Gesetzlicher Patientenschutz im Krankenhaus

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Patienten, die auf Kosten der gesetzlichen Kranken- oder Rentenversicherung im Krankenhaus oder in einer Reha-Klinik behandelt werden, stehen unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, genauer gesagt: unter dem der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG).

Nicht nur stationäre, auch teilstationäre Krankenhauspatienten sind laut VBG automatisch gesetzlich unfallversichert. Das gilt ebenso für Personen, die sich einer stationären, teilstationären oder ambulanten medizinischen Rehabilitation unterziehen müssen.

Sturz im Krankenhausflur

Jeder Patient ist im Krankenhaus sowie in der Reha-Klinik über die Berufsgenossenschaft bei allen Tätigkeiten gesetzlich unfallversichert, die im Zusammenhang mit der Behandlung oder der medizinischen Rehabilitation stehen. Das wäre beispielsweise dann der Fall, wenn ein Patient im Krankenhausflur stürzt, sich während einer ärztlich verordneten Therapiemaßnahme an einem Gerät verletzt oder auf dem Weg von zu Hause zum Krankenhaus oder zurück verunfallt.
Nicht in den Versicherungsschutz fallen jedoch Behandlungsfehler des Arztes oder Therapeuten.

Was die gesetzliche Unfallversicherung zahlt

Die VBG als zuständiger Unfallversicherungs-Träger übernimmt nach einem versicherten Unfall unter anderem die Kosten für die ärztliche und therapeutische Behandlung, um die Gesundheit des Verunglückten wiederherzustellen. Bezahlt werden von der gesetzlichen Unfallversicherung nach festen Vorgaben unter anderem Behandlungen und Reha-Maßnahmen.

Wer aufgrund eines Versicherungsfalls arbeitsunfähig ist und seine Erwerbstätigkeit vorübergehend nicht ausüben kann, erhält von der gesetzlichen Unfallversicherung ein Verletztengeld.

Die Höhe beträgt als Arbeitnehmer 80 Prozent des bisherigen Bruttoverdiensts, maximal jedoch 100 Prozent des Nettoverdiensts. Von dem Verletztengeld muss der Verunfallte die Hälfte der gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge zahlen, die andere Hälfte übernimmt die VBG. Die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zahlt die VBG komplett. Das Verletztengeld endet mit dem letzten Tag der Arbeitsunfähigkeit, spätestens jedoch mit dem 546. Tag, also längstens nach 78 Wochen.

Führt der Unfall zu einer Minderung der Erwerbsfähigkeit um mindestens 20 Prozent, gibt es je nach Erwerbsunfähigkeitsgrad eine Rente. Bei 100 Prozent Erwerbsunfähigkeit beträgt die Vollrente maximal zwei Drittel des Jahresverdienstes.

Tipp
Wichtig ist es, dass nach einem solchen Unfall der Patient oder ein Angehöriger umgehend dem Personal des Krankenhauses den Vorfall meldet, damit diese die VBG zeitnah informieren können. Auch eine direkte Meldung an den Unfallversicherungsträger ist möglich. Die nächstgelegene VBG-Bezirksverwaltung kann mit Eingabe der eigenen Postleitzahl unter www.vbg.de/kontakt online ermittelt werden.

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