Krankenkassen übernehmen medizinisch notwendige Fahrtkosten

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Stellen Sie Ihnen Antrag auf Fahrtkostenübernahme, bevor Sie losfahren, und begründen Sie ihn richtig.

Nach § 60 SGB V übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Fahrtkosten ihrer Versicherten nur in besonderen Ausnahmefällen. Diese liegen allerdings nach den Richtlinien, die der Gemeinsame Bundesausschuss bereits am 22.1.2004 beschlossen hat, häufiger vor als oft vermutet.

Bei notwendigen Behandlungen übernimmt die Kasse für Patienten mit Pflegestufe 2 oder 3 einen Großteil der Fahrtkosten zum Arzt. Die Kosten können auch übernommen werden für Patienten, die einen Schwerbehindertenausweis mit den Kennzeichen aG, Bl oder H vorlegen. Härtefälle, in denen Fahrtkosten übernommen werden können, liegen außerdem bei einer Dialysebehandlung, einer onkologischen Strahlentherapie oder Chemotherapie vor.

Achtung: Der Antrag auf Fahrtkostenübernahme muss immer vorab gestellt und genehmigt werden. Und: Es muss in jedem Fall ein medizinisch wichtiger Grund für die Fahrt vorliegen. Die Kosten für Fahrten zum Abstimmen von Terminen, Erfragen von Befunden, Abholen von Verordnungen sind dagegen ausdrücklich von der Erstattung ausgenommen.

Außerdem müssen gesetzlich Versicherte einen Teil der Fahrtkosten als Zuzahlung selbst tragen. Dies sind in der Regel 10 % pro Fahrt, mindestens aber 5,00 € und höchstens 10,00 €. Sinnvoll ist es für Betroffene, Belege über die übernommenen Kosten aufzubewahren. Die Belastung mit Zuzahlungen ist nämlich beschränkt, und zwar im Jahr auf zwei Prozent des Bruttoeinkommens (für chronisch Kranke auf ein Prozent). Ist die Belastungsgrenze erreicht, können sich die Patienten für den Rest des Jahres von weiteren Zuzahlungen befreien lassen. Dazu reicht ein formloser Antrag bei der Krankenkasse, der zusammen mit allen bisherigen Zuzahlungsbelegen eingereicht wird.

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