Im Ausland arbeiten

 - 

(verpd) Bei der Absicherung berufsbedingter Auslandseinsätze denken viele Arbeitnehmer in erster Linie an die Krankenversicherung und die übrigen Sozialversicherungen. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollte jedoch jeder, der im Ausland arbeiten muss oder möchte, prüfen, ob die in Deutschland abgeschlossenen Privatversicherungen auch in dem Land Versicherungsschutz bieten, in dem man tätig sein wird.

Jeder, der im Ausland beruflich tätig sein will, sollte seine heimischen Versicherungsverträge von einem Versicherungsfachmann prüfen lassen. Denn nach Aussagen von Versicherungsexperten könnten Schäden im Ausland, wenn der Versicherte dort vorübergehend beruflich tätig ist, nicht unter dem Schutz mancher in Deutschland abgeschlossener Versicherungs-Police stehen.

Der Grund dafür ist die in manchen Verträgen geltende Klausel, dass Lebensmittelpunkt und Berufstätigkeit nicht im Ausland liegen dürfen. Zudem leisten nicht alle Anbieter explizit auch bei längerer beruflicher Aufenthaltsdauer im Ausland. Oft wird auch zwischen Aufenthalten in der Europäischen Union und dem übrigen Ausland unterschieden.

Andere Länder, andere Rechte

Des Weiteren gibt es Schwierigkeiten aus den im Ausland teilweise andersartigen Risiken. So können in Deutschland völlig legale Sachverhalte in einem anderen Kulturkreis rechtswidrig sein. Hier empfiehlt sich eine spezielle Auslands-Strafrechtsschutz-Versicherung. Bei Schäden, für die eine private Haftpflichtpolice aufkommt, können sich aufgrund des fremden Rechtssystems Deckungslücken auftun. In den angloamerikanischen Staaten ist zum Beispiel der Schadenersatzanspruch oft höher als in Deutschland.

Zwar gilt eine private Unfallversicherung in der Regel weltweit und leistet auch bei längerem Auslandsaufenthalt. Doch bei vielen Unfall-, Lebens- und Berufsunfähigkeits-Versicherungen ist in diversen Policen vertraglich das aktive wie auch das passive Kriegsrisiko ausgeschlossen.

Mit dem Auto im Ausland

Die Kfz-Haftpflicht- und Kasko-Versicherung bietet üblicherweise nur Versicherungsschutz innerhalb der geografischen Grenzen Europas beziehungsweise der Länder, die auf der Internationalen Versicherungskarte (Grüne Karte) aufgeführt sind.

Gleiches gilt für die meisten Rechtsschutz-Versicherungen. Weltweit versichert sind im Rechtsschutz meist nur Reisen von bis zu sechs Wochen, die nicht beruflich bedingt sind.

Informationen zur privaten und gesetzlichen Absicherung

Ein erster Einstieg in das Thema Auslandsentsendung und Kranken- wie auch Sozialversicherung findet sich auf den Internetseiten der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung Ausland, der Deutschen Rentenversicherung und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Zahlreiche Industrie- und Handelskammern (IHK) bieten zudem umfangreiche Informationen zum Thema Sozialversicherungs-, Steuer- und Arbeitsrecht für Arbeitnehmer, die vorübergehend im Ausland tätig sind.

Bei privaten Versicherungsverträgen gilt, dass normalerweise keine Pflicht besteht, einen längeren Auslandsaufenthalt der Versicherung anzuzeigen. Wer längere Zeit ins Ausland geht, sollte jedoch grundsätzlich einige Wochen vor der Abreise klären, ob und inwieweit der Versicherungsschutz im Ausland gilt und welche Zusatzabsicherungen möglicherweise sinnvoll sind. Prinzipiell ist darauf zu achten, dass die Prämien für die bestehenden Policen auch während eines Auslandsaufenthaltes pünktlich beim Versicherer eingehen.

Weitere News zum Thema

  • Gesetzliche Krankenkassen haben mehr Einnahmen als Ausgaben

    [] (verpd) Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) konnte nach offiziellen Zahlen aus dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) im ersten Quartal 2017 ihre Reserven um 612 Millionen Euro auf rund 16,7 Milliarden Euro erhöhen. Denn die gesetzlichen Krankenkassen nahmen fast 58,19 Milliarden ein und hatten lediglich Ausgaben in Höhe von knapp 57,58 Milliarden. Allerdings stiegen die Ausgaben in allen Bereichen an. mehr

  • Ärztliche Behandlungsfehler: Schlichtungsverfahren hemmt die Verjährung

    [] Wenn Patienten vermuten, dass sie Opfer eines ärztlichen Behandlungsfehlers wurden, können sie Schadensersatzansprüche geltend machen. Die Verjährungsfrist beträgt dabei drei Jahre. Viele Menschen werden es allerdings vorziehen, das Problem zunächst außergerichtlich zu regeln. Das ist möglich. Zum einen können sich Arzt und Patient ohne Einschaltung von Dritten miteinander einigen. Unter Umständen lassen sich einige Probleme so direkt klären. Ist auch der Arzt an einer gütlichen Einigung interessiert, so wird er seine Haftpflichtversicherung einschalten. mehr

  • Warum Impfen wichtig ist

    [] (verpd) Gegen zahlreiche Krankheiten kann man sich mit einer Impfung schützen. Manche, zum Teil tödlich verlaufende Infektionskrankheiten können ohne eine Impfung sogar nur schwer oder gar nicht behandelt werden. Schutzimpfungen schützen nicht nur den Geimpften vor bestimmten Krankheiten, sondern sorgen auch dafür, dass Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können, ein reduziertes Ansteckungsrisiko haben. mehr

  • Verspätete Krankschreibung nach Klinikaufenthalt

    [] (verpd) Um im Anschluss an einen Klinikaufenthalt den Anspruch auf Zahlung von Krankengeld durch eine gesetzliche Krankenkasse nicht zu verlieren, reicht es aus, wenn zunächst ein Klinikarzt die fortlaufende Arbeitsunfähigkeit bescheinigt hat. Das hat das Sozialgericht Leipzig entschieden (Az. S 22 KR 75/16). mehr

  • Mit notwendigen Medikamenten verreisen

    [] (verpd) Die richtigen Arzneimittel im Reisegepäck sorgen dafür, dass der Urlaub nicht wegen gesundheitlicher Beschwerden wie Durchfall, Kopfschmerzen oder schmerzhafter Insektenstiche längerfristig beeinträchtigt wird. Chronisch Kranke sollten außerdem sicherstellen, dass sie ihre notwendigen Medikamente in ausreichender Menge mitführen. Allerdings können manche rezeptpflichtigen Arzneimittel nur mit einer speziellen Bescheinigung in bestimmte Urlaubsländer eingeführt werden. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.