Gegen Hautkrebs: Sonnenbrand und Solarien meiden

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(verpd) Rund 875.000 Menschen werden derzeit in Deutschland wegen Hautkrebs medizinisch behandelt. Jährlich kommen nach Angaben der Deutschen Krebshilfe e.V. rund 234.000 Neuerkrankte hinzu.

Davon haben 28.000 den besonders gefährlichen malignen Melanom (schwarzer Hautkrebs). Wer sich umsichtig in der Sonne verhält und künstliche UV-Strahlung aus Solarien meidet, kann nach Expertenmeinung jedoch sein individuelles Hautkrebsrisiko senken.

Die ultraviolette (UV)-Strahlung, wie sie im Sonnenlicht enthalten ist, gilt nach Angaben der Weltgesundheits-Organisation (WHO) als der größte Risikofaktor für das Entstehen von Hautkrebs. Scheint die Sommersonne hierzulande länger als 15 Minuten auf Gesicht und Hände, kann dies bereits der Gesundheit schaden und zu einer schnelleren Hautalterung sowie einem erhöhten Hautkrebsrisiko führen, so die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V. (ADP).

Ohne dass die zu starke Sonneneinstrahlung schon als Sonnenbrand bemerkt wird, kann die ultraviolette Strahlung der Sonne nämlich das Erbgut der Hautzellen schädigen, was letztendlich zu Hautkrebs führen kann. Je höher die UV-Strahlung – diese wird gemessen am UV-Index (UVI) mit einem Wert auf einer Skala von eins bis elf –, desto größer ist das Sonnenbrandrisiko. Wie hoch der tagesaktuelle UVI-Wert ist, erfährt man von Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) im Internet unter http://www.bfs.de/de/uv/uv2/uv_messnetz/uvi/prognose.html.

Die richtige Kleidung und das passende Sonnenschutzmittel

Der BfS empfiehlt, bereits bei einem mittleren UV-Wert von drei UVI geeignete Sonnenschutzmaßnahmen zu ergreifen. Außerdem sollte nach Angaben des BfS beachtet werden, dass Wasser, Sand oder auch Schnee die UV-Strahlung reflektieren und eine leichte Bewölkung die Intensität der UV-Strahlung eventuell auch verstärken kann. Insbesondere am Meer und beim Wintersport ist daher besondere Vorsicht geboten. Bei hohen UV-Werten, wie sie oft auch in der Mittagszeit zwischen 11 und 15 Uhr vorkommen, sollte man sich am besten im Schatten aufhalten.

Auch die richtige Kleidung sorgt für einen guten Sonnenschutz. Sinnvoll sind Kopfschutz, T-Shirt oder Hemd sowie Bermudas aus leichtem, sonnendichtem Gewebe. Mittlerweile werden spezielle UV-Schutztextilien mit einem Lichtschutzfaktor von 15 oder mehr angeboten, welche die auf den Körper einwirkende UV-Strahlung reduzieren. Der ADP rät zudem, beim Baden ein T-Shirt zu tragen. Vorteilhaft sind auch Schuhe, die den Fußrücken bedecken, sowie eine gute Sonnenbrille mit UV-Filter und möglichst geschlossenen Seiten.

Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene ist es wichtig, alle unbedeckten Körperstellen mit einem Sonnenschutzmittel einzucremen. Dabei sollte der Lichtschutzfaktor bei Erwachsenen mindestens 20 und bei Kleinkindern ab 30 betragen, um ausreichend gegen gefährliche UV-Strahlung geschützt zu sein. Je heller und damit sonnenempfindlicher der Hauttyp, desto höher ist der Lichtschutzfaktor des Sonnenschutzmittels zu wählen. Die Sonnencreme sollte 30 Minuten vor dem Sonnenbad aufgetragen und mehrmals täglich erneuert werden. Beim Baden sollte das Sonnenschutzmittel wasserfest sein.

Kinder sind besonders gefährdet

Besonders Kinder müssen vor der gefährlichen UV-Strahlung geschützt werden. Grundsätzlich sollten zum Beispiel Babys im ersten Lebensjahr nie direkt der Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Epidemiologische Studien belegen nämlich, dass Menschen, die in ihrer Kindheit häufig Sonnenstrahlen ausgesetzt waren und Sonnenbrände erlitten hatten, ein deutlich erhöhtes Risiko haben, an Hautkrebs, insbesondere am malignen Melanom, zu erkranken, als Personen, die nicht so häufig an der Sonne waren.

Schuld daran ist nach Expertenaussagen die spezifische Struktur der Kinderhaut, denn die UV-empfindlichen Stammzellen liegen hier sehr viel dichter unter der Hautoberfläche als bei Erwachsenen. Wichtig zu wissen: Wie auch bei Erwachsenen wird die Haut von Kindern bereits erheblich geschädigt, bevor sich ein Sonnenbrand zeigt. Ein Sonnenbrand, ein Signal des Körpers, dass es bereits zu Hautschäden durch die UV-Einstrahlung gekommen ist, tritt bei Kindern zudem zeitverzögert auf.

Detaillierte Informationen, wie man das Hautkrebsrisiko mindert, bietet die Deutsche Krebshilfe e.V. unter http://www.krebshilfe.de/wir-informieren/ueber-praevention-frueherk/sonne-und-hautkrebs.html, die ADP unter http://www.unserehaut.de/de/, das BfS unter http://www.bfs.de/de/uv/uv2/schutz_vor_uv sowie die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. unter http://www.krebsgesellschaft.de/ip_pat_tdm_201205_hautkrebs_leitartikel.html?markierung=uv|strahlen.

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