OLG Koblenz verbietet Werbung für Magnetfeldtherapie als unlauter

 - 

Das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb bietet eine Handhabe gegen aggressive Werbung für IGeL-Leistungen. Das musste ein niedergelassener Arzt erfahren, der in seiner Praxis nicht invasive (also von außerhalb des Körpers erfolgende) Magnetfeldtherapie als schmerzlindernd und aktivierend für das Immunsystem anpries.

Geht nicht, befand das OLG Koblenz. Dies sei wissenschaftlich nicht belegt (Az. 9 U 1181/15). Das bedeutet: Der Arzt darf das Verfahren zwar anbieten – und schädlich ist es wohl nicht. Aber er darf es nicht anpreisen.

Ganz anders funktioniert die invasive Magnetfeldtherapie, die auch als Elektro-Osteostimulation bezeichnet wird. Hier werden zunächst Spulen mittels einer Elektrode im Rahmen einer Operation direkt mit einem Bereich des Knochens verbunden. Später wird von außen durch Anlegen eines Magnetfeldes Strom in den Spulen induziert.

Mit anderen Worten: Hier wirkt nicht das Magnetfeld selbst (das soll angeblich bei der von außen wirkenden nicht invasiven Magnetfeldtherapie der Fall sein). Vielmehr sorgt das Magnetfeld dafür, dass der Knochen über Elektroden elektrisch stimuliert wird. Dies trägt zur Verbesserung der Heilung von Knochenbrüchen, Pseudoarthrosen und gelegentlich Arthrosen bei.

Das Verfahren der invasiven Magnetfeldtherapie ist wissenschaftlich untersucht und medizinisch wirksam. Die Kosten für diese Therapie werden von gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Weitere News zum Thema

  • Zecken: Eine tödliche Gefahr in Wald und Wiesen

    [] (verpd) Bereits im Februar und März dieses Jahres war es schon wieder so warm, dass die kleinen Blutsauger aktiv wurden. Wer glaubt, dass Zecken dabei nur im Wald lauern, der irrt, denn der Lebensraum beginnt, wie eine Studie der Universität Hohenheim zeigt, im wahrsten Sinne des Wortes direkt vor der eigenen Haustüre, nämlich im eigenen Garten – und das sogar in Gärten, die in städtischem Umfeld liegen. Grund genug, sich zu schützen. mehr

  • Für Männer ab 65: Bauchaorten-Aneurysma-Check

    [] Albert Einstein, Thomas Mann, Charles de Gaulle – sie alle sollen an einem Riss ihres Bauchaorta-Aneurysmas gestorben sein. Eine neue Vorsorgeuntersuchung für Männer ab 65 soll diese tödliche Gefahr eindämmen. mehr

  • Worauf Eltern achten sollten, damit ihr Kind gesund bleibt

    [] (verpd) Ein Internetangebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) liefert umfassende Informationen und Tipps für die gesunde Entwicklung von Kindern. Zielgruppe dieser Informationen sind alle Eltern, aber auch Personen, die mit Kindern im Alter bis zu sechs Jahren zu tun haben. mehr

  • Zu müde zum Erholen: Wenn die Grenze überschritten ist

    [] (verpd) Ein Acht-Stunden-Arbeitstag ist eine gesunde Basis. Wer länger arbeitet, muss um die zehnte Stunde herum mit einem Leistungsknick rechnen. Eine angestaute Ermüdung nach zu langer Arbeit verhindert den Erholungseffekt der Freizeit. Wer jahrelang 50 Stunden oder länger pro Woche arbeitet, setzt seine physische und psychische Gesundheit aufs Spiel. Zu diesen Ergebnissen kommt eine neue Studie der Medizinischen Universität Wien. mehr

  • Welche Leiden am häufigsten zum Klinikaufenthalt führen

    [] (verpd) Wie einer Statistik zu entnehmen ist, gibt es einige Leiden, die besonders oft im Krankenhaus behandelt werden. So ist 2015 fast jeder siebte Krankenhauspatient wegen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung ins Krankenhaus gekommen. Auch Verletzungen und Vergiftungen sowie Erkrankungen am Verdauungssystem zählen zu den anteilig häufigsten Diagnosen, die zu einem Krankenhausaufenthalt führten. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.