Ohne Frust zu mehr Fitness

 - 

(verpd) Joggen und Radeln gehören zu den Klassikern unter den Frühjahrssportarten. Zudem gibt es diverse andere sportliche Betätigungen, um wieder fit zu werden. Allen gemein ist, dass mangelndes Training der Bewegungsabläufe oder Überforderung nicht selten zu Frust und in vielen Fällen auch zu gesundheitlichen Beschwerden führen kann. Doch wer einige wenige Verhaltensweisen beachtet, kann schnell von den Vorteilen, die der Sport bietet, profitieren.

Nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit reduziert regelmäßige Bewegung nicht nur das Risiko von Übergewicht und Demenz, sondern beugt auch Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes sowie bestimmten Krebserkrankungen vor. Zudem hilft Sport präventiv gegen Rückenschmerzen, stärkt Muskeln, Sehnen, Knochen sowie Bänder und vermindert das Auftreten von Stress und Depressionen. Regelmäßig ausgeübter Sport sorgt für eine gute Kondition und verbessert insgesamt das Wohlbefinden.

Wer noch nie Sport betrieben hat oder nach längerem Bewegungsmangel wieder sportlich aktiv werden möchte, sollte nach Angaben des BMG die Trainingsdauer allerdings langsam steigern. Denn wer untrainiert ist und sofort einen Marathon laufen möchte, wird vermutlich schnell atemlos und resigniert aufgeben. Ein Grund dafür ist, dass Muskeln, Sehnen, Bänder, Gefäße, Gelenke und nicht zuletzt das Herz und der Kreislauf sich erst langsam wieder an die Belastung gewöhnen müssen.

Vorerkrankungen beachten

Bei einer Überanstrengung drohen Muskelkater und Erschöpfungszustände bis hin zu schweren Verletzungen von Muskeln, Sehnen und Bändern. Gesundheitsexperten empfehlen zudem die Trainingseinheiten so zu legen, dass man nicht unter Zeitdruck steht. Laut BMG gilt „besser länger oder locker laufen, schwimmen oder radeln als kurz und heftig“.

Wer über 35 Jahre alt und untrainiert ist, sollte sich vorher einem Gesundheitscheck bei einem Arzt unterziehen, um mögliche Gefahren, die bestimmte Sportarten bei vorhandenen Vorerkrankungen oder Beschwerden mit sich bringen könnten, auszuschließen. Zudem ist es generell sinnvoll, mit dem Arzt darüber zu sprechen, welche Sportarten für einen persönlich am sinnvollsten sind.

Insbesondere chronisch Kranke, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, sollten mit dem Arzt sprechen, ob aufgrund einer sportlichen Betätigung der Einnahmezeitpunkt und/oder die Dosis der Wirkstoffe zu ändern sind.

Das richtige Maß

Generell empfehlen Gesundheitsexperten verschiedene Sportarten abwechselnd zu trainieren. Insbesondere eine Kombination aus Ausdauersport, Krafttraining und Beweglichkeitsübungen helfen die Kondition zu verbessern. Prinzipiell wichtig sind vor jeder Trainingseinheit ein Aufwärmtraining und Dehnübungen, denn dies lockert die Muskeln, Bänder und Gelenke und verringert die Verletzungsgefahr.

In der kostenlos herunterladbaren Broschüre „Ratgeber zur Prävention und Gesundheitsförderung“ des BMG ist unter anderem neben den Themenbereichen Ernährung, Entspannung und Vorsorge ein ganzes Kapitel der Bewegung und dem Sport gewidmet. Hier wird beispielsweise empfohlen, dass sich Erwachsene pro Woche insgesamt mindestens zweieinhalb Stunden mäßig anstrengend und möglichst ausdauerorientiert bewegen oder mindestens 75 Minuten eine anstrengende körperliche Aktivität ausüben sollten.

Dabei ist es laut Gesundheitsexperten besser, die Trainingszeiten auf drei oder fünf Tage pro Woche aufzuteilen, also beispielsweise an fünf Tagen in der Woche jeweils 30 Minuten Ausdauersport zu treiben, als das gesamte Trainingspensum an einem Tag in der Woche zu absolvieren. Zudem werden an zwei Tagen in der Woche Kräftigungsübungen empfohlen.

Tipps vom Bundesministerium

Nach Angaben des BMG gilt für gesunde ältere Menschen die gleiche Faustregel wie bei Erwachsenen. Mobilitäts-eingeschränkten Personen wird empfohlen, dreimal in der Woche Kräftigungs- und Gleichgewichtsübungen auszuführen, um das Sturzrisiko zu senken.

Weitere Tipps zum Thema Sport, beispielsweise welche Trendsportarten aktuell angesagt sind, gibt es im Onlineportal www-in-form.de. Das Webportal ist ein Teil der Initiative In Form, die vom BMG zusammen mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft getragen wird.

Sie hat unter anderem das Ziel, den Bürgern hilfreiche Informationen rund um eine gesunde Lebensweise zur Verfügung zu stellen. Der Internetauftritt enthält dazu beispielsweise Hintergrundwissen und Tipps für Familien, Kinder und Jugendliche, Berufstätige und Senioren, wie sich eine gesunde Ernährung und mehr Bewegung in den Alltag integrieren lassen.

Weitere News zum Thema

  • Die häufigsten Ursachen, warum Bürger zum Arzt gehen

    [] Statistisch gesehen nimmt fast jeder Bürger im Laufe des Jahres eine ambulante ärztliche Versorgung in Anspruch, was unter anderem auch auf die empfohlenen jährlichen Gesundheits-Untersuchungen wie Krebs-Früherkennungs-Maßnahmen zurückzuführen ist. Doch es gibt noch zahlreiche andere Gründe und Leiden, warum Bürger einen Arzt konsultierten, wie eine Studie einer Krankenkasse zeigt. mehr

  • Vor welchen Krankheiten sich die meisten fürchten

    [] Die Mehrheit der Bevölkerung fühlt sich gesund. Zwar haben viele Angst, insbesondere an schweren Leiden wie Krebs oder Alzheimer zu erkranken, doch diese Furcht ist im Laufe der letzten Jahre zurückgegangen. Allerdings hat auch das eigene Engagement für einen gesunden Lebensstil abgenommen. Das sind einige Ergebnisse einer aktuellen Befragung, die im Auftrag einer gesetzlichen Krankenkasse durchgeführt wurde. mehr

  • Ohne Lebensgefahr auf die Eisfläche

    [] Die Faszination eines zugefrorenen Gewässers ist für viele hoch, denn dann ist vieles möglich, von Wintersportaktivitäten unterschiedlichster Art bis hin zu einem einfachen Spaziergang auf der Eisfläche. Doch wer sich auf das Eis wagt, sollte wissen, wann es wirklich dick genug ist, dass es einen oder mehrere Personen trägt, aber auch was zu tun ist, wenn man selbst oder ein anderer einbricht. mehr

  • Mit heiler Haut durch den Winter

    [] Mit einer trockenen, spröden, geröteten Haut – oftmals verbunden mit Juckreiz, einem Spannungsgefühl und Schuppenbildung – haben in dieser Jahreszeit viele zu kämpfen. Mit der richtigen Pflege und dem richtigen Schutz lässt sich dies vermeiden. mehr

  • Hausapotheke kontrollieren und auffüllen

    [] Ein erstes leichtes Kratzen im Hals, tränende Augen oder ein plötzlich auftretender Schnupfen lassen sich dann schnell und effektiv bekämpfen, wenn man entsprechende Medikamente im Haus hat. Natürlich dürfen die Medikamente nicht überaltert sein, denn abgelaufene Arznei wirkt unter Umständen nur bedingt oder gar nicht mehr. Oder sie kann sogar gesundheitsschädlich sein. Grund genug, insbesondere vor der Erkältungssaison die Hausapotheke zu inspizieren. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.