Kostenlose Patientenberatung wird weiter ausgebaut

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(verpd) Seit rund neun Jahren können Bürger hierzulande eine neutrale und kostenfreie Patientenberatung in Anspruch nehmen. Dieser Service wird nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) zum nächsten Jahr weiter ausgebaut.

Wer als Patient oder Angehöriger Fragen zu den Leistungen der Krankenkassen hat, an der Richtigkeit ärztlicher Verordnungen zweifelt oder einfach einen Rat wegen einer bestehenden Krankheit benötigt, kann sich an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden.

Es handelt sich hier um eine neutrale Beratungsstelle für Patienten und Angehörige, die im Auftrag des Gesetzgebers kostenfrei in gesundheitlichen und gesundheitsrechtlichen Fragen berät. Die UPD ist über die kostenfreie Hotline in drei Sprachen – Servicetelefonnummer 0800 0117722 für Deutsch, 0800 0117723 für Türkisch und 0800 0117724 für Russisch – sowie im Internet unter www.patientenberatung.de erreichbar.

Träger der Beratung wechselt

Nach einer gesetzlichen Vorgabe fördert der Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-Verband) die UPD, ohne auf den Inhalt oder den Umfang der Beratungstätigkeit Einfluss nehmen zu dürfen. Auch der Verband der privaten Krankenversicherungen beteiligt sich an der Finanzierung der UPD. Die Entscheidung über die Vergabe der Fördermittel, die laut Gesetz regelmäßig erfolgen muss, wird durch den GKV-Verband im Einvernehmen mit der Bundesregierung getroffen. Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben werden die Fördermittel zum 1.1.2016 neu vergeben.

Im Zuge dessen wurde auch die Trägerschaft geändert. Bisherige Träger der Beratungsstellen waren die Mitglieder oder Landesverbände der drei UPD-Gesellschafter Sozialverband VdK Deutschland e.V., Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. und Verbund unabhängige Patientenberatung e.V. Ab 2016 wird das Unternehmen Sanvartis GmbH der neue Träger sein und eine eigenständige, gemeinnützige GmbH gründen, die die Beratungen unter dem bisherigen Markennamen „Unabhängige Patientenberatung Deutschland“ (UPD) weiterführen wird.

Wochentags bis 22 Uhr erreichbar

Wie das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) vor Kurzem mitteilte, wird ab 1.1.2016 der Beratungsdienst im Rahmen des Wechsels der Trägerschaft schrittweise weiter ausgebaut. Die Berater der UPD werden werktags von 8 bis 22 Uhr sowie samstags von 8 bis 18 Uhr über eine kostenfreie Rufnummer erreichbar sein.

Anstatt der bisherigen 21 Beratungsstellen sollen künftig an 30 Standorten in Deutschland, beispielsweise in Volkshochschulen oder Bürgerbüros, persönliche Beratungen vor Ort angeboten werden. Russisch- und Türkisch sprechende Bürger wird nach Angaben des BMG „künftig bei fehlenden Sprachkenntnissen das gesamte gesundheitlich-medizinische oder sozialrechtliche Wissen der Berater über Dolmetscher zur Verfügung gestellt“.

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