Krankenversicherungsbeiträge auf Renten

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Rentner müssen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zahlen – doch in unterschiedlichem Umfang. Wer als Rentner gesetzlich krankenversichert ist, muss aufpassen. Über die Höhe der Beiträge zur Krankenversicherung der Rentner (KVdR) entscheidet der Status des Rentners in der gesetzliche Krankenversicherung (GKV).

  • Wer als Rentner privat krankenversichert ist, zahlt seine KV-Beiträge weiterhin unabhängig von der Höhe seines Einkommens. Die Beitragshöhe richtet sich nach seinem vereinbarten Tarif, seinem Gesundheitszustand und der Höhe seiner Altersrückstellungen bzw. seiner zurückgelegten Beitragszeit.

  • Wer als Rentner in einer gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert ist, muss für seine gesetzliche Rente, für Versorgungsbezüge (Betriebsrente, Pension, berufsständische Versorgung) und für Einkommen aus angestellter und/oder selbstständiger Tätigkeit Beiträge an die GKV abführen (siehe die ersten drei Positionen der unten stehenden Liste).

  • Wer als Rentner freiwillig in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert ist, muss zusätzlich für Mieteinkünfte, für Kapitaleinkünfte und für private Renten und Lebensversicherungen Beiträge an die GKV abführen.

Den Status eines pflichtversicherten Mitglieds in der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) erhält ein Rentner, wenn er 90 % der zweiten Hälfte seines Arbeitslebens gesetzlich krankenversichert war. Bei Rentenantragstellung tritt die Versicherungspflicht in der KVdR nur dann ein, wenn in der Zeit von der erstmaligen Aufnahme einer Erwerbstätigkeit bis zur Rentenantragstellung (Rahmenfrist) mindestens 9/10 der zweiten Hälfte dieses Zeitraums eine Mitgliedschaft oder eine Familienversicherung bei einer Krankenkasse bestanden hat. Bei Rentnern, die im Rahmen der KVdR gesetzlich krankenversichert sind, wird der Beitragsberechnung die Höhe der jeweiligen Rente, Versorgungsbezüge und Arbeitseinkommen zugrunde gelegt. Während der Erwerbsphase muss es sich nicht um eine Pflichtmitgliedschaft in der GKV handeln. Auch die Zeiten einer freiwilligen Mitgliedschaft, z.B. wegen Überschreitens der Pflichtversicherungsverdienstgrenze, sind bei der Errechnung der Vorversicherungszeiten für die KVdR zu berücksichtigen.

Sofern ein Rentner freiwillig in der KVdR versichert ist, weil er länger als 10 % der zweiten Hälfte seines Arbeitslebens privat krankenversichert war, werden die Beiträge nach § 240 SGB V in Verbindung mit den Beitragsverfahrensgrundsätzen Selbstzahler (BVSzGs) gemäß der vollen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Mitglieds bemessen, und zwar bis zur 2014 geltenden Beitragsbemessungsgrenze von 4.050,00 € monatlich.

Reihenfolge der Einkünfte, die zur Beitragsbemessung dienen, und die jeweiligen Beitragssätze (in Klammern):

  • Rente der gesetzlichen Rentenversicherung (8,2 %):

  • Versorgungsbezüge (15,5 %);

  • Arbeitseinkommen (Arbeitnehmer 8,2 %, Selbstständige 14,9 %);

  • Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung (14,9 %);

  • Kapitalerträge (14,9 %);

  • Privatrente, Riester-Rente und Rürup-Rente (14,9 %);

  • private Lebensversicherungen (14,9 %);

  • ausländische Renten (14,9 %);

  • sonstige Einkünfte (z.B. Einnahmen des privat versicherten Ehepartners; 14,9 %).

Hinzu kommen auf der gleichen Beitragsbemessungsgrundlage die Beiträge zur Pflegepflichtversicherung.

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