Immer weniger ruhen sich in der Mittagspause aus

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(verpd) Nur knapp ein Drittel aller in Deutschland tätigen Arbeitnehmer verlässt während der Mittagspause den Arbeitsplatz, um in Ruhe eine Mahlzeit einzunehmen. Der Rest arbeitet entweder durch oder erledigt während der Pause Privates.

Das Online-Karriereportal Monster hat in einer aktuellen, nicht repräsentativen Umfrage von Erwerbstätigen hierzulande wissen wollen, wie sie normalerweise ihre Mittagspause verbringen. Die Befragung ergab, dass, obwohl Arbeitnehmern bei einer Tagesarbeitszeit zwischen sechs und neun Stunden gemäß Paragraf 4 Arbeitszeitgesetz eine Pause von täglich mindestens 30 Minuten zusteht, von dieser Möglichkeit längst nicht von allen Beschäftigten Gebrauch gemacht wird.

Noch nicht einmal ein Drittel der Befragten, nämlich 31 Prozent, nutzen die Mittagspause konsequent dazu, den Arbeitsplatz zu verlassen und außerhalb des Betriebes beziehungsweise in der Kantine zu essen. Knapp 40 Prozent nehmen zwar etwas zu sich, das aber an ihrem Arbeitsplatz, um nebenbei SMS und E-Mails zu checken und im Internet zu surfen. Weitere 15 Prozent nehmen ihre Mittagsmahlzeit am Arbeitsplatz ein und kümmern sich nebenbei um ihre Arbeit. 16 Prozent arbeiten in der Mittagspause durch, und zwar ohne etwas zu sich zu nehmen.

Wichtiger Teil des Arbeitsalltags

Experten halten Pausen für einen wichtigen Teil des Arbeitsalltags. Nach Aussage von Monster-Manager Bernd Kraft dienen sie nicht nur der Erholung, sondern auch der Gewährleistung einer hohen Leistungsfähigkeit.

„Denn die Nichteinhaltung der gesetzlichen Pausenregelung kann zu erheblichem Konzentrationsverlust führen und letztendlich das Burn-out-Risiko erhöhen“, so Kraft. Es liegt folglich auch im Interesse der Arbeitgeber, dafür zu sorgen, dass sich ihre Beschäftigten in den Pausenzeiten erholen.

Tipps zum Thema

Fachleute des Karriereportals haben einige Tipps zum Thema Mittagspause erarbeitet:

  • Hören Sie auf Ihren Körper. Jeder kennt das – spätestens nach ein paar Stunden Arbeit lässt die Konzentration nach. Jetzt heißt es abschalten, runterkommen, durchatmen. Hören Sie auf körperliche Signale wie Müdigkeit und eine verkürzte Aufmerksamkeitsspanne und gönnen Sie sich einen kleinen Moment Auszeit, bevor Sie Ihre Arbeit wiederaufnehmen.

  • Bewahren Sie Balance. Schaffen Sie sich einen Ausgleich, der Ihnen, zumindest für kurze Zeit hilft, Abstand vom Arbeitsalltag zu gewinnen. Wer viel am Schreibtisch sitzt, gönnt sich zum Beispiel ein paar Schritte an der frischen Luft. Wer den ganzen Tag auf den Beinen ist, erlaubt seinem Körper einen Moment Ruhe.

  • Suchen Sie das Gespräch. Sollte an Ihrem Arbeitsplatz nicht vorschriftsmäßig mit dem Arbeitszeitgesetz umgegangen werden, suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten. Eine genaue Definition Ihrer Ziele und die Vorbereitung von sachlichen Argumenten erleichtert es Ihnen, überzeugend aufzutreten.

  • Das Bessere finden. Sollte sich Ihr Vorgesetzter dennoch ablehnend und unaufgeschlossen gegenüber Ihren Bedürfnissen und Ansprüchen verhalten, so achten Sie beim Lesen von offenen Stellenausschreibungen und bei Vorstellungsgesprächen darauf, ob im Unternehmen flexible Arbeitszeitregelungen angeboten werden und ob Wert auf eine Work-Life-Balance gelegt wird.

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