Krankenhausreport: Durchschnittlicher Klinikaufenthalt je Krankheit

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(verpd) Eine aktuelle Studie einer gesetzlichen Krankenkasse zeigt, dass Patienten bei fast allen großen Krankheitsgruppen, wie Krebs- oder Muskel-Skelett-Erkrankungen, immer kürzer im Krankenhaus verweilen müssen. Nicht jedoch bei psychischen Störungen und Verhaltensstörungen.

Die gesetzliche Krankenkasse Barmer GEK hat vor Kurzem ihren „Krankenhausreport 2014“ vorgestellt, der auf Hochrechnungen auf Basis ihrer rund 8,6 Millionen Versicherten basiert. Je Krankheitsfall sank die durchschnittliche Verweildauer im Krankenhaus in 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Prozent von 7,7 Tage auf 7,6 Tage. Gegenüber 2006 ist die Verweildauer sogar um elf Prozent niedriger.

Konkret hat sich bei nahezu allen großen Krankheitsarten, die zu einer stationären Behandlung führten, wie Erkrankungen des Kreislaufsystems, Krebserkrankungen und Muskel-Skelett-Erkrankungen, die durchschnittliche Aufenthaltsdauer je Behandlungsfall der Patienten verkürzt. Dies gilt jedoch nicht für die stationäre Behandlung von psychischen Erkrankungen.

Langer Krankenhausaufenthalt bei psychischen Erkrankungen

Bei einer Behandlung von Krankheiten des Kreislaufsystems, der häufigste Grund für einen Krankenhausaufenthalt, lag die durchschnittliche Behandlungsdauer bei 7,6 Tagen bei Männern und 7,7 Tage bei Frauen. Selbst bei einer Krebserkrankung betrug die durchschnittliche Verweildauer im Krankenhaus je Behandlung 8,1 Tage bei Männern und 7,7 Tage bei Frauen. Patienten, die an einer Erkrankung des Nervensystems oder der Sinnesorgane litten, waren bei einer stationären Behandlung im Durchschnitt jedoch 14 Tage (Männer) beziehungsweise 14,4 Tage in der Klinik.

Die längste Zeit für eine Krankenhausbehandlung benötigten aber Patienten mit psychischen Störungen oder Verhaltensstörungen. Hier lag die durchschnittliche Verweildauer im Krankenhaus bei 18,9 Tagen bei den Männern und bei 24,9 Tagen bei den Frauen. Im Vergleich zu 2005 stieg die stationäre Aufenthaltsdauer damit sogar um 36,2 Prozent.

Ohne Zusatzkosten in die Klinik

Bei einem stationären Klinikaufenthalt müssen übrigens gesetzlich Krankenversicherte einen Eigenanteil von zehn Euro pro Tag Krankenhausaufenthalt für maximal 28 Tage aus der eigenen Tasche zahlen. Diese und weitere Kosten lassen sich durch eine private Krankenhaustagegeld-Versicherung abdecken. Der Versicherte erhält dabei für jeden Tag, den er als Patient stationär in der Klinik verbringt, einen vorher vereinbarten, festen Geldbetrag zur freien Verfügung ausbezahlt.

Wer als Patient Wert auf eine möglichst komfortable Unterbringung und individuelle Betreuung legt, kann in vielen Krankenhäusern diverse Wahlleistungen wie Einzel- statt Mehrbettzimmer und/oder die Behandlung durch den Chefarzt optional mit dem Krankenhaus oder Arzt vereinbaren.

Gesetzlich Krankenversicherte müssen jedoch die Mehrkosten selbst bezahlen, da die gesetzliche Krankenkasse dies in der Regel nicht übernimmt. Wer allerdings eine private Krankenhaus-Zusatzversicherung hat, kann auch solche Kosten mit absichern.

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