LSG Hessen: Anspruch auf Doppelausstattung mit Hilfsmitteln

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Versicherte haben zum Ausgleich einer Behinderung Anspruch auf Versorgung mit Hilfsmitteln, soweit sie erforderlich sind. In besonderen Fällen müssen ihnen auch zwei identische Hilfsmittel zugestanden werden.

Das hat das LSG Hessen in einem Beschluss vom 21.11.2007 entschieden (Az. L 1 KR 230/07 ER). Geklagt hatte eine damals 17-Jährige, die an Armen und Beinen gelähmt ist und nicht aus eigener Kraft sitzen oder stehen kann. Sie benötigt deshalb eine Sitzschale, die die beklagte Krankenkasse ihr auch zur Verfügung stellt.

Die Betroffene wird von ihrer Mutter gepflegt und bei Bedarf im Auto transportiert. Auch dort ist die Klägerin auf eine Sitzschale angewiesen, die die Mutter vor jeder Fahrt im Auto montieren muss. Während des Einbaus der Schale muss die Mutter die Betroffene unbetreut auf dem Boden ablegen. Das sei - so das LSG - mit der Würde der Klägerin nicht vereinbar. Deshalb sei die Doppelausstattung mit diesem Hilfsmittel hier trotz der hohen Kosten 4.500 Euro) erforderlich.

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