Neu ab 1.04.06: Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz

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Die Abkürzung AVWG für diesen Monsternamen ist auch nicht erhellender. Mit diesem Gesetz, das am 1.4.2006 in Kraft trat, soll dem ungebremsten Anstieg der Arzneimittelausgaben entgegengewirkt werden.

Das Gesetz sieht umfangreiche Regeln vor, die die Ärzte dazu anhalten sollen, Medikamente wirtschaftlicher (sprich preiswerter) zu  verschreiben. Die Pharmaindustrie soll zudem zu Preissenkungen veranlasst werden. Kern der Einsparmaßnahmen ist die Festlegung von neuen Festbeträgen.

Wie sich diese Regelungen auf die Versicherten auswirken, ist derzeit noch unklar. Im ungünstigsten Fall müssen Patienten mehr zuzahlen. Die Differenz zwischen Festbetrag und dem Abgabepreis der Apotheke trägt der Patient. Diese Form der Zuzahlungen wären auch von denjenigen zu tragen, die wegen Überschreitens der Einkommensgrenze von den Zuzahlungen befreit sind (2 % des Einkommens generell und 1 % bei chronisch Kranken, nähere Einzelheiten dazu finden Sie in den Fakten und Tipps in der Gruppe 8a1 »III. Der »Schattenbeitrag«: Leistungskürzungen und Zuzahlungen«).

Dem soll ein neues Instrument entgegenwirken. Den Kassen soll gestattet werden, mit den Herstellern Rabatte auszuhandeln. In diesem Fall müsste der Apotheker immer prüfen, ob es zwischen der jeweiligen Kasse des Versicherten und dem Medikamentenhersteller einen Vertrag gibt.

Es soll zudem die Möglichkeit eingeräumt werden, dass die Kassen auf den Eigenanteil von 5 € oder 10 € verzichten können, wenn der Patient ein Medikament wählt, das 30 % preiswerter als der Festbetrag ist. Damit soll der Patient die Möglichkeit bekommen, steuernd einzugreifen. Ob das funktioniert, darf bezweifelt werden. Als Patient müssten Sie sich schon gut auskennen. Nach einfacher unbürokratischer Handhabung sieht das alles nicht aus.

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