe gegen aggressive Werbung für IGeL-Leistungen. Das musste ein niedergelassener Arzt erfahren, der in seiner Praxis nicht invasive (also von außerhalb des Körpers erfolgende) Magnetfeldtherapie als schmerzlindernd und aktivierend für das Immunsystem anpries.

Geht nicht, befand das OLG Koblenz. Dies sei wissenschaftlich nicht belegt (Az. 9 U 1181/15). Das bedeutet: Der Arzt darf das Verfahren zwar anbieten – und schädlich ist es wohl nicht. Aber er darf es nicht anpreisen.

Ganz anders funktioniert die invasive Magnetfeldtherapie, die auch als Elektro-Osteostimulation bezeichnet wird. Hier werden zunächst Spulen mittels einer Elektrode im Rahmen einer Operation direkt mit einem Bereich des Knochens verbunden. Später wird von außen durch Anlegen eines Magnetfeldes Strom in den Spulen induziert.

Mit anderen Worten: Hier wirkt nicht das Magnetfeld selbst (das soll angeblich bei der von außen wirkenden nicht invasiven Magnetfeldtherapie der Fall sein). Vielmehr sorgt das Magnetfeld dafür, dass der Knochen über Elektroden elektrisch stimuliert wird. Dies trägt zur Verbesserung der Heilung von Knochenbrüchen, Pseudoarthrosen und gelegentlich Arthrosen bei.

Das Verfahren der invasiven Magnetfeldtherapie ist wissenschaftlich untersucht und medizinisch wirksam. Die Kosten für diese Therapie werden von gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

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