Gesetzlich Krankenversicherten drohen Zusatzbeiträge

 - 

(verpd) Die Regierung plant weitere Kürzungen der Bundeszuschüsse zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Milliardenhöhe. Die gesetzlichen Krankenkassen warnen vor einem Beschleunigungsprogramm für Beitragserhöhungen.

Die Große Koalition will die Bundeszuschüsse zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in 2014 und 2015 um weitere jeweils drei Milliarden Euro kürzen. Für 2014 war bereits eine Kürzung über eine Milliarde Euro auf 10,5 Milliarden Euro vorgesehen.

Der Bund hat seine Zuschüsse, die insbesondere zur Absicherung versicherungsfremder Leistungen wie der Familienversicherung gedacht sind, seit 2010 stetig zurückgeführt.

Kritik vom GKV-Spitzenverband

Derzeit liegt der Beitragssatz in der GKV bei 15,5 Prozent, wobei Arbeitnehmer 8,2 Prozent und Arbeitgeber 7,3 Prozent aufbringen. Nach den Reformplänen von CDU/CSU und SPD soll der Beitragssatz künftig paritätisch mit jeweils 7,3 Prozent finanziert werden. Jede Krankenkasse soll dann frei entscheiden können, welchen Zusatzbeitrag sie von ihren Mitgliedern verlangt.

Die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbands, Dr. Doris Pfeiffer Pfeiffer, erklärte dazu in Berlin: „Den Bundeszuschuss zu kürzen, wäre ein Beschleunigungsprogramm für Beitragserhöhungen.“ Die aktuelle gute finanzielle Lage in der GKV dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben spätestens 2015 wieder aufgehe.

Nach Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis) mussten die gesetzlichen Krankenkassen bereits in den ersten neun Monaten 2013 ihre Reserven angreifen, da die Ausgaben deutlich schneller als die Einnahmen gestiegen waren. Im Ergebnis ergab sich per Ende September 2013 ein Finanzierungsdefizit von 1,1 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte sich noch ein Finanzierungsüberschuss von 4,0 Milliarden Euro ergeben.

Weitere News zum Thema

  • Seit 1.1.2017: Höhere Arbeitgeberzuschüsse für privat Krankenversicherte

    [] (verpd) Durch die Änderung der Beitragsbemessungsgrenzen der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung zum 1. Januar 2017 hat sich auch die Zuschusshöhe, die ein Arbeitgeber seinem privat krankenversicherten Arbeitnehmer zahlen muss, erhöht. Auch der Anstieg des Beitragssatzes der gesetzlichen Pflegeversicherung führte zu der Erhöhung des Arbeitgeberzuschusses. mehr

  • Viele Bundesbürger fühlen sich gesundheitlich eingeschränkt

    [] (verpd) Im europäischen Durchschnitt gibt rund jeder Vierte, in Deutschland jeder Fünfte an, mit lang andauernden gesundheitlichen Einschränkungen bei alltäglichen Verrichtungen konfrontiert zu sein. Wie die Daten der europäischen Statistik zeigen, sinkt im Allgemeinen der Anteil der Betroffenen mit steigendem Einkommen. mehr

  • Krankenkassen schreiben Milliardenüberschuss

    [] (verpd) Die gesetzlichen Krankenkassen haben die ersten neun Monate 2016 mit einem Überschuss von rund 1,55 Milliarden Euro abgeschlossen, wie die vorläufigen Finanzergebnisse aus dem Bundesministerium für Gesundheit zeigen. Bis auf die Innungskrankenkassen lagen alle Kassenarten im Plus. Die Ausgaben stiegen nicht so stark wie in früheren Zeiten. mehr

  • Rund jede vierte Krankenkasse verlangt mehr

    [] 9.1.2017 (verpd) Der Grundbeitragssatz, den die gesetzlichen Krankenkassen jeweils von den gesetzlich krankenversicherten Arbeitnehmern und deren Arbeitgebern verlangen, beträgt 7,3 Prozent. Insgesamt also 14,6 Prozent. Zusätzlich können die Kassen einkommensabhängige Zusatzbeiträge erheben, die von den entsprechenden Arbeitnehmern alleine zu tragen sind. Alle Krankenkassen machen seit diesem Jahr von diesem Recht Gebrauch. mehr

  • Damit die Hausapotheke nicht zum Risiko wird

    [] (verpd) Besonders in der Winterzeit kämpfen viele mit Schnupfen, Husten oder sonstigen Leiden. Wer hier entsprechende Arzneimittel zu Hause hat, kann schnell dagegen vorgehen. Wichtig ist jedoch nicht nur, dass die Medikamente im heimischen Medizinschrank lagern, sondern auch, dass sie nicht veraltet sind. Denn abgelaufene Arznei wirkt häufig nur noch bedingt oder gar nicht mehr und kann im schlimmsten Fall sogar gesundheitsschädlich sein. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.