Gesund bleiben an heißen Tagen

 - 

Nicht jeder verträgt hohe Außentemperaturen problemlos. Was der Einzelne tun kann, um ohne Gesundheitsprobleme durch den Sommer zu kommen.

Bereits der Mai hat gezeigt, dass auch in diesem Sommer wieder mit hohen Außentemperaturen von 27 Grad Celsius und mehr zu rechnen ist. Für viele kann dies zum Problem werden, denn Hitze kann auch eine Gefahr für die Gesundheit sein. Mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen lässt sich jedoch das Risiko eines Hitzschlags oder sonstiger hitzebedingter Leiden minimieren.

Normalerweise verliert der Mensch am Tag zwischen 1,5 und 2,0 Liter Flüssigkeit. Bei hochsommerlichen Temperaturen kann der Flüssigkeitsverlust nach Angaben der Bundesärztekammer jedoch doppelt bis dreimal so hoch sein, weil der Körper unter anderem mit Schwitzen die Körpertemperatur stabil zu halten versucht. Ist diese natürliche Regulierungsfunktion des Körpers gestört, weil der Flüssigkeitsverlust zum Beispiel nicht durch vermehrtes Trinken ausgeglichen wird, kann dies zu diversen Gesundheitsproblemen führen. Laut Bundesärztekammer kann es infolgedessen zu Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Schwindelgefühl, Muskelkrämpfen und Verdauungsproblemen bis hin zu Herzrhythmusstörungen oder einem Hitzschlag mit Kreislaufkollaps kommen.

Die wichtigsten Fragen zum Thema "Pflege" beantworten Experten in unserem Ratgeber Der Pflegefall droht: Entscheidungen treffen, Vermögen schützen und Ansprüche durchsetzen.

Viel trinken, sich temperaturgerecht kleiden und bewegen

Gesundheitsexperten raten daher an heißen Tagen, deutlich mehr als die bei normalen Temperaturen empfohlene Flüssigkeitsmenge – bei einem Erwachsenen sind dies 1,5 bis 2,0 Liter – zu trinken. Gesund sind an heißen Tagen laut Bundesärztekammer insbesondere Mineralwasser, ungezuckerte Kräuter- und Früchtetees sowie verdünnte Obst- und Gemüsesäfte. Neben alkohol- und zuckerfreien sowie mineralstoffhaltigen Getränken hilft bei Hitze eine fettarme, leichte Kost wie Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und Seefisch, den Organismus zusätzlich zu entlasten.

Auch die Kleidung sollte den Temperaturen angepasst sein. Denn bei Hitze kann eine zu warme oder isolierende Kleidung das Risiko eines Hitzschlags erhöhen, da sie die körpereigene Temperaturregulierung einschränkt. Im Idealfall sollte die Kleidung locker sitzen, um einen Luftaustausch mit der Haut zu ermöglichen und so die körpereigene Kühlung zu unterstützen. Es gibt mittlerweile auch Textilien, die die Körperfeuchtigkeit nach außen leiten und abgeben, damit eine nass geschwitzte Haut schneller trocknet, was die Temperaturregulierung begünstigt. Prinzipiell sollten außerdem körperliche Aktivitäten der Außentemperatur angepasst werden. Sportliche Höchstleistungen bei Hitze belasten nämlich das Herz und den Kreislauf unnötig.

An heißen Tagen ist es daher sinnvoll, schwere körperliche Arbeiten und sportliche Aktivitäten auf die kühleren Morgen- oder Abendstunden zu verlegen. In welchen Regionen besonders hohe Außentemperaturen erwartet werden, zeigt zum Beispiel das Webportal www.dwd.de/warnungen des Deutschen Wetterdienstes im Bereich "Hitzewarnungen".

Aktuelle Tipps zum flexiblen Renteneintritt geben Experten in unserem Ratgeber Die Flexi-Rente: Neue Chancen für Rentenversicherte und Rentner.

Diese Personengruppen vertragen Hitze besonders schlecht

Besonders hitzeanfällig sind im Übrigen Babys und Kleinkinder sowie ältere oder kranke Personen zum Beispiel mit Durchblutungsstörungen oder Herzerkrankungen, denn deren Regulierung der Körpertemperatur über die Haut funktioniert meist nicht so gut. So nimmt bei betagten Personen mit steigendem Alter die Anzahl der Schweißdrüsen, aber auch das Durstgefühl ab.

Bei Kranken ist eine ausreichende Flüssigkeitszunahme auch deshalb wichtig, da die oftmals notwendigen Arzneimittel dem Körper zusätzlich Wasser entziehen und so einen Flüssigkeitsmangel hervorrufen können. Eltern von Babys sowie Betreuer von schwer kranken und/oder hilfsbedürftigen Personen sollten daher darauf achten, dass ihr Schützling entsprechend den Temperaturverhältnissen genügend trinkt und entsprechend angezogen ist, da die Betroffenen selbst nicht dazu in der Lage sind. Ob einem Baby zu warm ist, lässt sich am Nacken und auf der Stirn kontrollieren – dieser sollte warm, aber nicht verschwitzt sein, so der Rat der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Webportal www.kindergesundheit-info.de.

Wertvolle Expertentipps zur staatlich geförderten Altersvorsorge erhalten Sie in unserem Ratgeber So schließen Sie Ihre Rentenlücke.

Tödliches Hitzerisiko im Auto

Grundsätzlich dürfen Babys und Kleinkinder nie – auch nicht für kurze Zeit – alleine in einem geparkten Auto gelassen werden. Die Luft im Inneren eines geparkten Pkws kann sich bei sonnigen Tagen selbst bei mäßigen Außentemperaturen auf 50 bis 70 Grad Celsius aufheizen, was für alle, die nicht selbst die Wagentüre öffnen können, wie Kleinkinder, aber auch Haustiere, tödlich sein kann.

Es nutzt auch wenig, den Wagen in den Schatten zu stellen. Oft reicht nämlich schon eine halbe Stunde, damit ein im Schatten geparkter Pkw durch den sich ändernden Sonnenstand in der prallen Sonne steht. Selbst ein leicht geöffnetes Fenster kann nicht verhindern, dass sich ein Hitzestau entwickelt und sich das Wageninnere ab einer bestimmten Außentemperatur trotzdem aufheizt.

Wie Sie trotz Niedrigzinsen und Inflation Ihr Geld vermehren können, erläutern Experten in unserem Ratgeber Niedrigzinsen und Inflation: So retten Sie Ihre Ersparnisse.

Weitere News zum Thema

  • Einkommenseinbußen im Krankheitsfall verhindern

    [] Zwar erhält ein Arbeitnehmer, der gesetzlich krankenversichert ist, im Krankheitsfall nach der sechswöchigen Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber ein Krankengeld von derjenigen Krankenkasse, bei der er Mitglied ist. Doch die Höhe des Krankengelds und die Dauer des Krankengeldbezugs sind begrenzt. mehr

  • Wer die Entsorgungskosten nach einem Wildunfall trägt

    [] Kommt es zu einer Kollision zwischen einem Kfz und einem Wildtier, sind der Kfz-Fahrer und auch die Kfz-Haftpflichtversicherung in der Regel nicht dazu verpflichtet, die Kosten für die Entsorgung des Wildes beziehungsweise der Reinigung des Straßenraums zu übernehmen. Das hat das Verwaltungsgericht Hannover in einem Gerichtsurteil entschieden (Az. 7 A 5245/16). mehr

  • Weniger Krankenkassen, aber mehr Mitglieder

    [] In den ersten neun Monaten dieses Jahres ist die Mitgliederzahl in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) um fast 670.000 Personen auf annähernd 56,25 Millionen Mitglieder gestiegen. Das ist bisher der höchste Stand. Das zeigt die neueste Statistik des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). mehr

  • Warum Frauen im Durchschnitt länger leben als Männer

    [] Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) gibt es diverse Faktoren, warum Frauen im Durchschnitt eine höhere Lebenserwartung haben als Männer. Grundlage der Analyse sind diverse Studien und Statistiken. Doch die geschlechterspezifischen Unterschiede werden seit rund 60 Jahren stetig kleiner und auch dafür gibt es Gründe. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.