Jeder dritte Deutsche leidet an Bluthochdruck

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(verpd) Bluthochdruck ist der bedeutendste Risikofaktor für Herz- und Gefäßerkrankungen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes starben über 342.000 Bürger in Deutschland an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, das waren 57,5 Prozent aller Todesfälle. Über 55.000 Personen und damit 44 Prozent aller Verstorbenen erlagen einem Herzinfarkt. Doch viele Bürger kennen ihre Blutdruckwerte gar nicht.

Wie der Gesundheits-Berichterstattung des Bundes zu entnehmen ist, leiden rund 31 Prozent Bürger an Bluthochdruck. Mit steigendem Alter steigt auch das Risiko. So sind es bei den 18- bis 30-Jährigen  7,1 Prozent, bei den 30- bis 45-Jährigen 15,5 Prozent, bei den 45-bis 65-Jährigen 36,1 Prozent und bei den ab 65-Jährigen sogar 58,3 Prozent.

In vielen Fällen wird die Hypertonie jedoch erst bemerkt, wenn der Kreislauf oder innere Organe geschädigt sind oder wenn es zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall kam. Die Gefahr, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, steigt nach Angaben von Gesundheitsexperten für Menschen mit Bluthochdruck auf das Siebenfache an.

Wann man von Bluthochdruck spricht

Im Herz-Kreislauf-System werden alle Körperregionen mithilfe des Blutes mit Nährstoffen versorgt. Das Blut muss dazu mit einem bestimmten Druck durch die Gefäße fließen. Je nachdem, welchen Bedarf der Organismus hat, wird bei einem gesunden Menschen die Höhe des Blutdrucks entsprechend angepasst. Beispielsweise steigt der Blutdruck bei körperlichen Anstrengungen und sinkt während einer Ruhephase oder beim Schlafen.

Bei der Blutdruckmessung werden zwei Werte ermittelt: Der obere (systolische) Druck ist der höchste Blutdruck, der durch die Herzmuskelkontraktion entsteht (Systole = Anspannungs- und Auswurfphase) und mittels der daraus resultierenden Pulswelle gemessen wird. Der untere (diastolische) Blutdruck ist der niedrigste Blutdruck, der vor der folgenden Herzmuskelkontraktion (Diastole = Entspannungs- und Füllungsphase) gemessen wird.

Die Blutdruckwertangabe erfolgt in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg), wobei 1 mmHg dem Druck entspricht, der von einer Quecksilbersäule von einem Millimeter Höhe erzeugt wird. Nach der geläufigsten Definition liegt eine Hypertonie (Bluthochdruck) vor, wenn der systolische (obere) Blutdruckwert 140 mmHg und/oder der diastolische (untere) Wert 90 mmHg oder mehr beträgt. Bei Bluthochdruck sollte immer ein Arzt zurate gezogen werden, denn in manchen Fällen ist eine Medikamenteneinnahme notwendig.

Präventionsmaßnahmen

Grundsätzlich ist es sinnvoll, den Blutdruck regelmäßig messen zu lassen. Regelmäßig deshalb, da ein normaler oder niedriger Blutdruck im Laufe der Zeit nicht unbedingt immer so bleibt. Dies ist auch dadurch bedingt, weil im Alter die Gefäße ihre Elastizität verlieren können, was wiederum zum Bluthochdruck führen kann. Eine Messung kann beim Arzt oder auch in der Apotheke geschehen. Alternativ gibt es auch spezielle Blutdruckmessgeräte für den Eigengebrauch.

Um einem hohen Blutdruck vorzubeugen oder für eine Verbesserung im Krankheitsfall zu sorgen, ist eine gesunde Lebensweise von großer Bedeutung. Gesundheitsexperten gehen davon aus, dass ein mäßiger Bluthochdruck mit systolischen Blutdruckwerten zwischen 140 bis 159 mmHg und/oder diastolischen Werten zwischen 90 bis 99 mmHg durch eine Änderung der Lebensweise normalisiert werden kann.

Neben regelmäßiger Bewegung, am besten einem dreimal wöchentlichen Ausdauertraining von je 30 bis 45 Minuten, gehören dazu ein ausreichender und ungestörter Schlaf, die Vermeidung von Übergewicht und chronischem Stress, kein Nikotin, wenig Alkohol und eine gesunde Ernährung. Gesundheitsexperten empfehlen hierzu die Mittelmeerküche, also eine Ernährung mit viel Gemüse, Salat, Obst, Fisch, Vollkornprodukten, Raps- und Olivenöl sowie die Einnahme von maximal vier Gramm Salz täglich.

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