Nur wenige sind das ganze Jahr über gesund

 - 

(verpd) Nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) hatten die hier krankenversicherten Erwerbstätigen – insgesamt waren dies 3,9 Millionen Personen – letztes Jahr insgesamt 55 Millionen krankheitsbedingte Fehltage. Das sind 14,2 Krankentage pro gesetzlich Krankenversicherten. Allerdings ist jeder 20. Arbeitnehmer sechs Wochen oder länger krank. Betroffene müssen in diesem Fall mit Einkommenseinbußen im Vergleich zu ihrem letzten Nettogehalt rechnen, wenn sie nicht entsprechend vorgesorgt haben.

Die Techniker Krankenkasse (TK) hat die Krankenstände ihrer 3,9 Millionen gesetzlich krankenversicherten Mitglieder analysiert und festgestellt, dass 2012 insgesamt 55 Millionen krankheitsbedingte Fehltage angefallen sind. Insgesamt waren 47,7 Prozent aller bei der TK gesetzlich Krankenversicherten letztes Jahr krankgeschrieben.

Die Statistik zeigt auch, dass nicht die Kurzzeiterkrankungen von bis zu einer Woche hauptsächlich für die 55 Millionen Krankentage verantwortlich waren, sondern hauptsächlich die Krankheitsfälle mit einer Dauer von sechs Wochen oder länger.

Fast die Hälfte aller Krankheitstage entfällt auf Langzeitkranke

37,8 Prozent der Beschäftigten waren letztes Jahr bis zu drei Tage, 29,6 Prozent zwischen vier bis sieben Tage und 27,7 Prozent zwischen acht und 42 Tage krankgeschrieben. Insgesamt fünf Prozent, und damit jeder Zwanzigste, waren sechs Wochen oder länger arbeitsunfähig gemeldet.

Von den gemeldeten 55 Millionen krankheitsbedingten Fehltagen entfielen jedoch nur 5,9 Prozent auf Erkrankungen mit einer Dauer von bis zu drei Tagen, 11,2 Prozent auf eine Krankheitsdauer von vier bis sieben Tagen und 33,6 Prozent auf acht bis 42 Kranheitstage. Ganze 49,2 Prozent der Krankheitstage wurden durch Erkrankungen mit einer Dauer von 42 Wochen und länger verursacht.

Insbesondere psychische Erkrankungen verursachten die längsten Fehlzeiten und waren im Durchschnitt je Krankheitsfall für 45 Arbeitsunfähigkeits-Tage bei Männern und 42 Krankheitstage bei Frauen verantwortlich. An zweiter Stelle lagen Krebserkrankungen mit 28 Krankheitstagen bei Männern und 39 bei Frauen.

Häufige Kurzzeiterkrankungen

Zur Berechnung der Höhe des Krankengeldes bei gesetzlich Krankenversicherten wird maximal das Einkommen bis zur Beitragsbemessungs-Grenze der Krankenversicherung (monatlich 3.937,50 € in 2013 und 4.050 € in 2014) berücksichtigt. Das Gehalt oberhalb dieser Grenze wird nicht mit einbezogen.

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zahlt gesetzlich versicherten Arbeitnehmern bei einer Arbeitsunfähigkeit, die nicht unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung fällt, zudem nur für maximal 78 Wochen 70 Prozent des Bruttolohns, höchstens 90 Prozent des Nettoeinkommens.

Gut verdienende Angestellte, aber auch Selbstständige, die keine gesetzliche Absicherung haben, müssen daher bei einer längeren Arbeitsunfähigkeit mit hohen finanziellen Einbußen im Vergleich zum bisherigen Einkommen rechnen. In vielen Fällen empfiehlt sich deshalb eine Absicherung durch eine private Krankentagegeld-Versicherung, mit der sich eine solche Einkommenslücke schließen lässt.

Weitere News zum Thema

  • Seit 1.1.2017: Höhere Arbeitgeberzuschüsse für privat Krankenversicherte

    [] (verpd) Durch die Änderung der Beitragsbemessungsgrenzen der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung zum 1. Januar 2017 hat sich auch die Zuschusshöhe, die ein Arbeitgeber seinem privat krankenversicherten Arbeitnehmer zahlen muss, erhöht. Auch der Anstieg des Beitragssatzes der gesetzlichen Pflegeversicherung führte zu der Erhöhung des Arbeitgeberzuschusses. mehr

  • Viele Bundesbürger fühlen sich gesundheitlich eingeschränkt

    [] (verpd) Im europäischen Durchschnitt gibt rund jeder Vierte, in Deutschland jeder Fünfte an, mit lang andauernden gesundheitlichen Einschränkungen bei alltäglichen Verrichtungen konfrontiert zu sein. Wie die Daten der europäischen Statistik zeigen, sinkt im Allgemeinen der Anteil der Betroffenen mit steigendem Einkommen. mehr

  • Damit die Hausapotheke nicht zum Risiko wird

    [] (verpd) Besonders in der Winterzeit kämpfen viele mit Schnupfen, Husten oder sonstigen Leiden. Wer hier entsprechende Arzneimittel zu Hause hat, kann schnell dagegen vorgehen. Wichtig ist jedoch nicht nur, dass die Medikamente im heimischen Medizinschrank lagern, sondern auch, dass sie nicht veraltet sind. Denn abgelaufene Arznei wirkt häufig nur noch bedingt oder gar nicht mehr und kann im schlimmsten Fall sogar gesundheitsschädlich sein. mehr

  • Damit Silvester nicht auf die Ohren geht

    [] Etwa 8.000 Menschen in Deutschland erleiden jährlich an Silvester ein Knalltrauma, weil ein Feuerwerkskörper zu dicht an ihren Ohren explodiert ist. Um Hörschäden zu vermeiden, ist Vorsicht angesagt. mehr

  • Digitaler Stress für die Augen

    [] (verpd) Das stundenlange Starren auf einem Bildschirm hat Folgen: Die Augen sind trocken, brennen oder tränen. Das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) warnt in diesem Zusammenhang vor dem Büroaugen-Syndrom. Im Extremfall ist sogar das Sehvermögen gefährdet. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.