Krankenkassenbeitrag sinkt, einkommensabhängiger Zusatzbeitrag möglich

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Die Reform der gesetzlichen Krankenversicherung ist auf dem Weg. Das Bundeskabinett beschloss das Gesetz am Mittwoch, dem 26.3.2014. Änderungen sind im weiteren parlamentarischen Verfahren möglich.

Anfang 2015 soll der Beitragssatz für alle Krankenkassen von 15,5 auf 14,6 Prozent des beitragspflichtigen Bruttogehalts sinken. Dieser Beitrag ist jeweils zur Hälfte von den Arbeitnehmern und den Arbeitgebern zu zahlen, also jeweils 7,3 %.

Der bisherige, allein von den Kassenmitgliedern zu zahlende Sonderbeitrag von 0,9 Prozent des Einkommens entfällt. Bei einem ungedeckten Finanzbedarf können die einzelnen Krankenkassen von ihren Mitgliedern Zusatzbeiträge fordern, deren Höhe vom individuellen Einkommen abhängt.

Sozialverband fordert Überforderungsklausel

Der Sozialverband VdK befürchtet, dass die durch die Senkung des Beitragssatzes fehlenden 11 Milliarden Euro als prozentualer Zusatzbeitrag bei den Arbeitnehmern und Rentnern anfallen könnten. Aus Sicht des VdK müsse durch eine Überforderungsklausel sicher gestellt werden, dass ein ungehemmter Beitragsanstieg für Arbeitnehmer verhindert werde.

"Wir müssen zurück zur paritätischen Finanzierung. Gesundheitsversorgung von Alten, chronisch Kranken und armen Menschen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Hier sind auch die Arbeitgeber in der Pflicht. Bei den weiter steigenden Gesundheitskosten der nächsten Jahre müssen auch Arbeitgeber und Gutverdienende in die Pflicht genommen werden", fordert Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland.

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